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18.09.2019    Termine
17.08.2019    Zyklen des Vergänglichen
03.08.2019    Die Trennung von Intelligenz und Bewusstsein
02.08.2019    Überwachungskapitalismus
02.07.2019    Yuval Harari, 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
02.07.2019    Harald Lesch und Hartmut Zohm zur Fusionsforschung
01.07.2019    Das irische Modell
01.07.2019    Das US-amerikanische Modell
01.07.2019    Embedded Risks
01.07.2019    Farewell Wellfare
01.07.2019    Eine Geschichte der Krisen
01.07.2019    Produktivität und Wohlstand
01.07.2019    Das europäische Modell
01.07.2019    Austeritätspolitik und Wachstum
01.07.2019    Europäisches Krisenlatein
01.07.2019    Modern Monetary Theory
01.07.2019    Europas Antwort auf die Modern Money Theory
01.07.2019    Das Menetekel der Politischen Ökonomie
01.07.2019    Erzwungener Beistand
01.07.2019    Elitendemokratie und Meinungsmanagement
01.07.2019    Die Digitale Diktatur
09.06.2019    Transformationen der Marktwirtschaft
05.06.2019    Brennstoffzelle im Auto: Besser als Lithiumakkus?
01.06.2019    Marktwirtschaft - vollkommen unvollkommen
01.06.2019    Monetäres Theatrum Mundi
01.06.2019    Allgemeine Marktanomalien - Besondere Marktanomalien
01.06.2019    Ökonomie und Freiheit
01.06.2019    Tragödie der Gemeinschaft und der Kultur
01.06.2019    Kultur gegen Markt
01.06.2019    Aufstand des Marktes
01.06.2019    Produktivkräfte und Technischer Fortschritt
01.06.2019    Neue Quellen der Staatsausgaben
01.06.2019    Der Normenstreit
01.06.2019    Intelligent, ohne Verstand
01.06.2019    Welt-Roulette
26.05.2019    Der Zins
26.05.2019    Eigentum und Märkte
26.05.2019    Geld
26.05.2019    Asset Rich, Cash Poor!
26.05.2019    Vom Geld
26.05.2019    Geld als Wertform
26.05.2019    Umkehrung der Wertform – General Liability
26.05.2019    Reich durch Verlust
26.05.2019    Good ones don’t come by the score
26.05.2019    Märchenmärkte
26.05.2019    Der Inflationsritt aus der Krise
20.05.2019    An die Arbeit!
20.05.2019    Casino Royale
20.05.2019    Freunde für’s Leben
20.05.2019    Pleite durch Arbeit
20.05.2019    Aporien des Wettbewerbs
20.05.2019    Staatliches Krisenmanagement – Distribution
20.05.2019    Kapitalkonzentration – Monopolisierung
20.05.2019    Japans Modell weltweit
20.05.2019    Konkurrenz - Auf Leben und Tod
20.05.2019    Grenzen der Oekonomik
20.05.2019    Angst vor dem Wettbewerb
20.05.2019    Der neue Handelsimperialismus
20.05.2019    Moderne Feudalrechte – Leitzinsen
20.05.2019    Inflationszielstrategie - Das Patchwork aus Politik, Finanzwirtschaft und Realwirtschaft
20.05.2019    Persönlich – aggressiv – dominant
20.05.2019    Krise in Sicht
20.05.2019    Transformation versus Krise
20.05.2019    In die post-industrielle Gesellschaft
20.05.2019    Krisenmarktwirtschaft
20.05.2019    Blasenschwäche
20.05.2019    Toxische Werte
20.05.2019    Geld und Macht
20.05.2019    Armut des wissenschaftlichen Reichtums
20.05.2019    Krise und sozialer Fortschritt
19.04.2019    Das Streben nach Glück – Freiheit, die sich selbst auflöst
02.04.2019    Angegriffene Prinzipien der Menschlichkeit
02.04.2019    Lügen können
02.04.2019    Offene Systeme – Energie und Information
18.03.2019    Emergenz und Higgs-Mechanismus
13.03.2019    Freiheit – die Rahmenerzählung schlechthin
13.03.2019    Platons optimistische Behauptung, dass man aus jedem Schicksal etwas machen kann
13.03.2019    Freiheit als Selbst-Widerspruch des kleinen Gottes Mensch
13.03.2019    Sozialkredit - fernöstlich und doch so nah
13.03.2019    Freiheit und Zeugenschaft
13.03.2019    Handlungsfreiheit
13.03.2019    Freiheit >von<
13.03.2019    Der Mensch als Eigenschaft der Freiheit
05.01.2019    Ist die Sonne schuld am Klimawandel?
30.10.2018    Wer ist 'wir'? - Was heißt 'Öffentlichkeit'
30.10.2018    Gestalten vs. Entscheiden
30.10.2018    Informationsmedien - Reichweiten in Deutschland 2018
30.10.2018    Wahlen beieinflussen
07.10.2018    Schöne neue digitale Welt?
16.09.2018    Jan-Werner Müller:
Wie viel Populismus verträgt die Demokratie?
31.08.2018    Demokratische Qualitätskriterien
31.08.2018    Legitimität
31.08.2018    Demokratische Kontrolle
31.08.2018    Demokratie und Parlamentarismus
31.08.2018    Meinung und Affekt
31.08.2018    Fazit
24.07.2018    Grundeinkommen - Abgelehnt!
24.07.2018    Primat der Politik
24.07.2018    Der Arbeitsbegriff
24.07.2018    Kein tendenzieller Fall der Profitrate
24.07.2018    Oder doch mehr Arbeit
24.07.2018    Warum weiter arbeiten? - Bedarf an kulturellen Antworten
21.07.2018    Bemerkungen zur Philosophie der Identiät
20.07.2018    Überprüfbarkeit von Algorithmen?
20.07.2018    Antworten zur Anhörung zu Künstliche Intelligenz
des Ausschusses Digitale Agenda
20.07.2018    Lorena Jaume-Palasi, Matthias Spielkamp:
Ethik und algorithmische Prozesse zur Entscheidungsfindung oder -vorbereitung
21.06.2018    Metaphysik und Ontologie als Begriffslogik
09.06.2018    Neue Ansätze der Wohlstandsmessung
18.04.2018    Der überflüssige Mensch
06.04.2018    Bericht des Weltklimarates IPCC
10.02.2018    Refuge of the Roads (für Joni Mitchell)
17.01.2018    Arbitrarität und Substanz
16.01.2018    Was für ein herrliches Theater!
13.01.2018    Sozialontologie
02.01.2018    Différance - Derridas Argument
18.12.2017    Gesellschaftliche Tauschverhältnisse als Basis ökonomischer Theorien
18.12.2017    Der zerfallende Staat, hegemoniale Formationen und die„Global Governance“-Theorie
12.12.2017    Sartres Erfindung des Menschen
02.12.2017    Jacques Derrida: Denken in und mit der Sprache
27.11.2017    Hegel oder: The city never sleeps
21.11.2017    Dem Nichts auf der Spur
21.11.2017    Vom verschwundenen Nichts bei Kant
17.11.2017    Das Böse
Menschheitserfolg und Menschlichkeitsversagen
17.11.2017    Vom Baum der Erkenntnis essen
17.11.2017    Ist das Böse auf dem Rückzug?
17.11.2017    Im Zoo der Bosheiten
17.11.2017    Vom malum, das nicht böse ist
17.11.2017    Gut und böse als Eigenschaften
17.11.2017    Entwendete Differenzen
17.11.2017    alles ist gut - Platons Entdeckung: die Idee
17.11.2017    Antigone – nichts geht mehr
02.09.2017    Heidegger lesen • Vom Wesen der Wahrheit
26.07.2017    Passing by
27.06.2017    Über Verantwortung
26.06.2017    Zitate über Langeweile
02.06.2017    Langeweile, Aufregung und erfüllte Zeit
26.05.2017    Intensität statt Identität
06.05.2017    Samuel Beckett: Endspiel
04.04.2017    Was uns bewegt...
04.04.2017    Herman Melville - Bartleby
22.03.2017    Zufall und Notwendigkeit
22.03.2017    Mit dem Nichts auf Wanderschaft
22.03.2017    Individuelle Macht gibt es nicht!
22.03.2017    Macht medium rare
22.03.2017    Macht politisch
22.03.2017    Zum Verbrechen geboren?
22.03.2017    Macht       Ein Grenzfall des Bewusstseins
22.03.2017    Größer als der Mount Everest
22.03.2017    Ground Zero
22.03.2017    Under my thumb
22.03.2017    Anthropologie der Macht
22.03.2017    Macht-Benefits
22.03.2017    Macht irre
22.03.2017    Allmacht und Beeinflussung
01.03.2017    Hannah Arendt - Wahrheit und Politik
12.20.2016    Warum malt(e) Holubitschka?
24.12.2016    Die Sehnsucht des ewige Einen,
sich selbst zu gebären.
18.12.2016    Das drohende Ende der repräsentativen Demokratie
18.12.2016    Der gemeinwohlorientierte Staat
08.12.2016    Peter Antes - Bibel und Koran - ein Vergleich
08.12.2016    Peter Antes: Die Religionen und die Frauen
08.12.2016    Peter Antes: Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen
08.12.2016    Peter Antes: Religion und Staat in Deutschland
angesichts von Atheismus und Islam
07.12.2016    Dialog über das Glück
18.11.2016    Kraft, Impuls, Energie
05.11.2016    Goethe vom schönsten Augenblick
31.10.2016    Glück
31.10.2016    Walter Benjamin - Die Aufgabe des Übersetzers
27.10.2016    Das 'Glück' in der Moderne
27.10.2016    Fausts Tod
23.10.2016    Zugehörigkeit
und die Freiheit, anders zu sein
10.10.2016    Parag Khanna:
Eine Welt ohne Grenzen
27.07.2016    Russellsche Antinomie und Paradoxien des Denkens
20.07.2016    Kurze Kritik der Gerechtigkeit
09.07.2016    Bitcoins - die Geldidee reloaded
24.05.2016     zu Jean-Luc Nancy: Dekonstruktion des Christentums
12.05.2016    Sic transit gloria mundi
05.05.2016    ›Macht‹
12.04.2016    Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen
04.04.2016    Kultur und Identität
04.04.2016    Grenzen schließen
10.03.2016    Proposal zum Merkel-Plan
13.02.2016    In memoriam Roger Willemsen
12.02.2016    John-Dylan Haynes:
Der menschliche Geist im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit
12.02.2016    Regisseure über ihre Arbeit
12.02.2016    Aischylos - Orestie
15.01.2016    Wie souverän ist das Volk?
13.01.2016    Weiße Biotechnologie
10.01.2016    Kulturelle Identität 1
10.01.2016    Kulturelle Identität 2
06.01.2016    Game Over!
09.12.2015    autoritärer und liberaler Traum
01.11.2015    “Deutsche Leitkultur“ - zur Metaphysik des Ressentiments
28.10.2015    Der Diskurs der Besorgten
20.10.2015    Über die Grenzen -
Jacques Mourad und die Liebe in Syrien
20.10.2015    Asyl und Grundgesetz
10.10.2015    Welche Grenzen hat das Recht auf Asyl?
07.10.2015    Superintelligenz - Maschinenphantasmen
06.10.2015    Die trinitarische Bombe (INRI)
20.08.2015    Mensch 2.0
12.08.2015    Bewusstsein und Materie
20.07.2015    Big Data
Chancen und Gefahren des Datensammelns
18.06.2015    PLAN - EINE SEMIOTIK ZUR SCHNEESCHMELZE
20.05.2015    Harald Welzer über
totale Datensammler
15.04.2015    Freiheit denken ...
01.04.2015    Gruppe ZERO
18.03.2015    KYBERNETIK ! oder „ … der Apfel auf dem Tisch “ !
25.02.2015    Was es heißt, die Persönlichkeit zu kennen
18.02.2015    Können wir nicht anders?
09.02.2015    Bilderflut - starke Bilder
02.02.2015    Liebe oder Tod
08.01.2015    Lebendig oder tot?
Die Seele
07.12.2014    Alltägliche Überforderungen
Das Sisyphos-Christus-EGO
12.11.2014    Der Golem und das Judentum von Prag
17.10.2014    Joseph Beuys im Gespräch
17.10.2014    a propos Beuys
17.09.2014    Erinnerung - Aufmerksamkeit
08.08.2014    Natur-Abbild? Trugbild? Sinnbild?
01.08.2014    Die Lust, zu weit zu gehen ...
15.07.2014    Sokrates • Hippias
15.07.2014    Diotima • Sokrates
20.06.2014    Peter Brook macht seit 70 Jahren Theater
28.05.2014    Warum gerade diese?
27.05.2014    Schrumpfende Inhalte?
20.05.2014    Peter Weiss
a la Peter Brook
15.05.2014    Der leere Raum
20.04.2014    Five Truths
27.03.2014    Alltägliche Erfahrung und wissenschaftliche Erklärung
27.03.2014    Traditionelle und pragmatische Erkenntnistheorie
25.03.2014    Big Data
11.03.2014    Der Wunsch
24.02.2014    Harry Frankfurt „Die schwächste aller Leidenschaften“
24.02.2014    Sinn ... mit/gegen ... Wissen
24.02.2014    Schuld
24.02.2014    Wo die Moral herkommt
24.02.2014    Der Schwache
24.02.2014    Schaden und Schmerz
24.02.2014    Nietzsche gegen Marx
24.02.2014    Fesselung ... Selbstfesselung?
24.02.2014    Emmanuel Lévinas:
„Könnte es sein, dass die Moral uns zum Narren hält?“
24.02.2014    Emmanuel Lévinas:
„Der Krieg macht die Moral lächerlich.“
24.02.2014    Judith Butlers
Adornopreis-Rede
24.02.2014    Daten Sammelwut
24.02.2014    Urteil und Sein
24.02.2014    Das älteste System Programm des deutschen Idealismus
24.02.2014    116. Athenäums-Fragment
20.01.2014    Musik - zum Genießen
15.01.2014    Herrschaft und Knechtschaft
01.01.2014    Ueber Anmuth und Würde.
01.01.2014    Über das Marionetten Theater
01.01.2014    Der Mathematiker
01.01.2014    Wandel und Fortschritt in der Mathematik


Termine

Shoshana Zuboffs Kapitalismuskritik - Gewissheit und Unfreiheit ...

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Brennstoffzelle im Auto: Besser als Lithiumakkus?

Wir sind bei unserer Urteilsbildung, wenn sie aufs Ganze geht und gleichzeitig gehaltvoll bleiben muss, auf Teilhabe an verlässlich aufbereitetem empirisc ...

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Ist die Sonne schuld am Klimawandel?

In der Streitfrage, ob es sich beim Klimawandel nicht vielleicht auch einfach nur um einen Effekt sich verstärkender Inten ...

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Theater

Was für ein herrliches Theater!

Friedrich Schiller, (2017) Die Räuber - Residenztheater München - Regie: Ulrich Rasche (2017) Peter Handke, (1966) Publikumsbeschimpfung - Uraufführung im Frankfurter Theater am Turm, Regie: Claus Peymann Thomas Bernhard, (1984) Der Schein trügt - Uraufführung im Schauspielhaus Bochum, Regie: Claus ...

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Samuel Beckett: Endspiel

Personen

Nagg

Nell

Hamm

Clov

Innenraum ohne Möbel.

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Herman Melville - Bartleby

Ich bin, ich muß es gestehn, nicht mehr der Jüngste. Die Art meiner Berufsgeschäfte hat mich seit nunmehr dreißig Jahren in ungewöhnlich enge Berührung mit einer in mancher Hinsicht merkwürdigen, man kann wohl sagen sonderbaren Sorte von Menschen gebracht, über die meines Wissens noch nie etwas geschrieben worden ist – ich meine die Anwaltsschreiber, die Kopisten in den Kanzleien der Advokaten. Ich habe ihrer eine ganze Menge gekannt, beruflich sowohl wie privat, und könnte, wenn ich wollte, allerlei Historien zum besten geben, zur Erheiteru ...

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Auszug aus Schellings Freiheitsschrift

Die Sehnsucht des ewige Einen,
sich selbst zu gebären.

Die Schlüsselstelle aus Friedrich Wilhelm Schellings

Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit, 1809

„(…) Da nichts vor oder außer Gott ist, so muß er den Grund seiner Existenz in sich selbst haben. Das sagen alle Philosophen; aber sie reden von diesem Grund als einem bloßen Begriff, ohne ihn zu etwas Reellem und Wirklichem zu machen. Dieser Grund seiner Existenz, den Gott in sich hat, ist nicht Gott absolut ...

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Fausts Tod (mit Bruno Ganz) Die Sorge als Glückskiller und die große Priese Wahn im Glück

Goethe vom schönsten Augenblick

Faust

Die Sterne bergen Blick und Schein, Das Feuer sinkt und lodert klein; Ein Schauerwindchen fächelt's an, Bringt Rauch und Dunst zu mir heran. Geboten schnell, zu schnell getan! – Was schwebet schattenhaft heran ...

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Walter Benjamin - Die Aufgabe des Übersetzers

Nirgends erweist sich einem Kunstwerk oder einer Kunstform gegenüber die Rücksicht auf den Aufnehmenden für deren Erkenntnis fruchtbar. Nicht genug, daß jede Beziehung auf ein bestimmtes Publikum oder dessen Repräsentanten vom Wege ab ...

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(wie entsteht Macht?) Ein Urdemokrat vor 1550

Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen

Feigheit

»Mehrern Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm gar sehr, Nur ein einziger sei Herrscher, einer König und nicht mehr«, so sagt Ulysses bei Homer vor versammeltem Volke. Hätte er nur gesagt: »Mehreren Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm gar sehr«, so wäre das eine überaus treffliche Rede gewesen; aber anstatt daß er, wenn er mit Vernunft reden wollte, gesagt hätte, die Herrschaft von mehreren könnte nichts taugen, weil schon die G ...

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Ästhetik: Chor und Scherbengericht ...

Aischylos - Orestie

In Erinnerung an die Inszenierung von Peter S ...

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So absolut wie möglich - ein Neubeginn der Kunst nach 1945

Gruppe ZERO

„Das ruhige Leben ist verschwunden. Der Begriff der Geschwindigkeit ist konstant im Leben des Menschen. [...] Der Mensch wird immer gefühlloser erstarrten Bildern gegenüber, die keinen Sinn für Vitalität verraten. Die unbeweglichen Bilder von früher befriedigen nicht mehr die Wünsche des neuen Menschen, der geformt wird vom Aktionsdrang und vom Zusammenleben mit der Mechanik, was eine beständige Dynamik erfordert. Die Ästhetik organischer Bewegung ersetzt die ästhetische Kraftlosigkeit ersta ...

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Dialog über das Schöne

Sokrates • Hippias

Sokrates:Hippias, du herrlicher und weiser, wie seit gar langer Zeit kommst du uns endlich einmal wieder nach Athen! Hippias: Ich hatte eben nicht Muße, Sokrates. Denn wenn Elis irgend etwas auszurichten ha ...

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Dialog beim Gastmahl über Eros und das Schöne

Diotima • Sokrates

(...) Und so will ich dich denn jetzo lassen und eine Rede über den Eros welche ich einst von einer Mantineerin Namens Diotima gehört habe, welche hierin und auch sonst sehr weise war, auch den Athenern einst bei einem Opfer vor der Pest zehnjährigen Aufschub der Krankheit bewirkte, welche auch mich in Liebessachen unterrichtet hat, die Rede also welche diese gesprochen hat will ich versuchen euch zu wiederholen, von dem ausgehend worüber ich mit Agathon übereingekommen bin, sonst aber ganz für mich al ...

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Big Data

So selbstevident, wie es der Begriff vom Menschen als Vernunftwesen für Kant einmal war, erscheint die neue und offenbar unhintergehbare Notwendigkeit, Volume, Velocity und Variety riesiger Datenmengen ...

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Die primäre Tätigkeit des Unbewußten

Der Wunsch

Freud zur primären Tätigkeit des Unbewußten: »Wir zweifeln nicht daran, daß auch dieser Apparat& ...

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Sinn ... mit/gegen ... Wissen

Was war uns nach unserem Brainstorming zum Phänomen Glauben, so unvollständig und im einzelnen zufällig es auch sein mochte, aufgefallen? Glauben ist offenbar eine ausgezeichnete Form des mentalen Bezugs jedes Menschen auf Mannigfaltiges. Das ist u.a. aus folgendem Grund für einen Philosophen bemerkenswert: Die Philosophie hat sich die meiste Zeit über weit interessierter mit der menschlichen F&au ...

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Daten Sammelwut

Was wissen wir über einen einzelnen Menschen, wenn wir alle Datensätze, die heute über ihn gesammelt werden, zusammentragen: < ...

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Hölderlins Krypto-Romatik

Urteil und Sein

Urteil

ist im höchsten und strengsten Sinne die ursprüngliche Trennung des in der intellektualen Anschauung innigst vereinigten Objekts und Subjekts, diejenige Trennung, wodurch erst Objekt und Subjekt möglich wird, die Ur=Teilung. Im Begriffe der Teilung liegt schon der Begriff der ge ...

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Der romatische Urknall

Das älteste System Programm des deutschen Idealismus

– eine Ethik. Da die ganze Metaphysik künftig in die Moral fällt – wovon Kant mit seinen beiden praktischen Postulaten nur ein Beispiel gege ...

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Universalpoesie

116. Athenäums-Fragment

Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie. Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennte Gattungen der Poesie wieder zu vereinigen, und die Poesie mit der Philosophie und Rhetorik in Berührung zu setzen. Sie will, und soll auch Poesie und Prosa, Genialität ...

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über Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins

Herrschaft und Knechtschaft

Das Selbstbewußtsein ist an und für sich, indem und dadurch, daß es für ein Anderes an und für sich ist; d.h. es ist nur als ein Anerkanntes. Der Begriff dieser seiner Einheit in seiner Verdopplung, der sich im Selbstbewußtsein realisierenden Unendlichkeit, ist eine vielseitige und vieldeutige Verschränkung, so daß die Momente derselben teils genau auseinandergehalten, teils in dieser Unterscheidung zugleich auch als nicht unterschieden oder immer in ihrer entgegengesetzten Bedeutung genommen und erkannt werden m ...

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Friedrich Schiller

Ueber Anmuth und Würde.

Anmuth

Die griechische Fabel legt der Göttin der Schönheit einen Gürtel bei, der die Kraft besitzt, Dem, der ihn trägt, Anmuth zu verleihen und Liebe zu erwerben. Eben diese Gottheit wird von den Huldgöttinnen oder den Grazien begleitet. Die Griechen unterschied ...

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Heinrich von Kleist

Über das Marionetten Theater

Als ich den Winter 1801 in M... zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen Garten, den Herrn C. an, der seit kurzem, in dieser Stadt, als erster Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko außerordentliches Glück machte. Ich sagte ihm, daß ich erstaunt gewesen wäre, ihn schon mehrere Male in einem Marione ...

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John von Neumann über den empirischen Charakter der Mathematik

Der Mathematiker

Die Erörterung des Wesens intellektueller Arbeit ist in jedem Gebiet eine schwierige Aufgabe, selbst in solchen Bereichen, die nicht so weit vom Hauptfeld der gewöhnlichen intellektuellen Tätigkeit des Menschen entfernt sind, wie es die Mathematik immer noch ist. Es ist per se schwierig, das Wesen irgendeiner geistigen Leistung zu erörtern - auf jeden Fall schwieriger als diese besondere intellektuelle Leistung bloß zu vollbringen. Es is ...

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Michael F. Atiyah 1969 zum Thema:

Wandel und Fortschritt in der Mathematik

Der Mathematiker veröffentlicht die Ergebnisse seiner Forschungen in Fachzeitschriften. In diesen wissenschaftlichen Arbeiten werden Theoreme bewiesen, die vorher nicht bekannt waren. Für einen Laien scheint die mathematische Literatur erstaunlich umfangreich zu sein, glaubt er manchmal doch sogar, es gäbe in der Mathematik überhaupt nichts Neues mehr zu erforschen. In den Mathematical Reviews, die in den USA erscheinen, wer ...

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Wie intelligent ist 'Künstliche Intelligenz'?

Die Trennung von Intelligenz und Bewusstsein

Das Wort Intelligenz kommt vom lateinischen intellegere, was die konkrete Handlung des Aussortierens von etwas aus einer Vielfalt bezeichnete. Davon wurde in der Folge abstrahiert. Intelligenz meinte dann ganz allgemein die ...

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Convergence – or not, Das englische Modell, Splendid Isolation, Party unter Palmen, Die Kleinen und die Großen (nicht lektorierter Rohentwurf)

Das irische Modell

Betrachten wir den Weg Irlands vom Armenhaus Europas zur „zweit-erfolgreichsten“ Volkswirtschaft in der EU und von dort in eine veritable Staatskrise und wieder zurück an die Finanzmärkte und zum Wirtschaftswachstum, dann fällt zunächst einmal das rasante Tempo auf. Über all da, wo man solche temporeichen Richtungswechsel erkennen kann, liegt die Vermutung nahe, dass die Milliarden von Transaktionen von irgend woher „gesteuert“ werden. Dies kann man in China deutlich erkennen, in Eur ...

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Von der Liturgie zum Hip-Hop, Strukturell dominant, Aggressiv – dominant       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Transformationen der Marktwirtschaft

Die Marktwirtschaft wird transformiert. Und mit dieser Transformation geraten auch die in Deutschland und Europa anhängigen sozialen Komponenten der Marktwirtschaft unter Druck. Das reicht sogar ganz tief hinein in unsere verfassten Daseinsbedingungen, also den Grundrechten, sowie in die politischen Prozesse, deren demokratische Formen sich zunehmend aushöhlen.

Die wirtschaftlichen Grundlagen der Marktwirtschaft, die historischen Formen des Priva ...

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Magie des Geldes, Die Asymmetrie der Waren, Wild Oeconomy       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Marktwirtschaft - vollkommen unvollkommen

Der Begriff Markt1 ist eine Chimäre. Er gaukelt uns etwas vor und je aus welchem Blickwinkel etwas anderes. Eine Vorstellung von einem bunten Treiben von Handwerkern und Produzenten, die ihre Waren zum Kauf präsentieren und Interessenten, die sich einen Überblick über das Angebot verschaffen, Preise und Qualität vergleichen, sowie Kunden, die die Waren schlussendlich dort einkaufen und damit ihre Bedürfnisse befri ...

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Der immaterielle Wert des Eigentums, Eigentum und Marktwirtschaft, Eigentum und Volkswirtschaft       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Der Zins

Gesellschaften oder Staatsformen, die kein Privateigentum kennen, kennen auch keinen Zins. Es gibt heute davon nur noch wenige. Wir haben uns die Gleichung: Mehr Güter gleich mehr Wohlstand etwas genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass Wohlstand nicht ganz aufgeht in der rechnerischen Verteilung des BIP auf die Köpfe einer Volkswirtschaft. Wir haben uns die These angesehen, die behauptet, Wohlstand ist eine Gleichung, bei der der Referenzzins eine gewichtige Rolle spielt, insofern seine Auf- und Abwertung ma&sz ...

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Arbeit und Verantwortung       (nicht lektorierter Rohentwurf)

An die Arbeit!

Es geht nicht um die bessere Berechnung der Zukunft, sondern um die Erweiterung der Vorstellungskraft.

In den siebziger Jahren wohnten zwei ältere Damen in der Wohnung über mir, sozialer Wohnungsbau, ein Zimmer, kleine Küche mit Sitzbadewanne, Diele mit Kleiderschrank, Bad mit abwaschbarer Ölfarbe gestrichen, die große Ölfarb-Nasen über der ganzen Fläche verteilt, Gasheizung, kleiner Balkon, also schon recht ordentlich ausgestattet und zum Preis von 80 ...

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Der Deal: Freiheit aufgeben für Glück

Das Streben nach Glück – Freiheit, die sich selbst auflöst

Die zentralen Versprechen der Plattform-Ökonomie lauten Komfort und Effizienz. Das ist nichts anderes als die aktuelle Version dess ...

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Life, liberty and the pursuit of happiness

Angegriffene Prinzipien der Menschlichkeit

Keine Frage! Seit der ersten industriellen Revolution hat sich die Welt in kür ...

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can't beat the fealing

Freiheit – die Rahmenerzählung schlechthin

An der Philosophie interessieren ihre großen Problemtitel, ihre Begriffe des Guten, des Schönen und des Wahren. Sie wurden früh formuliert. Jede Generation m ...

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Wer ist 'wir'? - Was heißt 'Öffentlichkeit'

Unter Öffentlichkeit, so meine Vermutung, werden sich die meisten Städter einen Lebensbereich vorstellen, in dem sie ohne besondere Grenzen für jedermann sichtbar werden und Menschen, die ihnen sonst fremd sind, bei einem Teil ihres Alltagslebens beobachten können ...

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Die Schweiz entscheidet sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen - Vom Sinn des Wirtschaftens

Grundeinkommen - Abgelehnt!

Eigentlich schwer zu verstehen ...

Oktober 2013: Die Volksinitiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ überreicht der Schweizer Regierung eine Liste mit mehr als 130.000 Unterschriften für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Das Quorum für einen Volksentscheid ist damit erreicht. Die Politiker befassen sich mit dem Text der I ...

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Eine Lesearbeit, ein Kommentar

Heidegger lesen • Vom Wesen der Wahrheit

Heideggers Vortrag Vom Wesen der Wahrheit von 1930 ist in 9 Teile unterteilt. Ich möchte die Teile der Reihe nach, Seite für Seite durchgehen und kommentierend befragen. Der so entwickelte Wahrheitsbegriff soll danach am Afri Cola Spot von Charles Wilp erprobt werden, der mit eben den Entitäten arbeitet, mit denen Heidegger das Wesen der Wahrheit entwickelt, mit Stimmungen und Verhalten ... mehr


Philosophische Grundlagen

Was uns bewegt...

Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die F&uu ...

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...sondern nur politische Macht

Individuelle Macht gibt es nicht!

Nicht immer macht es Sinn, das Ergebnis eines Gedanken oder die Antwort auf eine zentrale Frage wie die: Was ist Macht? so sie schon vorliegt, auch gleich niederzuschreiben. Nicht, wenn die Absicht wie in diesem Kapitel ist, dass jeder, der es liest und sich wirklich mit der Frage beschäftigen will, dies auch auf seine Art und Weise tun kann. Denn bei der Frage um die Macht geht es in unserer Zeit so sehr auch um die eigenen Überzeugungen, die, wenn sie ...

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Exzerpt zur Diskussion von Shoshana Zuboffs Buch „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“

Überwachungskapitalismus

Zuboff nennt den Gegenstand ihres Buches „Überwachungskapitalismus“ (oder wie es im englischen Origial heißt: „Surveillance Capitalism“.)

Sie hält das unter diesem Begriff versammelte Geschehen für „beispiellos“ und legt äußersten Wert darauf, dass wir dieses Geschehen nicht mit irgendetwas schon Bekannten, Dagewesenen verwechseln. Wir würden es, wie sie meint, sonst entschieden unterschätzen.< ...

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Monetarismus im Notenbanksystem, Amerika First! Der Welt größter Kapitalimporteur, Amerika - my last, my everything! (nicht lektorierter Rohentwurf)

Das US-amerikanische Modell

Der Monetarismus hat die Vorstellung eines grundsätzlich stabilen Wirtschaftsprozesses zu seiner theoretischen Voraussetzung. Das ist zugleich auch seine grundsätzliche Schwäche. Die Komplementäre dieser theoretischen Sichtweise sind der nachfrageorientierte Keynesianismus und die von dem US-Ökonom Milton Friedman entwickelte Gegenposition einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik. Beide Positionen gleichwohl sie zueinander im Gegensatz zu stehen scheinen, sind lediglich ...

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Im Auge des Polyphem, die Eifersucht des Polyphem, embedded Risks, Erdrückt von der eigenen Größe (nicht lektorierter Rohentwurf)

Embedded Risks

Wie Polyphem vor der Küste des Ätna liegt die amerikanische Wirtschaft im tiefen Schlaf, berauscht von einem Giftmix aus Dollar und Derivaten Handel. Betrunken wie der kolossale Riese der Antike sieht die amerikanische politische Ökonomie nicht die fatalen Folgen der Globalisierung und damit der Transformation der Marktwirtschaft zu transnationalen Wertschöpfungsclustern. Und wie der Riesen-Insulaner der Antike seine Schafe und Ziegen auf seiner Insel so hütet die US-Politik ihren Doll ...

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Angebot und Nachfrage amerikanisch, Krisenstruktur der Verkäufermärkte, Globales Krisen Round-Up, Fliehkräfte des amerikanischen Modells (nicht lektorierter Rohentwurf)

Farewell Wellfare

Was einmal als ein System der Vermögensverwaltung begann, wird mehr und mehr zum Zankapfel zweier, zunehmend unvereinbarer politischer Positionen in den USA. Und dabei steht mehr auf dem Spiel als die Frage: liberal oder konservativ? Im amerikanischen Modell spielte und spielt bis heute das Wealth Management eine dominante Rolle bei der Sicherung des gesellschaftlichen Wohlstands wie der gesellschaftlichen Wohlfahrt ...

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Die Welt als ein Verkäufermarkt, Arbeitsproduktivität - des Teufels Küche, Never Ending Story (nicht lektorierter Rohentwurf)

Eine Geschichte der Krisen

Gott hat die Kohle erschaffen, damit wir sie verwenden.

Kentucky war einst Boom Land. Hier im Harlan County, im Dorf Lynch, im gesamten Osten Kentuckys fuhren die Bergleute in die Stollen und holten die Kohle, viel Kohle, die hier in Massen lagerte für das energiehungrige Amerika ans Tageslicht. In einer Gegend, in der 80 Prozent der Einwohner weiße Evangelikale1 ...

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Ein Faktor auf Wanderschaft, Produktivität und Investition, Investitionen und Steuern, Steuern und Realinvestitionen (nicht lektorierter Rohentwurf)

Produktivität und Wohlstand

Was einst in des Teufels Küche als Substanz der zweiten Revolution der Wirtschaftsgeschichte buchstäblich zischte und brodelte, dieses ganze Gemisch aus Kohle, Erz und Stahl hatte eine gehörige, sinnliche Präsenz und drängte sich geradezu auf, sie in Beziehung zu setzen mit den Schaaren schuftender Menschen in den Stollen, Minen und an den Hochöfen. Was mit Hände Arbeit, hinzugezählt die unsichtbare Hand von A. Smith, in Evidenz produziert wurde, prangte wie ein Hochofen oder e ...

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Europa in der Krise, Alexis tanzt, Leben an den Ufern des Acheron (nicht lektorierter Rohentwurf)

Das europäische Modell

Europa ist in der Krise. So sagt man überall, hört man von allen Seiten. Deshalb gehört der Absatz über das europäische Modell auch genau an diese Stelle der Philosophie des menschlichen Daseins. Die europäische Krise bewegt seit dem Jahr 2010 Millionen von europäischen Bürgern und eine ungeschätzte Zahl außerhalb Europas weltweit. Wenn wir den Beginn der Krise ins Jahr 2010 legen und damit den Ausbruch der griechischen Staatsschuldenkrise datieren, ist das nicht ganz willk& ...

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Die Idee der aufgehenden Sonne, Politik und Ökonomie in Griechenland, Europäische Quadratur, Europäische Finanzintegration (nicht lektorierter Rohentwurf)

Austeritätspolitik und Wachstum

Es gibt eine recht krisenfeste Transformation von Schuldenschnitten in einer marktwirtschaftlichen Volkswirtschaft, die seit Jahrzehnten und wenig theoretisch betrachtet sich ausgebildet hat. Das ist der Umgang Japans mit seinen Staatsschulden. Das Land der aufgehenden Sonne beweist jeden Tag, dass es sich durchaus bequem an den Ufern des Acheron leben lässt, wenn man Schulden sich über einen langen Zeitraum jeden Tag für ein wenig in der wärmenden, aufgehenden Sonne verdunsten l&au ...

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Arbeiten für die anderen, Euphorische Rauschzustände, Großer Zapfenstreich für den Euro (nicht lektorierter Rohentwurf)

Europäisches Krisenlatein

Edis, die europäische Einlagensicherung, ist gewissermaßen ein Missbrauchsopfer populistischer Diskurse in Deutschland. Sie hat weder etwas zu tun mit den Bürgern Europas als gute oder schlechte Sparer, was gerne im Vergleich zwischen den Bürgern im Norden und denen im Süden Europas kolportiert wird, noch etwas mit der Verringerung oder gar Vermeidung von Währungskrisen in Europa. Zwischen dem Norden und dem Süden Europas kam es nach der Euro-Einführung zu einer makroökonomischen ...

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Ausweg oder Sackgasse (nicht lektorierter Rohentwurf)

Modern Monetary Theory

Die große Ouvertüre zum Abschied des Euros ist gespielt. Vor allem in den USA war man von Anfang an davon überzeugt, dass der Euro der Versuch ist, nur mit Trompeten Beethovens Neunte zu spielen. Aber eben aus diesem Land kommt die Aufforderung, neu über das weltweite Geldsystem nachzudenken. Modern Monetary Theory nennt sich das Ganze und ist ein Versuch, der traditionellen Logik der Wissenschaft der Volkswirtschaft zu entkommen. Ob dies gelingt, ob der Versuch im Ansatz nicht schon zum Scheitern verurteil ...

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und auf das chinesische Modell (nicht lektorierter Rohentwurf)

Europas Antwort auf die Modern Money Theory

Europa ist ein Kontinent der Disharmonie. Das war Europa schon immer, damit hat es Erfahrung. Europa hat die griechischen Götter und Adolf Hitler hervorgebracht. Shakespeare und Cervantes, die Tragödie, das Drama und die Komödie. Narren liefen singend durch einen von Pest, Cholera und Kriegen zerstörten Kontinent, der Wille zum Leben begegnet auf europäischem Boden seit Jahrtausenden dem unbedingten Willen zur Macht. Entdecker der Welt waren so kleine Gemeinschaften wie die Wikinger, Kelten und Etrusker ...

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In der Sackgasse der Politischen Ökonomie, sanfte Enteignung, erzwungener Zugang

Das Menetekel der Politischen Ökonomie

Schauen wir auf das Jahr 1997, das Jahr der sog. Asienkrise. Sie zeigte beispielhaft deutlich, dass Leistungsbilanzdefizite in den Schwellen- und Entwicklungsländern, die sich über einen längeren Zeitraum akkumuliert haben, stets zu heftigen Währungskrisen führten und die dann in der Folge mit den notwendigen Wechselkursanpassungen in anhaltende Finanzkrisen mit schweren Rezessionen und drastischen Arbeitsplatzverlusten mündeten. Das war fast wie ein ehernes Gesetz, dass Staaten, die ihre Kapitalimporte aus priva ...

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Modell Europa – eine Sackgasse? Wohlstand zum Nulltari, eine reine Geldangelgenheit (nicht lektorierter Rohentwurf)

Erzwungener Beistand

Die Notenbankpolitik der EZB hat unserer Ansicht nach die marktwirtschaftlichen Regeln der Kapitalmärkte außer Kraft gesetzt und klammen Staaten und unseriös haushaltenden Regierungen durch ihre Niedrigzinspolitik einen Zugang zu den Kapitalmärkten erzwungen. Natürlich kann man in diesen Fällen nicht die normale Vorstellung einer Zwangswirkung unterstellen, sie ist spezieller. In unseren Kontexten, wenn der Begriff Zwang auftaucht, dann haben wir staatliche Rechtsmittel zur Durchsetzung von Interessen im Auge. Diese Rechtsmittel b ...

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Der Geschichte Herr nun Knecht ich bin, Marktprozesse, Wertkrisen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Monetäres Theatrum Mundi

Wir konzentrieren uns auf den Übergang von der klassischen zur keynesianischen Theorie der Märkte und deren wissenschaftstheoretisch prinzipielle Folgen. In der klassischen Theorie galt das sog. Tauschparadigma, welches für die Marktwirtschaftler auf Adam Smith und für die Kommunisten auf Marx zurück geht. Beide eint, dass sie von einem Tauschhandel ausgehen, auf dessen Grundlage das Geld sich entwickelte, Geld also ein Tauschmitt ...

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Marktversagen und Wohlfahrtsanomalien, Gewinnmaximierung       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Allgemeine Marktanomalien - Besondere Marktanomalien

Das Gleichgewicht bei der Preisbildung ist das zentrale Element im Denkmodell der neoklassischen Werttheorie wie auch der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie. Letztere wurde in der Wirtschaftswissenschaft erdacht, um eine Volkswirtschaft als Ganzes abzubilden. Diese Abbildung beruht auf gesamtwirtschaftliche Gleichgewichtszustände, die der Analyse unterzogen werden. Gleichgewicht herrscht, wie wir wissen, in geräumten Märkten. Wenn also Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sind. Des weiteren wird ana ...

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Urteile ohne Wert, Immun gegen Empirie       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Ökonomie und Freiheit

Kein Zufall, dass die Frage nach der Freiheit in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem sich hier stellt, wo es um die Marktwirtschaft geht. Das hat Milton Friedman, der neben John Maynard Keynes als der einflussreichste Ökonom des zwanzigsten Jahrhunderts angesehen wird, richtig gesehen; die Marktwirtschaft ist mehr als ein Wirtschaftssystem. In ihr bestimmen sich nicht nur Tausch- und Gebrauchswerte und marktgängige Verkehrsformen der Menschen untereinander, sondern auch die Wirtschaftssubjekte selbst und zwar weit über ihre rein materiellen Beziehungen ...

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Der Konsument im Modell, epistemologische Fragwürdigkeiten       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Tragödie der Gemeinschaft und der Kultur

Wer in der realen Marktwirtschaft interessiert sich für Gleichgewichte? Wir haben gezeigt, dass es in einer Marktwirtschaft wie wir sie verstehen, um eine Praxis geht, die sich schnell an veränderte Rahmen- und Wettbewerbsbedingungen anzupassen versucht. Wenn Präferenzen sich ändern und dies geschieht in modernen Gesellschaften sehr schnell, werden nicht nur Produktionsprozesse angepasst. Neuen Produktionsprozessen auf der Grundlage von transnationalen Wertschöpfungsketten folgen veränderte logistische Prozesse, neue Formen der In ...

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Wissen: Gemeingut oder Privateigentum? Wissen – Vom Privateigentum zum Monopol, Markt vs. Allmende       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Kultur gegen Markt

beschäftigen uns, zur Zeit noch rein theoretisch die Voraussetzungen klärend, mit der Frage, ob es denkbar ist, wie die Ökonomik gerne bestätigt wissen würde, dass die Reproduktions- und Entwicklungsprozesse einer Gesellschaft durchgängig als Marktwirtschaft funktionieren können? Oder, ob eine Gesellschaft ab einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Geschichte alle Formen der gesellschaftlichen Praxis, alle Beziehungen, die sie innerhalb und außerhalb ihrer nationalen Grenzen unterhält in solche Beziehungen zwischen Ma ...

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Strukturwandel der Marktwirtschaft? Feudale Reminiszenzen, Kunstmarkt: Erneuerung ausgeschlossen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Aufstand des Marktes

Der Kunstmarkt ist also im eigentlichen Sinne und Selbstverständnis der Marktwirtschaft kein Markt. Und trotzdem funktioniert er wie ein Markt, wie ein Quasi-Markt. Natürlich muss an dieser Stelle die Frage gestellt werden, ob die Unterschiede zwischen dem Kunstmarkt und den ’normalen‘ Märkten auf etwas hindeuten, was vielleicht einen Strukturwandel innerhalb der Marktwirtschaft bedeuten kann, oder ob diese Unterschiede gewissermaßen die ganze Bandbreite der Marktwirtschaft ausmessen?

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Produktivkraft – Theoretische Ansätze, neue Wachstumstheorien, die Erfindung des Geldes       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Produktivkräfte und Technischer Fortschritt

Die Technik, die man gemeinhin mit technischen Fortschritt in Verbindung bringt, ist allein deshalb schon mehr als sie ist. Nicht alles an Technik wird mit technischem Fortschritt assoziiert, aber wenn, dann trägt dieser technische Gegenstand schon eine Bedeutung, die weit über ihn als Gegenstand hinausweist; ein Computer ist dann eben nicht einfach mehr ein Computer, ein Auto kein Auto und ein Haus kein Haus mehr. Es scheiden sich also irgendwo die Geister bzw. ein technischer Gegenstand bleibt ein seelenloses Ding, ...

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Privateigentum vs. Willkür, eingeschränkt handlungsfähig, aus der Bank in die Maschinenhalle       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Neue Quellen der Staatsausgaben

Dort, wo mit einmal eine Geldwirtschaft blüht, sind die Egoismen der Macht nicht weit. England war im 17. Jhd. eine rasant aufstrebende Kolonialmacht und nur zu gerne bereit, das Erbe der Fugger und der Bankiers der ersten Stunden fortzuführen. Als oberster Repräsentant des Staates England war König Karl (Charles) I. genau so glaubwürdig in Sachen Geld wie die früheren Bankiers, so meinten seine vermögenden Untertanen; aber da hatten sich die wirtschaftlich erfolgreichen Bürger und H ...

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Technik – normativ? Vom Vorrang der Technischen Entwicklung       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Der Normenstreit

Innerhalb der Wissenschaft der Ökonomie hat Technik bislang einen residualen Status. Sie steht lediglich unter einem Nutzenkalkül, innerhalb einer Zweck-Mittel-Relation als wichtiger, sogar wesentlicher Teil des ökonomischen Denkens, aber eben lediglich als ein Teil. Technik wird daher in der Ökonomik lediglich betrachtet als eine Investition, die sich auszahlt oder nicht. Nicht jeder technischen Neuerung wird sogleich aus dem Grund, dass sie eine Erneuerung darstellt, mit investivem Verhalten begegnet. ...

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Eigentum und Wachstum, Schlaflied vom kontinuierlichen Wachstum, Wertpapiere       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Eigentum und Märkte

Wir bleiben also noch eine Weile immanent, beschreiben einen Prozess, der als ein Transfer von Privateigentum in Investivkapital und zurück in privatrechtliche Vermögenswerte verläuft. Diesen Prozess nennen wir selbst schon einen marktwirtschaftlichen Prozess in Abgrenzung zu einem „volkswirtschaftlichen“ Prozess, um zu verdeutlichen, dass Marktwirtschaft auf einer Eigentumswirtschaft beruht, eben diesen Prozess der Verwandlung und Rückverwandlung von Vermögenswerten in Eigenkapital un ...

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teaserzeile       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Geld

Geld arbeitet nicht. Diesen Blödsinn glauben zwar viele, aber es stimmt nicht; legen Sie mal etwas davon auf den Tisch, warten acht Stunden und schauen dann mal, was passiert ist. Nichts. Geld kommt aus dem Nichts, ist eine Schöpfung „ex nihilo“1 und wenn nichts damit gemacht wird, bleibt es Nichts im ökonomischen Sinne. Wir haben Geld hergeleitet aus zwei Fundamentaleigenschaften des Privatvermögens, seiner Belastbarkeit, was rechtlich mit der Vermögensverfügung unterlegt ist und seiner Verpfändbarkeit. Beide, Be ...

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Kapitalakkumulation, Zins als Einkommen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Asset Rich, Cash Poor!

Die Illusion vom ewigen Vermögenserhalt durch Sparen hat ihren Glanz und ihre Überzeugungskraft verloren. Die neoklassische Lehre von der Vermögensbewahrung und -mehrung durch Risikoberechnungen und Duration bzw. Zinsmanagement ist historisch widerlegt. Worauf es aber ankommt, ist, dass die neoklassische Lehre1 nicht in sich inkonstistent oder widersprüchlich wäre, im Gegenteil. Auf der Grundlage ihrer Annahmen argumentiert sie überzeugend konstistent. Nur ihre Annahmen stimmen eben ...

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Vom Geld zum Geld, das Geld ist weg       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Vom Geld

Vom Geld kommt nichts. Dass im Geld, gar im Bargeld eine autonome Kraft, eine Energie wohne, die in der Lage wäre, Geld zu vermehren, diese Vorstellung mag zwar erotisch, autoerotisch sein, funktioniert nur leider am besten in Jugendträumen und Seeräubergeschichten. Auch die auf einer einsamen Südseeinsel vergrabene Geldkiste ist zunächst einmal wenig Wert, wenn sie lediglich gefunden und im Garten hinter’m Haus wieder vergraben oder ins Kopfkissen eingenäht wurden. Geldhaltung oder Dagobert Duck& ...

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Umkehrung der Wertform – bilanziert       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Geld als Wertform

Geld ist also nun verschwunden. Aus unserem Berufsalltag, aus unseren geschäftlichen Aktivitäten, aus vielen privaten Bereichen. Das Eigentums-Contracting ist in den Hintergrund eines Interbanken-System-Contracting verbracht worden, auf dessen Oberfläche Geld lediglich Geld als Buchgeld oder money of account sichtbar ist. Diese Sichteinlagen repräsentieren vordergründig money proper, aber, wie wir eben sahen, in einem rechtlich nicht mehr eindeutigen Zustand, den man spätestens bei einer Bank-Insolvenz erlebt. Der Wandel von einem ...

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Umkehrung der Wertform – Beschränkte Haftung, Volkswirtschaftliches Funktionsversagen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Umkehrung der Wertform – General Liability

Der Blick vom Eigentum zum Geld hat sich gewandelt. Nun sieht man nur noch den Markt. Was darauf passiert, drückt sich in Geld aus, dessen individuelle Eigentumsform sich in eine allgemeine Wertform verwandelt hat. Dies gilt universell. In der Theorie wie der Praxis, in der Ökonomik wie der Geld- und der Finanzpolitik, weltweit. Ohne Geld kein Markt und ohne Markt kein Geld, lautet die neue Formel, die Denken und Handeln auf dem Feld der Wirtschaft zusammen ...

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Wandel der Wertschöpfung, Wachstum in Unordnung, Perpetuum immobile       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Reich durch Verlust

Besonders börsennotierte Großunternehmen schaffen es immer wieder, hohe Renditen auszuschütten, obwohl sie negative Gewinne bilanzieren. Schaut man auf die Passivseite der Bilanz, dann befinden sich dort die Summen aller von Kapitalgebern dem Unternehmen zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Diese imponierenden Vermögensgüter sind also keine von den Eigentümern einer Unternehmung zu dessen Finanzierung aufgebrachten oder als wirtschaftlicher Gewinn im Unternehmen belassenen Verm&ou ...

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Attac fractale, Fractale en march       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Good ones don’t come by the score

Der Ansatz einer fraktalen Geometrie der Märkte stellt die allseits verbreitete Hypothese der effizienten Märkte grundlegend in Frage. Und damit natürlich auch gleich jeden Ansatz eines Gleichgewichtes, der das Marktgeschehen, aus welchem Blickwinkel auch immer, sei es unter Angebot und Nachfrage oder unter rein montären Prozessen betrachtet. Momentum-Strategien ersetzen nun historische Trend- bzw. Kursverlaufsan ...

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Transgressionen des Eigentums, das Schweigen der Monetaristen, die Krise der Menge       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Märchenmärkte

Den Keynes-, Pigou- und Patinkin-Effekten ist eins gleich: sie erzählen uns Geschichten von Märkten, die wie Karousels kreisen um Geldmengen und Preise, um Zinsen und Investitionen, um Konsum und Sparguthaben. Hier im Märchenwald voller schöner, lockender Lebkuchenhäuschen, sitzt die Hexe Gundel Gaukely, stets bereit, Dagobert Duck den Glückszehner bzw. Glückstaler abzujagen, mit der Absicht, die Münze einzuschmelzen und aus ihr ein magisches Amulett herzustellen, um zur reichsten und m&aum ...

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Samt Gaul voll ins Hindernis, Menge Unsinn, Das Individualprinzip in der Ökonomie       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Der Inflationsritt aus der Krise

Es ist noch nicht lange her, da jubelte eine ganze Generation einer ordo-liberalen Politik hinter her. Nicht mehr so viele, aber immer noch einige deutlich sichtbar schwenken die Fähnchen der Deregulation auf allen Märkten und ohne es wirklich zu wissen, marschierten jene aus einem eigentlich ganz anderen, nämlich dem sozial-liberalen Lager, als sie die Losung schrien: lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit1 im Gleichschritt mit den Ordo-Liberalen ins Gebüsch, um sich dort schließlich ordentlich zu verirren. Viele vo ...

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Gott beim Würfeln zusehen, Markt- oder Systemversagen?       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Casino Royale

Um es gleich vorwegzunehmen, wir sind ganz und gar nicht der Meinung, dass der Ausdruck: Kasino-Kapitalismus zu allererst das Geschehen auf den internationalen Börsenparketts bezeichnet. Wie wir soeben dargelegt haben, ist die Politik stets Bedingung der Möglichkeit, dass Finanzpakete wie etwa die toxischen ABS – und dies gilt für alle anderen Finanzderivate auch – entstehen können und zweitens, dass Finanzderivate in einem hoch-beschleunigten und vernetzten Markt der Verbriefungen bzw. Zertifikate weltwe ...

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Durch die Finanzkrise auf dem Markt der Eitelkeiten       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Freunde für’s Leben

Der konzentrierte Blick auf optimierte Allokationsprozesse schien Freunde fürs Leben zu schaffen. Wirtschaft im Verein mit dem Staat versprachen die Lösungen fast aller volkswirtschaftlichen wie internationalen Schwachstellen im Marktgeschehen. Anstatt Systemrisiken und Systeminstabilitäten zu fokussieren, zeigten sich staatliche Institutionen flexibel genug, um mit Deregulierungsmaßnahmen auf Standortvorteile anderer Finanzmärkte bzw. Börsenplätze zu antworten ...

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Oma’s Küche, Arbeit im Saldo minus       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Pleite durch Arbeit

Die Staaten Europas haben zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen nur wenige Flugzeugträger und sind bei den Militärbasen selbst in ihrer Tradition als Kolonialmächte nicht mehr relevant. Sie müssen andere Mittel anwenden. In unserem Zusammenhang erinnern wir daran, dass die Wirtschaftsgeschichte der EU von der EWG an eine politische Entscheidung war, die hauptsächlich zur Friedenssicherung durch gemeinsame Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und Deutschland initiiert worden war ...

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In der Falle - Hoch effizient ... keine Wirkung - Pareto-Schwindel - Staat und Wirtschaft       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Aporien des Wettbewerbs

Kausalsätze haben ihre Tücken, zumal wenn die Eingangsbedingungen nicht klar sind; was sie in humanen Zusammenhängen meistens nicht sind. Kausalitäten sind oft flüchtig wie Rehe auf der Lichtung und wie dieselben auch schwer zu unterscheiden, besonders auf der Flucht. Und dann gibt es noch Wahrheit bzw. Aussagen, die wahr sind, aber nicht beweisbar1, was Wissenschaften wie die Volkswirtschaft, die gerne von beweisbaren, empirische ...

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Stabilisierungsfunktion, Wettbewerbs-Antagonien, Konzentration – Zentralisation       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Staatliches Krisenmanagement – Distribution

Auf den Feldern staatlichen Krisenmanagements kann der Begriff der staatlichen Distributionsfunktion leicht missverstanden werden, handelt es sich doch hierbei um Einkommensverteilungen und nicht um Güterdistribution. Dass überhaupt der Staat die Funktion von Einkommensverteilung ausüben muss, ist an sich schon ein Zeichen einer nicht optimal funktionierenden Wirtschaft, die im Sinne gesamtwirtschaftlicher Wohlfahrt offensichtlich nic ...

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Absolute und relative Konzentration, Konzentration und Konkurrenz, Krisen und Selbsterneuerungen, ... und Größen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Kapitalkonzentration – Monopolisierung

Marx geht, modern formuliert, von einer inhärenten Instabilität marktwirtschaftlicher Systeme aus. Folgt man seinen Bestimmung der Kapital- und der Arbeitsmarktprozesse, dann drängt sich die These auf, dass sich marktwirtschaftliche System von der freien, vollständigen Konkurrenz zu monopolkapitalistischen Systemen hin entwickeln und sich im Prozess dieser Entwicklung die Monopole mit dem Staat, mit den institutionellen Trägern staatlicher Macht mehr oder weniger eng verschmelzen. Dem ist in dieser Allgemeinheit aus historisch-empirischer Sicht nichts hinzu zu f&uu ...

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Globalisierung       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Japans Modell weltweit

Abenomics heißt das, was Japans Wirtschaft als Medizin aus der Krankheit, die als eine nationale Wirtschaftskrise diagnostiziert war, verordnet wurde. Sewit nunmehr über 25 Jahren bekämpft die Bank of Japan die Krise mit den stets gleichbleibenden Mitteln bzw. Instrumenten: expansive Geldpolitik, kreditfinanzierte Konjunkturprogrammen und Strukturreformen der Wirtschaft. Und seit dem Jahr 2013 stellen Experten eine deutliche Forcierung der Geldschwemm ...

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>Monopol – ... ein Straftatbestand, ... ein Paradigmenwechsel, Das Missverständnis vom Wettbewerb       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Konkurrenz - Auf Leben und Tod

Konkurrenz konnotiert also nicht zufällig mit Krieg und die Begriffsrethorik ist dementsprechend auch nicht zufällig ähnlich. Ohne auf die endlose Reihe der Ausdrücke aus der Schlachtenplanung- und -taktik eingehen zu wollen, geht es hier wie dort nur um Sieg oder Niederlage. Den Konkurrenten aus dem Wettbewerb schlagen ist die Kurzformel für das wichtigste Ordnungsprinzip des Konkurrenzdenkens jener Jahre, die vom Kalten Krieg politisch und von der Konzentration des Industriekapitals geprägt ...

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Wettbewerb – Entdeckung und Disruption, Die Mitte ist nicht mehr Maß       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Grenzen der Oekonomik

Im marktwirtschaftlichen Wettbewerb ist nichts in Stein gemeißelt. Hier gibt es keine lang anhaltenden Positionen oder Stellungen, die man halten oder verteidigen könnte. Elastischer Mitgang mit den Veränderungen auf den Märkten ist die einzige Fortbewegungsart. Dies gilt für das Kapital, auch für den Faktor Arbeit. Alles und jeder steht ständig unter dem Einfluss von Veränderungen ...

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Mangel vs. Sein       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Angst vor dem Wettbewerb

Die Angst vor dem Wettbewerb scheint sich ins Unermessliche zu steigern, betrachtet man die staatsdirigistischen Maßnahmen, die zur Zeit in den großen Volkswirtschaften um sich greifen und wie in einer Art Selbstansteckung die Märkte und die Institutuionen, die zum Schutz des freien Wettbewerbs gegründet wurden, infizieren. Renationalisierung der Wirtschaft, vor allem des Kapitals und Protektionismus sind an der Tagesordnung und antworten auf die inhärenten negativen Auswirkungen der sog. Globalisierung auf die nationalen Volkswirtschaften. Mit den Ve ...

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Moderne Feudalherren, Die unsichtbare Hand       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Der neue Handelsimperialismus

Imperialismus ist laut Duden das Streben von Großmächten nach einer (militärischen, politischen und wirtschaftlichen) Vormachtstellung, das mit rücksichtsloser, expansiver Politik durchgesetzt wird. Expansion muss keine territoriale Größe bezeichnen. Auch Ausdehnung politischer Macht etwa in exterritoriale Rechtsgebiete verträgt der Begriff als eine Bestimmung. Wenn wir also von einem neuen Handelsimperialismus sprechen, dann ...

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Des Kaiser’s neue Kleider – Zentralbankzinsen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Moderne Feudalrechte – Leitzinsen

Unabhängig von der Verteilungsfrage hat die EZB im Verlustfall ein Zugriffsrecht auf alle monetären Einkünfte. Diese Zugriffsrechte unterliegen keiner direkten, parlamentarischen bzw. demokratischen Kontrolle. Wir sprechen über den Leitzinsen als Vorläufer der seit 1999 gültigen Referenzzinssätze.

Der Leitzins war der Zinssatz, zu dem Banken bei der Zentr ...

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Liquiditätsprobleme im Interbankenhandel, Das rechte Kleid zum gegebenen Anlass       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Inflationszielstrategie - Das Patchwork aus Politik, Finanzwirtschaft und Realwirtschaft

Geht es darum, die Liquiditätsprobleme im Interbankenhandel und bei den Geschäftsbanken zu bekämpfen, dann greift man zur Fristigkeitsverlängerung bzw. Ausdehnung von Laufzeiten bei Liquiditätsoperationen. Das klingt technisch, ist aber nichts anderes als die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit wichtiger Finanzmärkte, die alleine nicht mehr marktfähig sind. Auch bei der Definition der zentralbankf ...

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Uneinheitliche Modelle – einheitliche Ziele, Uneinheitliche Ziele – einheitliche Modelle, Emergency Alert       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Persönlich – aggressiv – dominant

Sind die Strukturen im Management deutscher DAX-Konzerne noch geeignet, den Veränderungen der Wirtschaft zumindest zu entsprechen? Oder sogar sich an die Spitze von Veränderungsprozessen in ihren Branchen zu setzen? Wird den Aktionärsinteressen im Management entsprochen? Werden Arbeitsplätze, soweit das mikroökonomisch bedingt ist, gesichert und auf dieser Ebene auch ein Beitrag zur gesellschaftlichen Wohlfahrt geleistet?

Auf alle Fragen würden die An ...

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Panikattacken und Beruhigungspillen, Derivate der politischen Ökonomie       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Krise in Sicht

Schwarzer Freitag, Weltwirtschaftskrise, zwei Begriffe der Makroökonomie, bei deren Aussprache viele Menschen, auch solche aus den westlichen Industrieländern, heute noch Bauchschmerzen bekommen. So ist auch die bloße Vorstellung, dass die Volkswirtschaften des Westens erneut in eine Krise geraten könnten, ausreichend genug, um die Menschen auf die Straße und die Säure in deren Mägen und Hirne zu treiben; Angst essen Seele auf.

Wir kommen also nicht umhin, einen ...

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Politische und ökonomische Krise, Aufstand gegen den Erfolg Ende des Laissez-faire?       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Transformation versus Krise

Bevor wir in dem Gedanken der Transformation der Marktwirtschaft weiter gehen, soll eine kurze Besinnung auf den Zusammenhang zwischen Transformation und Krise helfen. Wenn wir von einer Krise der Marktwirtschaft sprechen, ist nicht nur der Begriff Krise generell zu klären, sondern, insofern wir behaupten, dass diese Krise, so sie stattfindet, menschengemacht ist, auch die Frage zu beantworten, wer maßgeblich die Krise zu verantworten hat. Wer löst eine Krise aus? ist die Frage, die sich stellt, wenn mehrere Personen beteiligt sind. Nun wissen wir, dass e ...

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Rückwärts zu nationaler Stärke? Politischer Schrittwechsel       (nicht lektorierter Rohentwurf)

In die post-industrielle Gesellschaft

Ein gutes hat diese Transformation der globalen Wertschöpfungsketten auf den ersten Blick, mit jeder Form der Deglobalisierung kämen wir einer ökologischen Produktion ein Stück näher. Aber diese Vorstellung ist naiv und gefährlich zugleich. Sie übersieht schreiende Evidenzen und leidet an der massiven Einschränkung des Gesichtsfeldes im Tunnelblick. Globalsierung hat z.B. in China wie in einer Vielzahl von Entwicklungs- und Schwellenländern dazu geführt, dass deren Arbeitskräfte, die als billige Lohnsu ...

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Mit Krisen auf Wanderschaft, Krisen im Umkehrschluss, Fragmentierung der Krisen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Krisenmarktwirtschaft

Die neue politische Ökonomie ist schwer in jedem Fall zu identifizieren. Ihr Kennzeichen deshalb ist Unkenntlichkeit. Unkenntlichkeit insofern, als man auf ihre Entscheidungen und Einflüsse auf die Wirtschaftsprozesse meist nur induktiv schließen kann; jedenfalls die von Bedeutung. So sind die Notenbankprogramme öffentlich der autonomen Entscheidungen ihrer Gremien zur Zins- und damit zur Inflationssteuerung zu verdanken. Aber jeder „weiß“, also ahnt mittlerweile, dass die Einflüsse der ...

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Homo oeconomicus, unter ungleichen Umständen, Reicher durch Schulden?       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Blasenschwäche

Homo ludens oeconomicus

Spielende Kinder kooperieren nicht. Der Begriff des homo ludens blieb deshalb dem Spiel vorbehalten, weil man davon ausging, dass Kinder im Spiel komplexes menschliches Verhalten wie z.B. Kooperation lernen, es also zunächst in der ganz frühen Entwicklung nicht beherrschen. Die entscheidende, spieltheoretische Frage dabei war auch schon bei Schiller, wie der Übergang vom kindlichen Spiel zum Verhalten von Erwachsenen funktioniert. Betrachtet man dieses Phänome ...

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Billionen-Blase       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Toxische Werte

Good times, bad times

Good times, bad times – so singt der versierte Optimist weiter: You know I had my share.1 Ja, solange der Aktienkurs die zyklischen Schwankungen der Konjunktur bzw. der volkwirtschaftlichen Gesamtsituation – d.i. die Summe der Wirtschaftleistungen, die sich in den prozentualen Veränderungen des BIP ausdrücken – wiederspiegelt. Aber dann sprechen wir nicht von Krisen. Bad times aber können Krisen sein, Phasen, in denen kaum jemand singen kann: I had my share. Ak ...

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Einfall der Hybris, der Weg der Hybris, Hybris des Social-Scoring       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Geld und Macht

Schauen wir auf die nächsten Jahre, so sehen wir wie in einem Brennglas die Beziehung zwischen Geld und Macht, die wir als eine Säule der politischen Ökonomie beschrieben haben. Und die bereits seit dem ausgehenden Mittelalter Zug um Zug dicker und stabiler geworden ist (vgl. Erbe der Fugger). Auf dieser Säule des Vertrauensverlustes1 stehen heute weite Teile der Bankenwirtschaft wie der Staatenfinanzierung mit erheblichen politischen Folgen eines Vertrauensverlustes in die demokatischen Verhältnis ...

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Schwankender Relativismus, Armutszeichen       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Armut des wissenschaftlichen Reichtums

Tutti fratelli

Brüderlichkeit bildet die moralische Grundlage der sozialen Marktwirtschaft. Aus ihr wird ein moralisches Prinzip abgeleitet, das Prinzip der Solidarität, das dann zum Tragen kommt, wenn eine einzelner Mensch oder Gruppen in materielle Not geraten, die mit der Wirtschaftsordnung, also mit der Marktwirtschaft selbst etwas zu tun hat. Etwa im Krankheitsfall oder durch andere, nicht selbst verschuldete Notfälle wie Armut, Arbeitslosigkeit in einem eingeschränkten Sinne usw ...

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Armut, wer bitte? Armut und Krise       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Krise und sozialer Fortschritt

Armut – ökonomisch

Die Wissenschaft hat uns bei der Bestimmung von Armut nicht sonderlich viel geholfen. Dass sie eine brauchbare Relation zwischen Armut und einer, auf die Volkswirtschaft konzentrierten Krise begründen kann, ist daher unwahrscheinlich. Natürlich hat Armut auch etwas zu tun mit der Art, wie eine Gesellschaft, eine Volkswirtschaft ihre Erwerbstätigen in Arbeit bringt und hält. Die Veränderungen sind allenthalben sichtbar. Eine Beurteilung, in wie weit diese Veränd ...

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Eine Sozialkompetenz steht infrage.

Lügen können

Mit Datenintegrität ist folgendes Problem gemeint: Man stelle sich einen Augenblick vor, die Fähigkeit, die Menschen nun einmal haben und ...

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Woran halten sich Propheten? - Und woran sollten sie sich besser halten?

Offene Systeme – Energie und Information

Ein Physiker, der es gewohnt ist, offene Systeme zu beschreiben, Systeme, die im Austausch mit irgendeiner Art von Umwelt stehen, könnte auf die Idee kommen, solche Technologielisten wie Kohle, Stahl, Transpor ...

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und gleich dagegen: Seid vernünftig! - Freiheit von Leiden als Stoische Autarkie

Platons optimistische Behauptung, dass man aus jedem Schicksal etwas machen kann

Platon erzählt im zehnten Buch der Politeia folgende mythologische Geschichte, wir würden heute sagen, folgendes Märchen: Es war einmal eine Zeit, da mussten alle Seelen, bevor sie als Menschen auf die Welt ...

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Freiheit und Spieltheorie – Das Spiel als ernste Sache

Freiheit als Selbst-Widerspruch des kleinen Gottes Mensch

Wie kann es sein, fragt Augustinus, dass Gott allwissend und zugleich der Mensch frei ist? Er fragt das ziemlich verklausuliert im 5. Buch seiner 22 Bücher über den Gottesstaat. „An voluntatibus hominum aliqu ...

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Der neue Blick des Staates auf seine Bürger

Sozialkredit - fernöstlich und doch so nah

China experimentiert gegenwärtig mit einem Sozialkreditsystem totaler Überwachung, das das Ra­ster der Gründe, die den Menschen Anlass geben, sich im System konform zu verhalten, stark verfeinert. Frage ist ...

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Wenn die Freiheit wettet

Freiheit und Zeugenschaft

Zurück zu Gott, der alles weiß. Diese Sicht ist offensichtlich ebenfalls auf Dauer angelegt. Wenn Gott weiß, dass die Menschen frei sind, dann sind s ...

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unverzichtbare Empathie

Handlungsfreiheit

Die Freiheit zu handeln, Entscheidungen praktisch werden zu lassen, ist stark von der modernen Verdichtung der Arbeitsteilung betroffen. Im gängigen Sprachgebrauch der Schulphilosophie besagt Handlungsfreihe ...

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Materialität und Praxis

Freiheit >von<

Wer von negativer Freiheit als von einem Freisein >von< etwas spricht, (frei zu sein von Hunger, frei zu sein von Gefangenschaft oder Verfolgung, frei zu sein von Schändung, frei ...

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Freiheitsbegriffe

Der Mensch als Eigenschaft der Freiheit

Wenn es jemanden gab, den es nicht interessierte, wovon sich jemand befreien will, der sich für frei erklärt, dann Heidegger. Genauso wenig interessierte sich Heidegger dafür, w ...

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Alltägliche Formen des (Mit-)Entscheidens

Demokratische Qualitätskriterien

Ist die Demokratie überhaupt etwas, das stabil oder nicht stabil sein kann oder bezieht sich die Frage nach Stabilität und Gefährdung nicht vielmehr auf den Staat oder die bestehende Sozialordnung? Die Demokratie ist eine Form, eine Staatsform, ein Set von Verfahren und öffentlichen Diskussionen, das historisch und lokal recht weit variiert. Aber welche? Lincoln formuliert: "government of the people, by the peop ...

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Legitimität und das tolerable Ungute

Legitimität

Und selbst wenn diese Form, die Demokratie, historisch gerade wie in der Schweiz bisweilen in einer besonders ausgeprägten Form als direkte Demokratie besteht, sagt das noch nichts über die Qualität der getroffenen Entscheidungen, die auf diese Weise zustande kommen. Art. 72, Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw ...

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Demokratische Kontrolle

Deutschlands Form der Demokratie ist nicht die direkte Demokratie, sondern die repräsentative Parteiendemokratie, die erst am Schluss einer langen Evolution steht. Politische Sachentscheidungen, politische Regelungen und Einzelentscheidungen werden – das ist niemandem neu – von gewählten politischen Vertretern und nicht gewählter Exekutive ...

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Generelles zu Symbolfunktionen

Demokratie und Parlamentarismus

Grob eingeteilt haben Parlamente vier Grundfunktionen: eine Repräsentationsfunktion, als das sollten sie nicht nur den Wählerwillen artikulier ...

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Rechtsfreie Räume? • Krise und Responsivität • >Die populistische Elementarrationalität

Meinung und Affekt

Demokraten optieren dafür, dass es die ungehinderte Bildung einer öffentlichen Meinung e ...

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Fazit

Frage ist, ob sich die Ausbreitung der Logik des Populismus als Denkweise wirklich durch 'besseres Zuhören' stoppen lässt, wie von fast allen Parteien in Deutschland empfohlen. Diese Zuversicht hat eine, wie ich finde, entscheidende Schwachstelle: Gesetzt, jemand neigt in einer Mangelsituation – z.B. Arbeitslosigkeit, Angst, sozial abzurutschen – dazu, sich als Opfer im Sinne der populistischen Proto-Logik zu sehen, dann ist nicht einzusehen, warum schon 'besseres Zuhören' ihn dazu bewegen sollte, auf die Vorteile der populistische ...

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Wer setzt die Ziele? • Num pacta sunt servanda? • ethische Integrität • Bruttoinlandsprodukt

Primat der Politik

Wer verantwortet die Verteilung der Güter? Heute ist ein Wirtschaftsunternehmen für die Versorgung seiner Mitarbeiter und ihre Arbeitsbedingungen nur dann und nur in soweit verantwortlich, als sein Geschäft in einem rechtlichen Rahmen stattfindet, der es dafür verantwortlich macht. Ist es Aufgabe eines Unternehmens, das wirtschaftlich tätig ist, Kapital anzuhäufen? Nein, und auch nach marktwirtschaftlichem Kriterien i ...

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Der Arbeitsbegriff

Zwei etablierte Begriffe verbinden heute ökonomische Ordnungsvorstellungen mit dem Versorgungsanspruch des Einzelnen: der Begriff der Arbeit und der Begriff der Menschenr ...

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Kein tendenzieller Fall der Profitrate

Dass menschliche Arbeit die einzige Quelle der Wertbildung ist, ist eine Vorstellung des 19. Jahrhunderts, die ihr Unwesen aber auch noch in der modernen Makroökonomie treibt.

Die ...

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Oder doch mehr Arbeit

Oder doch vielleicht mehr Arbeit?

„Die Ausgangshypothese zahlreicher Grundeinkommensbefürworter, dass Vollbeschäftigung ein Mythos sei und uns die Arbeit ausgehe, kann ökonomisch nicht überzeugen und ist widerlegt. Die „Kuchenvorstellung“ einer fest vorgegebenen Menge an möglicher Arbeit ist falsch, das zeigt nicht zuletzt die Entwicklung der Erwerbstä ...

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Warum weiter arbeiten? - Bedarf an kulturellen Antworten

Was kann in Zukunft die Menschen dazu veranlassen, über ihren persönlichen Bedarf hinaus zu arbeiten? Polemisch wird diese Frage stark verkürzt, wenn gefragt wird, was kann sie aus der „sozialen Hängematte“ treiben? Kandidaten dafür wären entweder

  • der ö ...

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Überprüfbarkeit von Algorithmen?

Überprüfbarkeit - Fehlerquellen - Transparenz:

Von der Entwicklung eines Algorithmus bis zu seiner Anwendung und den Handlungen, die auf seinen Ergebnissen basieren, sind oftmals eine große Menge verschiedener Subjekte beteiligt (s. Abb ...

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Antworten zur Anhörung zu Künstliche Intelligenz
des Ausschusses Digitale Agenda

AlgorithmWatch on 22. März 2017. Matthias Spielkamp vertrat AlgorithmWatch als Sachverständiger im Fachgespräch zu künstlicher Intelligenz und Robotik des Ausschusses Digitale Agenda. Hier unsere Antworten auf den Fragenkatalog der Fraktionen; sie stellen gleichzeitig unser 3. Arbeitspapier da ...

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Lorena Jaume-Palasi, Matthias Spielkamp:
Ethik und algorithmische Prozesse zur Entscheidungsfindung oder -vorbereitung

AlgorithmWatch Arbeitspapier Nr. 4, Berlin 2017

Ethik in der Digitalisierung

Von Algorithmen gesteuerte, automatisierte Entscheidungsprozesse (automated decisionmaking, ADM) nehmen schon heute breiten Raum in unserer Gesellschaft ein. Sie reichen von Fahrerassistenz-Systemen, die Autos bei Gefahr abbremsen, bis hin zu Software, die darüber entscheidet, ob jemandem ein Kredit gewährt wird. Auch staatliches Handeln wird immer öfter von ADM-Systemen unterstützt, sei es in der „vorausschauenden Polizeiarbeit“ (predictive ...

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Der überflüssige Mensch

Solidarisierungsdiskurs, Legitimationsdiskurs, Synthesisdiskurs, Kooperationsdiskurs

Ich habe Trojanows Traktat Der überflüssigen Mensch von 2013 zunächst als eine Anklageschrift gegen ein System der sozialen Ungleichheit gelesen, das nach wie vor jeden achten Menschen auf der Welt in extreme Armut zwingt, als eine Klageschrift. Aber das ist nicht der Kern.

Der Kern ist ein Begriff, der es seinen Lesern erlaubt, die unterschiedlichsten Inhalte miteinander zu amalgamieren, Überzählig ...

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Arbitrarität und Substanz

Etwas auf seine Struktur hin zu untersuchen ist an sich kein spezifisch modernes Vorhaben, sondern von Anfang an ein Hauptteil wissenschaftlichen Arbeitens. Die Alchemie tut das ebenso wie die Astronomie, und daher konnte ein Isaak Newton gleichzeitig Alchemist und Naturforscher sein, was heute vielfach nicht mehr verstanden wird. Spekulationsgegenstand und sozusagen Gedankenmagnet waren die Kräfte. Bei den Strukturen war man sich viel sicher ...

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Eine Bemerkung zum Anderen und zu Technikgrenzen im Dialog

Sozialontologie

Ontologie fragt nach dem Seienden als Seiendem (to on he on) (Aristoteles), nach dem Sein des Seienden (Heidegger). Was heißt es, daß etwas ist, daß es existiert? Ontologie fragt nach dem Nicht-Beliebigen solcher Setzung und als das nach den Grundstrukturen des Wirklichen und Möglichen. < ...

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Différance - Derridas Argument

Zur Lektüre steht Derridas Vortrag DIE DIFFÉRANCE vom 27. Januar 1968 vor der Société française de philosophie1.

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“Marktversagen“ und ökonomische Macht

Gesellschaftliche Tauschverhältnisse als Basis ökonomischer Theorien

1. Die Ungleichheit in gesellschaftlichen Tauschverhältnissen

Auf welche Weise gesellschaftliche Tauschverhältnisse in Theorien gegossen werden, entscheidet darüber, ob z.B. „Geld“ als zentrales Interaktionsmedium der Tauschpartner angesehen wird. „Geld“ ist nur dann das zentrale Interaktionsmedium, wenn unterschiedliche Machtpotentiale der beteiligten Tauschpartner in der Theoriebildung unberücksichtigt bleiben. Wenn Ware gegen Ware, Ware gegen Geld, Gebrauchswert gegen Gebrauchswert, Arbeitskraftangebot gegen Arbeitslohn, zahlungsfähige Nachfrage gegen quantitatives und qualitatives Warenan ...

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hegemonialen Formationen und Staat • Der zerfallen(d)e Staat • „Good Governance“

Der zerfallende Staat, hegemoniale Formationen und die„Global Governance“-Theorie

1. Das Verhältnis zwischen hegemonialen Formationen und Staat

1.1. Freiwilliger oder erzwungener Verzicht des Staates auf die Erhaltung des formlosen Gegenhalts in der Gesellschaft

In diesem Aufsatz wird behandelt, dass und warum der schwächelnde Staat sich nicht mehr in der Lage sieht, die an ihn gerichtete Minimalanforderung – die Erhaltung des formlosen Gegenhalts in der Gesellschaft – durch sein Eingreifen sicherzustellen. Er verzichtet freiwillig auf die Erhaltung des formlosen Gegenhalts und ordnet sich den Aktionen und Reaktionen der hegemonialen und diskursiven Formationen nicht mehr als gl ...

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Das Nichts kommt durch den Menschen in die Welt

Sartres Erfindung des Menschen

Ich möchte mit einer Beobachtung zur Aktualität Sartres beginnen, und zwar auf eine zugegebenermaßen etwas merkwürdige Art, indem ich nicht zuerst über Sartre spreche, sondern über eine berühmt gewordene Schlußformel Foucaults. Er schreibt am Ende von Die Ordnung der ...

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Jacques Derrida: Denken in und mit der Sprache

Die drei Autoren dieses Beitrags haben im Rahmen ihrer Forschungen zum Thema Sprache gemeinsam einen Text von Jacques Derrida gelesen, den sie im Folgenden versuchen zu kommentieren und zu „entschlüsseln“. Es handelt sich um Derridas Aufsatz „Babylonische Türme“, der selbst ein Kommentar zu Benjamins berühmten Text „Die Aufgabe des Übersetzers“ ist. Die folgenden Seiten si ...

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Subjekt, Substanz und das Nichts bei Hegel und in der Finanzindustrie

Hegel oder: The city never sleeps

Dieter Henrich hat überzeugend, vorgebracht:

»Die Substanz ist als Subjekt zu bestimmen.« Dieser Grundsatz Hegels formuliert sein philosophisches Programm vollständig und profiliert es gegen seine wichtigsten Alternativen.“1 ... mehr


Die Anfänge

Dem Nichts auf der Spur

Setzen wir uns also auf die Spur des Nichts. Hier zunächst in der philosophischen Tradition, dann im 2. Teil in der Moderne bei Kant, dann 3. bei Hegel, im 4. Teil bei Sartre. Zu Schluß bei Derrida.

Sich auf die Spur des Nichts zu begeben ist nicht ganz so leicht, denn ›ex nihilo nihil fit‹. Aus nichts folgt auch nichts. Parmenides soll das als erster gesagt haben und später Lukrez in De rerum natura ...

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»... obgleich an sich von nicht sonderlicher Erheblichkeit«

Vom verschwundenen Nichts bei Kant

Schöpfung und Täuschung sind die beiden zentralen philosophischen Themen, die den, der über sie nachdenkt, in Kontakt mit dem Nichts bringt. Vergegenwärtigen wir uns Kants Problem: ... mehr


Die scheiternde Homodizee - das Böse, Teil 1

Das Böse
Menschheitserfolg und Menschlichkeitsversagen

Reflexionen auf Ethik kommen am Begriff des Bösen nicht vorbei. Es ist der traditionelle Begriff, mit dem wir in unserer Kultur seit mehr als zwei Jahrtausenden auf das moralisch Verwerfliche zeigen, mittels dessen wir für jedermann das kenntlich machen, was es unter Menschen, die miteinander zusammenleben, nicht geben darf. Dem Begriff des Bösen kommt in dieser Funktion einer moralischen Qualität in unserer Kultur Exklusivität zu. Wir haben keinen anderen ...

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Was Ethik leisten soll • Kann man traumatische Erfahrung übersetzen? - das Böse, Teil 2

Vom Baum der Erkenntnis essen

Von den verbotenen Früchten des Baums der Erkenntnis zu essen, sollte einmal den Sünder befähigen, gut und böse sicher zu unterscheiden. Die alttestamentarische Geschichte ist nicht ohne Rätsel. Zwei Fragen liegen übereinander. Die obere verdeckt die darunterliegende. Die oben liegende lautet: Was ist eigentlich so schlimm daran, vom Baum der Erkenntnis zu essen, wenn anders man nicht weiß, was gut und was b&ou ...

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Vier Vorbegriffe - Recht, Sitte, Ethik und Religion - das Böse, Teil 3

Ist das Böse auf dem Rückzug?

„Im Jahr 2004 wurde noch einer von 13 000 Menschen ermordet, bis zum Jahr 2010 war es nur noch einer von 14 500. Bei Kriegen ist Ähnliches zu verzeichnen. Ohne Frage wird noch immer gekämpft (im Jahre 2012 starb jeder 400. Syrer im Bürgerkrieg), aber Kriege zwischen Staaten – die im Regelfalle größten und blutigsten Konflikte – finden fast nicht mehr statt. Es gibt sogar Anzeichen dafür, dass auch Bürgerkrie ...

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Urteilsperspektiven auf Handlungen - das Böse, Teil 4

Im Zoo der Bosheiten

Was bewertet die Zuschreibung böse eigentlich, Personen oder Handlungen oder einfach Geschehnisse?

Sortieren wir einige der traditionellen Bedeutungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Das malum metaphysicum meint traditionell die Vergänglichkeit des Menschen, das malum physicum oder naturale meint die naturgegebenen ...

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Soll man die Gründer verdammen? - das Böse, Teil 5

Vom malum, das nicht böse ist

Ob eine Bewertung ethisch gemeint ist, erkennt man in unserer Sprache offenbar daran, dass bestimmte Wertausdrücke wie gut und böse verwendet werden. Aber es reicht nicht, Billigung und Missbilligung auszudrücken. Billigend und missbilligend sind auch Adjektive, die mit ethischen Bewertungen nichts zu tun haben, sondern Unzulänglichkeiten, Mängel und Übel der unterschiedlichsten Art bezeichnen, zweckdienlich oder zweckwidrig, kompetent oder inkompetent, geschickt oder ungeschickt. Mi ...

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nichts, das sich nicht sagen ließe - das Böse, Teil 6

Gut und böse als Eigenschaften

Verlassen wir für einen Augenblick die Ebene der Geschichten, also die Ebene eines Sprechens, dass sein Thema an den langen Faden der Zeit hängt und lassen uns auf die Ebene ein, von der wir zunächst nicht sagen können, ob eine ontologische oder die der Semiotik ist.

Viele philosophische Richtungen bestreiten, dass gut zu sein im ...

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das Nichts, das sich nicht sagen läßt - das Böse, Teil 7

Entwendete Differenzen

Wie kommen wir von der Semiotik zurück zur Zeit der Geschichten und Historien? Der differenzierte Ausdruck des Signifikats, die Lücke, die stets geschlossen wird, ist nur die eine, mehr oder weniger geschichtslose Seite der Medaille. Denn wie man weiß sind bereits einfachste Sachverhalte unausdrückbar, wenn auch aus einem völlig anderen Grund als dem, dass die Sprache unter zu viel Differenz kollabierten würde, sondern aufgrund der Tatsache, dass die Antwort vom Anderen erwartet wird. Wie ...

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das Böse, Teil 8

alles ist gut - Platons Entdeckung: die Idee

Oben haben wir uns vergewissert, dass sich das Netz möglicher sprachlicher Differenzen beliebig dicht machen läßt, allemal dicht genug, um über all das an Leid, Übel und Unheil erschöpfend zu reden, dem wir uns als Menschen zu stellen haben. Außerhalb dieses Netzes ist der Begriff des Bösen einfach nur unscharf.

Im Anschluß haben wir uns bei der Lektüre der Stor ...

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das Böse, Teil 9

Antigone – nichts geht mehr

Es wäre reizvoll, das Antigone-Drama als eine unübertroffene Verdichtung von Leid und Unheil in der antiken Literatur einmal ebenso aufzuschlüsseln wie Poes Detektivgeschichte. Man trifft dort in der Tat auf ein ganz anderes Format intersubjektiver Kultur, ein Format, in das die gleichen Tugenden, die Platon fordert, bereits implementiert sind, ohne jedoch auch nur im Geringsten zu einem glückseligen Leben beizutragen, was sich Platon von den Tugenden vers ...

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Michael Seibel

Über Verantwortung

Wir sprechen von Verantwortung. Wir meinen damit, dass sich jedermann für seine Tat einem richterlichen Urteil zu stellen hat. Verantwortlich sein heißt, sich vor einer richterlichen Instanz rechtfertigen müssen. Was für ein Gericht das ist, wollen wir zunächst genauso offenlassen wie die Frage, um was für Taten es ...

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Erkenntnistheorie und der Antagonismus der Zeit

Zufall und Notwendigkeit

Das Begriffspaar Zufall und Notwendigkeit markiert ein fundamentales, erkenntnistheoretisches Dilemma in der Philosophie, angefangen mit den verschiedenen Lesarten von Platons Timaios und gewiss auch innerhalb der platonischen Ontologie selbst. Sei’s drum, ob der Timaios der mittleren oder späten Schaffensphase Platons zugeordnet werden darf, das Problem war irgendwann unvermeidbar, ist es dem Denken seither doch immanent.

Der Streit unter Philosophie ...

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Aus dem Grund heraus philosophieren

Mit dem Nichts auf Wanderschaft

Blicken wir vom letzten Kapitel aus zurück zu Platon, dann fällt uns die gedankliche Nähe zwischen Platon und Kant bei der Frage nach der Entwicklung, aber auch nach der Verwandtschaft der philosophischen Auffassungen bezüglich der Grundlegung des menschlichen Denkens nicht schwer. Wir haben dabei nicht so sehr auf die zahllosen Details fokussiert, sondern sind einem Gedankenzug gefolgt, der uns zu einer der schwierigsten Fragestellungen der Erkenntnistheorie führte, den synthetischen Erkenntnissen a ...

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John Locke und die Staatsmacht

Macht medium rare

Zweifellos war Macht in England, Frankreich und Deutschland damals ganz unterschiedlich organisiert, unterschiedlicher wie es kaum unterschiedlicher geht. Dort eine Demokratie, hier Ludwig XIV und der Alte Fritz. Dort stand die Freiheit des Einzelnen im Vordergrund, sowohl im Denken wie auch in der Staatsverfassung, hier waren Denken und Staat nie weiter auseinander, als zu jener Zeit.

Das Denken wurde geprägt von einer Neuentdeckung der Schriften von Platon, die die Grundlage der Philosophie von Leibniz bildete, in England lagen ...

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Macht politisch

Der Begriff Macht bestimmt sich also allein aus seiner politischen Gültigkeit. Dies gilt geschichtsunabhängig, ist also für alle unterschiedlichen politischen Systeme gültig. Wir haben gesehen, dass politische Systeme sich stark wandeln können, der Begriff Macht aber unbeschadet dessen seinen Inhalt behalten hat.

Der Inhalt des Begriffs Macht bestimmt sich nicht von der jeweils bestehenden politischen Ordnung. Er ist jede bestehe ...

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Zum Verbrechen geboren?

War es in der Philosophie seit Hegel spätestens unumstritten, dass Freiheit zum Wesen der menschlichen Existenz gehört, was leider nicht heißt, dass dieser Erkenntnis auch immer in den folgenden philosophischen Systemen und Auffassungen der entsprechende Stellenwert eingeräumt wurde, so stellte sich nach der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und den damals noch weitgehend unembedded news vom Vietnamkrieg die Frage nach dem Ursprung des „Bösen& ...

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Macht       Ein Grenzfall des Bewusstseins

Wir bestimmen Macht als einen Grenzfall des Bewusstseins. Nicht, dass wir meinen, Macht wäre nicht ubiquitär, im Gegenteil. Als Vorstellung, wie als reale Macht, ist sie das. Wir müssen also fragen: woher kommt diese Vorstellung von Macht? Wie kommt es dazu, dass diese Vorstellung so verankert sein kann in unserem Bewusstsein, dass sie Handlungen motiviert, die andere Menschen das Leben kosten können? Und sie eben als diesen Grenzfal ...

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Es gibt keinen inneren Zwang in Gruppen, Zwang auszuüben

Größer als der Mount Everest

Macht ist gesetzgebend und steht daher gleichsam per definitionem ausserhalb des Gesetzes. Individuelle Machtphantasien haben immer auch etwas zu tun mit Gesetzlosigkeit. Der Outlaw, der Gesetzesbrecher träumt von einer Gesellschaft oder Welt, die von ihm allein bestimmt ist. Insofern ist der Outlaw auch gleichzeitig ein ‚Weltverbesserer‘. Die Bandbreite dieser Form von Machtphantasien umschließt Politiker und Pubertierende genau so wie Konzernvorstände, Literaten wie Country Sängerinnen. Zum Glück nicht alle aus den jeweiligen G ...

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in die Philosophiegeschichte zurück

Ground Zero

Vielleicht erinnern wir uns an dieser Stelle daran, was wir in den Eingangskapiteln immer wieder und immer wieder neu von verschiedenen Seiten aus betrachtet haben, nämlich die Erkenntnis, dass nichts ist, ohne Grund. Dieses principium rationis sufficientis1 steht heute stellvertretend als gemeinsamer Oberbegriff, als gemeinschaftliche Wurzel aller Arten von Relation, wie sie in der vorgestellten Welt erscheinen. Genauer gesagt, was immer wir denken und uns vorstellen, wir tun dies immer auch, indem wir Beziehungen, welcher Art auch immer, erkennen oder meinen ...

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Unterwegs zum vollkommenen Staat

Under my thumb

„Alles fließt“ einem in den Händen davon. Dies mag bis heute als eine der Urängste gelten, vielleicht die wesentlichste aller Ängste, mehr noch, als die Angst vor dem Tode. Aber wir haben uns bislang nicht auf die Seite derer begeben, die das Werden und Vergehen aus einer psychologischen Sicht heraus verstehen wollten. Die psychologische Sichtweise hat ihren Ursprung in der Philosophie des Aristoteles, genauer in seiner Schrift: De Anima. Hier ist die fundamentale Bestimmung der Psychologie des Menschen als ein Strukturzusammenhang bes ...

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Macht-Muster, Macht-Ausgleich, Macht-Nutzen

Anthropologie der Macht

Kommen wir zurück zum Milgram Experiment. Offen blieb die Frage, worin der Widerstand gegen das Experiment bei einigen der Probanden bestand? Was hat sich gegen die Vorstellung von Macht widersetzt? Wäre die Antwort einfach, würden wir sie an dieser Stelle sofort niederschreiben. Dem ist leider nicht so, aber angesichts des Sachverhalts und dessen Tragweite lohnt es sich mehr als genug, sich dieser Thematik erneut anzunähern. Alles, woran der Mensch im Sinne seiner Zivilisation glaubt, ist verbunden mit dem, was die antiken griechischen Philosophen Tug ...

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Macht-Metaphysik, Macht-Aufklärung, Macht-Ergreifung, Macht-Recht

Macht-Benefits

Jemandem zugute kommen (intransitiv), von etwas profitieren sind nur zwei von unzähligen Bedeutungen des Begriffs: Benefit, der heute den Begriff des Gemeinwohls aus aristotelischer Zeit substituiert hat. Und um weitere Missverständnisse zu vermeiden, operieren moderne utilitaristische Theorien, allen voran die Wirtschaftswissenschaften bzw. die Volkswirtschaft nicht mehr mit dem Begriff des Nutzens, sondern gleich mit dem viel weiteren Begriff des menschlichen Wohlergehens.

Glückseligkeit als höchstes Gut erkennt Ka ...

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Macht-Persönlichkeit • Das Andere in uns • Deklinationen des Anderen: Sprache und Religion

Macht irre

Im August 2012 entschied das Bundesverfassungsgericht, auch unter dem Eindruck des zunehmenden Terrorismus, dass unter strengen Auflagen Einsätze der Bundeswehr im Inland erlaubt seien. In seinen Ausführungen verlangt das Bundesverfassungsgericht für den Fall Tatsachen katastrophischen Ausmaßes. Es müsse ein katastrophaler Schaden unmittelbar bevorstehen, gewissermaßen ein Fall von annähernder Vaterlandsverteidigung (im Innern), der durch die „asymmetrische Kriegsführung ...

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Gottes Krieger • Gott ist tot • Es lebe Gott

Allmacht und Beeinflussung

Die Beziehung zwischen Gottes Souveränität und dem freien Willen der Glaubensgemeinschaft haben wir mit dem Begriff der Partizipation, Teilhabe, bestimmt. Partizipation funktioniert in der Religion ähnlich wie Katharsis bei Aristoteles1, von dem wahrscheinlich auch die Vorstellung der religiösen Teilhabe abgeleitet und ins Christentum und den Islam übernommen worden ist2.

Wesentlich in diesem Zusamm ...

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Das drohende Ende der repräsentativen Demokratie

Kooperationschancen und -hindernisse zur Erhaltung des formlosen Gegenhalts in der Gesellschaft.

Die repräsentative Demokratie ist entgegen einer weit verbreiteten Meinung eine endliche Struktur. Gelingt es dem Staat nicht mehr, den formlosen Gegenhalt zu erhalten, den die gesellschaftlichen Formationen untereinander erzeugen, naht auch das vorzeitige Ende der repräsentativen Demokratie. Denn ist der Staat maßlosen „Gemeinwohlbelangen“ starker gesellschaftlicher Kräfte ohne hilfreiche Kooperationspartner ausgeliefert, ...

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Der gemeinwohlorientierte Staat

Die Addition der (privaten) Eigenwohle ergibt nicht das Gemeinwohl. Die Gewährleistung des Gemeinwohls ist aber die Voraussetzung der Selbsterhaltung der Gesellschaft und der Staat ist der historisch gewachsene Akteur ihrer Sicherstellung. Nur der Staat kann die Grenzen ziehen, innerhalb derer das Gemeinwohl und damit die Selbsterhaltung der Gesellschaft gesichert bleibt. Je schwächer er wird, desto weniger ist er dazu in der Lage.

1. Die Entfaltung des Gemeinwohlgedanke ...

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Walter Tydecks - Kraft, Impuls, Energie

Kraft, Impuls, Energie

Niemand kann Kraft, Impuls oder Energie sehen, aber jeder kennt und spürt sie: Kraft ist die Fähigkeit etwas zu verändern, z.B. die Kraft, einen Stein von einem Ort zu einem anderen zu bewegen. Unter Impuls wird meist ein äußerer Anstoß verstanden, etwas zu tun und auf den Impuls zu reagieren. Wird intuitiv versucht, Energie von Kraft zu unterscheiden, gilt Energie als das Vermögen, eigene oder fremde Kräfte erfolgreich mobilisieren zu können und an einer Aufgabe so lange dran zu bleiben, bis sie erfolgreich zu Ende gebracht ist. Energie, das sind im weiteren Sinn die Triebe, die Libido, Vitalität und die aufmerksame Lebendigkeit, die heute für die meisten das Glück bedeuten, das sie bis ins hohe Lebensalter genießen mö ...

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Materialien zum Philosophietreffen am 2.11.2016

Das 'Glück' in der Moderne

Glück ist seit jeher einer der wichtigsten Kandidaten für eine plausible Begründung ethischer Urteile. „Verhalte dich so, dass du weder dein eigenes Glück noch das Glück anderer gefährdest, sondern es i ...

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Walter Tydecks - Die Produktivität der Antinomie (1984) von Th. Kesselring, neu gelesen

Russellsche Antinomie und Paradoxien des Denkens

Die Russellsche Antinomie beschäftigt seit ihrer Veröffentlichung im Jahre 1903 die Mathematik, die Logik und die Philosophie. Seither ist das Vertrauen in die Sicherheit der Logik von Grund auf erschüttert mit Auswirkungen auf alle Wissenschaften und K ...

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Michael Seibel - Intimitäten aus dem Verhältnis von Recht und Tugend

Kurze Kritik der Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist bekanntlich die platonische Tugend par exellence und zugleich einer der großen normativen politischen Schlüsselbegriffe. Die Formel »suum cuique«, gerecht ist eine Handlung, wenn sie jedem das gibt, was ihm zukommt, dürfte neben der goldenen Regel („Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“) einer der zustimmungsfähigsten Formeln der gesamten Ethik sein ...

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Michael Seibel - zur Werthaltigkeit von Kryptowährung

Bitcoins - die Geldidee reloaded

Bitcoin ist eine von inzwischen über 3000 Kryptowährungen. Sie ist eine privat emittierte, virtuelle Währung. Sie kann sich im Gegensatz zu konventionellem Fiatgeld auf keinen Staat stützen und auf keine leistungsstarke Volkswirtschaft. Aber sie mach massiv für sich Reklame. Man fragt sich, wie solches Spielgeld an Wert kommt. Andererseits haben sich die sozio-kulturellen Kommunikationspraxen in den letzten zwanzig Jahren stark durch das Internet verändert, sodass zu fragen ist, ob dadurch nicht Währungen eine neue Grundlage bekommen, und ob nicht alte Vorstellungen von Werthaltigkeit obsol ...

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Reinhard Hildebrandt - Das Gemeinsame aller Existenz: Zwischen sensorischer Wahrnehmung und Vorderseite des "Realen"

zu Jean-Luc Nancy: Dekonstruktion des Christentums

Der Philosoph Jean-Luc Nancy verlässt in seinem Buch "Die Anbetung - Dekonstruktion des Christentums (2)", Zürich 2012, die traditionellen Pfade der Philosophie. Er beginnt seine Analyse mit den vielfältigen Bezügen alles Existierenden untereinander. Die innere Verarbeitung der vielfältigen äußeren Einflüsse zur Bewahrung der Konstanz verändert das einzelne Existierende. Je nach der Eigenart der Verarbeitung und der daraus resultierenden inneren Veränderung ergeben sich neue Bezüge zu anderen Existierenden und bisher bestehende werden unterbrochen bz ...

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Kurzabriss zur Geschichte des Begriffs

›Macht‹

Der Begriff ›Macht‹ ist ein Grundbegriff beim Verständnis des Menschen als eines einerseits sozialen und andererseits handlungs- und entscheidungsfähigen Wesens. Er ist einigermaßen klar abgrenzbar gegen ›Herrschaft‹, ›Gewalt‹ und ›Terror‹. Gesellschaft, Handlung, Freiheit, Wille und Subjekt haben offenbar Querverweise zu Macht, Herrschaft, Gewalt un ...

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Protokoll vom 16.3.2016

Kultur und Identität

Mit vergleichsweise grober Axt haben wir den Begriff der Kulturellen Identität in zwei Teile zerlegt. Zwei Begriffe sind zusammen: Kultur und Identität. ...

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Michael Seibel - Grenze als letales Denkmodell

Grenzen schließen

Eine der ersten Assoziationen, die mit dem Wort Grenze verbunden sind, dürfte der Gedanke des Schutzes und des selektiven Austausches sein. Biologische Organismen etwa weisen Grenzen gegen die sie umgebende Außenwelt auf. Im Begriff des Organischen wird gedacht, dass es jeweils substantielle Kriterien dafür gibt, was als Organ zum Organismus gehört und was nicht. Organismen ohne Grenzen gibt es nicht. Im Begriff des Organismus macht man sich eine bestimmte Vorstellung vom Leben selbst. Man sieht Organismen vor sich im kontrollierten Austausch mit ihrer Umwelt, der sie Energie entnehmen. Die Regeln, nac ...

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Vorschlag der Europäischen Stabilitäts Initiative

Proposal zum Merkel-Plan

Zur Diskussion

Folgender Vorschlag des ESI zur Lösung des syrischen Flüchtlingsproblems wird gegenwärtig stark diskutiert. Es lohnt, ihn einmal im Detail zur Kenntnis zu nehmen.

The Merkel Plan

This paper outlines how a ...

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Michael Seibel - schon wieder der clash of civilisation!

Kulturelle Identität 1

Neuerdings fällt wieder vermehrt der Begriff „kulturelle Identität“. Im Hintergrund stehen als eine Art »drole de guerre« Konflikte nicht miteinander vereinbarer Kulturen im Raum. Aber ist Konfliktursache wirklich eine Unvereinbarkeit von Kulturen? Kulturkontakte waren bislang meist ein Ergebnis von Expansion und Kolonisation, von Veränderungen in der Kommunikation und im Verkehr oder von Armutswanderung, eher Zusammenstöße als Berührungen. Die Konflikte dabei waren im Kern machtpolitische und wirtschaftliche und nicht primär kulturelle. Die Bedingungen von Kulturkontakten waren ungünstig. Kulturkontakte dürften ...

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Michael Seibel - Sprache der Fülle ... Fülle der Sprache

Kulturelle Identität 2

Ich möchte „kulturelle Identität“ in einem komplexeren, vielstimmigeren Zusammenhang aufsuchen, und ich möchte das anhand einer kurzen literarischen Erzählung tun. Sie hat wie jede Erzählung etwas Punktuelles, weil sie von der besonderen Situation einer fiktiven Person erzählt und man also keineswegs sicher sein darf, ihr etwas Allgemeines abzugewinnen. Es kommt auf der Ebene, die mich interessiert, aber nicht darauf an, dass das, was es von bestimmten Menschen zu sagen gibt, auch für andere gilt, sondern darauf, dass es für die besondere Person selbst die Art von Dichte und Unabweisbarkeit bekommt, die es mög ...

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Philipp Blom - 'Kultur' als fremdenfeindlicher Kampfbegriff

autoritärer und liberaler Traum

Charakteristisch für die gegenwärtige Entwicklung sei, so Blom, die Aufspaltung zwischen nostalgisch-autoritären Träumen und liberalen Träume. Rechts und links verlieren an Bedeutung. Standards, die bisher oft von Sozialisten erkämpft wurden, werden heute von Nationalisten verteidigt. Menschenrechte sind ein Traum und ein zentrales Narrativ der Moderne. Ein gerade 300 Jahre alter, schöner Traum, der auch wieder verschw ...

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Souveränitätsversprechen und Fremdenfeindlichkeit

“Deutsche Leitkultur“ - zur Metaphysik des Ressentiments

Die Verankerung des kulturellen Erbes in jedem von uns ist, so unterschiedlich sie ist, nicht prinzipiell unterschieden von der Verankerung einer Schuhmarke im gemeinsamen Geschmacksuniversum einer Schulklasse. Sie ist allerdings un(?)endlich verschlungener, facettenreicher, geschichtsdurchtränkter, in sich gefalteter, emergenter, aber durchaus nicht in Teilbereichen unentwirrbar. So wie man ein Fadenknäuel zumindest in Teilabschnitten entwirren kann, auch wenn man vielleicht am gesamten Knäuel scheitert, lässt sich auch das, was - wenn es sich um ein b ...

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Michael Seibel - Was berechtigt eine Sorge?

Der Diskurs der Besorgten

Bevor ich auf die Sorgen zu sprechen komme, die der Zustrom von Asylanten in Deutschland bei vielen auslöst, muss ich einige grundlegende Bemerkungen machen, die Zustimmung und Ablehnung in Diskursen betreffen. Zustimmung und Erfahrung in Diskursen < ...

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SWR-Rechtsredaktion

Asyl und Grundgesetz

Ist eine Obergrenze zulässig?

Die Stimmen, die eine zahlenmäßige Begrenzung des Grundrechts auf Asyl fordern, werden immer lauter. Einige wollen sogar die komplette Abschaffung. Doch ob das Grundgesetz eine Obergrenze erlaubt, ist bei Staatsrechtlern hoch umstritten. "Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze; das gilt au ...

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Michael Seibel: Auf der Suche nach einer Zahl

Welche Grenzen hat das Recht auf Asyl?

Es wird gesagt, die Möglichkeiten Deutschlands, Flüchtlinge aufzunehmen, seien begrenzt. Selbstverständlich sind alle Ressourcen begrenzt. Selbst Wasser und Luft. Die Aussage wird erst dann zu einem Argument, wenn man begründete Angaben darüber macht, wo die Grenzen liegen und warum sie d ...

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Nick Bostroms Vorstellung von superintelligenten Maschinen

Superintelligenz - Maschinenphantasmen

Auf Nick Bostroms Buch Superintelligenz, Frankfurt 2014, sind wir gestoßen, weil vorgeschlagen wurde, Gedanken zu verfolgen, die die sich offenbar rasant entwickelnden technischen Eingriffsmöglichkeiten ins menschliche Leben betreffen. Die Frage vermochte in diesem Zusammenhang Interesse auszulösen, was geschieht, wenn es gelingt, Maschinen zu entwickeln, die die menschliche Intelligenz übertreffen. Bostrom macht es dramatisch und sieht, wie sein Buch im deutschen ...

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Walter Tydecks zu: Biomedizinische Erneuerung des Menschen oder neuer Übermenschwahn?

Mensch 2.0

Einleitung Citizen Cyborg ist der Titel eines 2004 erschienenen Buches von James Hughes (seit 1984 buddhistischer Mönch, Soziologie-Abschluss in Chicago, unterrichtet Bioethik am Trinity College in Connecticut, 2004-2006 Präsident der World Transhumanist Association, Präsident des Institute for Ethics and Emerging Technologies). Citizen Cyborg könnte frei übersetzt werden mit »Bürgerrechte für künstliche intelligente Wes ...

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Ein paar Mindestanforderungen an einen philosophischen Diskurs über...

Bewusstsein und Materie

Beim letzten Treffen haben wir uns neuerlich über das Verhältnis von Bewusstsein und Materialität Gedanken gemacht. Wir haben uns von Searle an die alte Zweiteilung Descartes von res cogitans (Seele) und res extensa (Leib) erinnern lassen. Bei Descartes ist das in der Tat ein Dualismus. Und Searle beklagt entschieden, dass wir durch Descartes gewohnt sind, das Verhältnis von Leib und Seele, von Materie und Geist von dieser begrifflichen Trennung aus zu denken. Man reißt da etwas auseinander und bekommt dann im Nachgang allein dadurch ein Problem, sich solche Fragen stellen zu müssen wie die nach der Materialität der Seele oder die Frage, ob die Seele oder das Bewusstsein ein der realen Welt, die doch von Naturgesetzen beherrscht wi ...

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Walter Tydecks zu:

Big Data
Chancen und Gefahren des Datensammelns

Einleitung Mit Big Data sind Datenmengen gemeint, die so groß sind, dass sie nur mithilfe digitaler Datenverarbeitung ausgewertet werden können. In der Regel entstehen sie auch maschinell durch Sensoren oder andere elektronische Aufzeichnungen.< ...

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Schlüsseltexte aus der Geschichte des Freiheitsbegriffs

Freiheit denken ...

Ich möchte die Texte der sich entwickelnden Tradition des Freiheitsbegriffs dem Text eines heutigen amerikanischen Philosophen gegenüberstellen. Also knapp ausgewählt: Plato, Augustinus, Hume, Kant, Schelling gegen Searle. Bitte machen Sie sich selbst ein Bild, was dort vom Thema übrig geblieben ist. Exisiert Willensfreiheit empirisch (Searle) ist eine ebenso naive Frage wie die Frage, ob Gott empirisch existiert ...

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Bilderflut - starke Bilder

Die Metapher der Bilderflut Man warnt uns. Eine Welle habe uns überrollt. Man spricht von Bi ...

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Wie das Gehirn Klavierspielen lernt

Lebendig oder tot?
Die Seele

Protokoll vom 17.12.2014 Ich möchte unsere Einführung zum Begriff der Seele etwas vertiefen. Wir sagten: ›Seele‹, die griechische Übersetzung ist psyche, die lateinische anima, ist bei den alten Griechen der Begriff für das, was einen lebendigen Org ...

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Das Leben und seine ständigen Überforderungen

Alltägliche Überforderungen
Das Sisyphos-Christus-EGO

Tragikomik Fragen, die man falsch gestellt, Schafft man nicht mehr aus der Welt; Man verbringt dann seine Tage Grübelnd über solcher Frage, Und man kanns noch Gnade nennen, Stirbt man ohne zu erk ...

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Erinnerung - Aufmerksamkeit

Das Wissen darum, dass wir, wie Heraklit sagt, nicht zweimal in den selben Fluss steigen, begleitet seit Menschengedenken die Begriffsbildung. Wie kann man dem Fluss einen Namen geben und wie vor allem Tag für Tag den gleichen? Das Ungleiche, das Nicht-selbe ist ja offenbar das Wasser. Das Problem der Nicht-Selbigkeit bestünde offenbar nicht, wenn der Fluss einfach austrocknete. Er wäre, der Heraklitschen F ...

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München Venedig

Die Lust, zu weit zu gehen ...

Manchmal wird es gerade dann richtig interessant, wenn alle sagen: „Jetzt gehen Sie aber wirklich zu weit!“ Denn genau das bekommen Sie zu hören, wenn Sie vorhaben, zufuß von München nach Venedig zu gehen. Gehen wir los. Von München, am besten früh morgens - dann hat man noch den ganzen Tag - geht es die Isar entlang über Pullach bis Schäftlarn. Eigentlich gehört noch fast die H&au ...

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Ästhetik: Unbestechlicher Blickkontakt - Urteil des Paris

Warum gerade diese?

Die Spannweite des mit dem Wort „Ästhetik“ gemeinten ist mehr als weit. Womit also beginnen? Mit dem Anfang. Mit einem ersten Blick. Der freundliche Blickkontakt einer Mutter mit ihrem Baby. Wer Kinder hat, weiß, wie sehr in solchen frühen Kontaktsituationen der Gesichtsausdruck der Mutter den Säugling bewegt. Und im Gegenzug zeigt das Kind der Mutter, was es fühlt. In westlichen Kulturen etwa ab dem 2te ...

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Helmut Pape leitet in die Wissenschaftstheorie ein

Alltägliche Erfahrung und wissenschaftliche Erklärung


Einführung in die Wissenschaftstheorie

Spüren, Wahrnehmen und Wissen: Die alltägliche Situation des Erkennens Warum allein das alltägliche Leben und alltägliche Erfahrungen der Erkenntnis und den Wissenschaften ihren Sinn und Zweck verleiht In diesem ersten Teil will ich Sie zu dem Thema, Gegenstand und der Fragestellung dieser Vorlesungsreihe hinführe ...

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Helmut Pape leitet in die Wissenschaftstheorie ein

Traditionelle und pragmatische Erkenntnistheorie

Einführung in die Wissenschaftstheorie

Das Wissen, das wir zum Handeln benötigen, wird häufig etwas verächtlich instrumentelles Wissen genannt. Der Zusammenhang, den ich zwischen einem Zweck des Handelns und dem Wissen hergestellt habe, kennzeichnet den darauf ...

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Zur Begründung der Ethik bei Emmanuel Lévinas

Emmanuel Lévinas:
„Könnte es sein, dass die Moral uns zum Narren hält?“

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Ethik am Rande einer Lektüre von Emmanuel Lévinas, »Totalität und Unendlichkeit, Versuch über die Exteriorität«, Freiburg/München 1993 2002 (Original: »Totalité et Infini: essai sur l'extériorité«, 1961))

Download: Auszug aus Emmanuel Lévinas 'Totalität und Unendlichkeit' Wir haben begonnen, uns mit der Ausgangsfrage von 'Totalität und Unendlichkeit' von Emmanuel Lévinas zu befassen. Könnte es sein, so lautet diese Frage, dass die Moral uns zum Narren hält? In anderen Worten: Könnte es sein, dass Mensche ...

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Zur Begründung der Ethik bei Emmanuel Lévinas


Emmanuel Lévinas:
„Der Krieg macht die Moral lächerlich.“

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Ethik am Rande einer Lektüre von Emmanuel Lévinas, »Totalität und Unendlichkeit, Versuch über die Exteriorität«, Freiburg/München 1993 2002 (Original: »Totalité et Infini: essai sur l'extériorité«, 1961))

Nochmals zum Einstimmen die Textpassage „Das Selbe und das Andere“, aus Emmanuel Lévinas Buch 'Totalität und Unendlichkeit': »„Das wahre Leben ist abwesend.“ Aber wir sind auf der Welt. In diesem Alibi erhebt und hält sich die Metaphysik.« Vielleich ...

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Das richtige Leben im falschen?

Judith Butlers
Adornopreis-Rede

Judith Buttler

Nachdem wir uns über Emmanuel Lévinas Aussage aus 'Totalität und Unendlichkeit': »Das wahre Leben ist abwesend.« unterhalten haben, haben wir uns auf die Rede von Judith Butler anlässlich der Verleihung des Adorno Preises hinweisen lassen, in dem sie auch auf die einschlägige Behauptung Adornos eingeht „Es gibt kein richtiges Leben im falsch ...

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Monika Seibel – ein bewegender Kunstpunkt

Zyklen des Vergänglichen

Am 14. und 15.09.2019 finden wieder die Düsseldorfer Kunstpunkte statt. Die Fotokünstlerin Monika Seibel öffnet gerne für Sie einen Blick in ihre neuesten Arbeiten. Wer das Werk kennt, weiß, wie wichtig ihr neben vielen anderen das klassische Kunstthema der „Vanitas“, Vergänglic ...

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Excerpt

Yuval Harari, 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

(Im Folgenden werden die zentralen Thesen von Hararis Buch wiedergegeben, ohne dass die Fundstellen im Einzelnen immer genau bezei ...

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Harald Lesch und Hartmut Zohm zur Fusionsforschung

Plasmaphysiker unter sich: Harald Lesch und Hartmut Zohm (Leiter des Bereichs Tokamak-Szenario-Entwicklung und Direktor am Max Planck Institut für Plasmaforschung in ...

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Elitendemokratie und Meinungsmanagement

http://www.tele-akademie.de - Demokratie beruht auf der Idee, dass die Bürger zur politischen Selbstbestimmung befähigt sind. Inzwischen ist die Komplexität moderner Gesellschaften so groß geworden, dass kein Einzelner sie mehr zu erfass ...

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Die Digitale Diktatur

http://www.tele-ak ...

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Emergenz und Higgs-Mechanismus

Das Wort Emergenz geht zurück auf das lateinische Verb emergere mit einem Bedeutungsspektrum wie erholen, emporkommen, befreien, losmachen, auftauchen, emporarbeiten, durchbrechen, zeigen, aufgehen, erheben, herausarbeiten, erwachen, herausziehen, freisprechen, durcharbeiten, entsprießen, durchwehen, herausdeuten und gr ...

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Gestalten vs. Entscheiden

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Informationsmedien - Reichweiten in Deutschland 2018

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Wahlen beieinflussen

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Schöne neue digitale Welt?

Barbara Bleisch diskutiert mit Richard David Precht, Harald Welzer und Katja Gentinetta über die Digitalisierung. Eine hörenswert prägnante, wenn auch etwas holzschnittartige Diskussion des Themas mit klaren Positionen. . < ...

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Jan-Werner Müller:
Wie viel Populismus verträgt die Demokratie?

aus der SRF-Reihe Sternstunde Philosophie: Ob in Italien, den USA oder der Türkei: Populisten sind auf dem ...

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Vortrag vom WS 2016/17, 12.10. Universität Leipzig

Bemerkungen zur Philosophie der Identiät

„ … ich und mich, ich fühle mich, sind zwei Gegenstände. Uns ...

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Metaphysik und Ontologie als Begriffslogik

„Der Vorschlag von Hegel scheint mir der zu sein: erstmal müssen wir unterscheiden und dann können wir fragen, ob es das und das gibt. (...) Jetzt aber möchte ich Ihnen vielleicht etwas polemisch sagen, warum wir eine Erneuerung der Philosophie durch Reflexion auf die Logik brauchen und dann etwas zum begrifflichen Sein und empirischen Werden und zum Begriff des Begriffs und zur Arbeit am Begriff. Also am Schluss kommts dann doch wieder zu Hegel zur ...

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von Walter Tydecks

Neue Ansätze der Wohlstandsmessung

Der Wohlstand einer Volkswirtschaft wird heute am Bruttoinlandsprodukt (BIP, englisch Gross Domestic Product, GDP) gemessen. Kenngrößen dieser Art \"wurden in den USA nach der Großen Depression in den 1930er Jahren entwickelt\" (Martens, Obenland, 9) und waren die Planungsgrundlage des New Deal, als erstmals in einem westlichen Industriestaat die Wirtschaft mit den Mitteln der modernen Statistik und Volkswirtschaftslehre erfasst und gelenkt werden sollte. Wichtigster Vertreter war der aus Russland ausgewanderte Ökonom und spätere Nobelpreisträger Simon Kuznets (1901-1985). Anders als seine Nachfolger war sich Kuznets allerdings der beschränkten Aussagekraft des BIP bewusst. Es war für ihn nicht mehr als eine erste grobe Orientierung, die im Weiteren näher zu differenzieren ist. Die Verzerrungen zeigen sich, wenn z.B. in Europa gemessen am BIP mit weitem Abstand der Wohlstand in Luxemburg am höchsten ist, gefolgt von Irland und den Niederlande. Das sind die Länder, die mit ihrer Steuerpolitik ausländisches Geld anziehen. Deutschland liegt im oberen Mittelfeld (Wikipedia, abgerufen am 6.1 ...

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Bericht des Weltklimarates IPCC

Der Weltklimarat IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) ist das wissenschaftliche Gremium, welches den aktuellen Stand zum Klimawandel zusammenträgt und dadurch den politischen Entscheidungsträgern eine klare Orientierung bei ihren Beschlüssen gibt. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) richteten 1988 den IPCC ein. Seitdem hat der Weltklimarat bereits fünf sogenannte Sachstandsberichte veröffentlicht, wie auch einige Sonderberichte. Diese beleuchten die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung und zeigen die Risiken und Folgen des Kl ...

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Refuge of the Roads (für Joni Mitchell)

Lajla Nizinski

E=mc2. Vor 100 Jahren errechnete Albert Einstein die Relativitätstheorie. In 100 Jahren müssen wir vielleicht angesichts des Klimawandels auf den Pluto flüchten. Wen/Was nehmen wir mit? Wen/Was lassen wir zurück? Wie statten wir uns aus? Wer/Was erwartet uns dort?

Weil wir diese Fragen nicht beantworten können, sei ein aufschlussreicher Blick in die Vergangenheit geworfen.

Auch Albert Einstein musste sich solchen Fragen stellen, bevor er an Bord der Red Star Line ging. Er flüchtete 1933 aus der politischen Unfreiheit Deutschlands von Antwerpen nach Ph ...

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die neuen Blöcke von Bernard Lokai

Passing by

Sinkt jeder Tag

hinab in jeder Nacht,

so gibt's einen Brun ...

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Von Michel Houellebecq bis Blaise Pascal

Zitate über Langeweile

Es scheint bisweilen, dass wir in einer Zeit leben, in der die Menschen weniger denn je bereit sind, Langeweile zu ertragen, und ohne jeden Zweifel füllen Abwechslung und „Action“ heute die Ka ...

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Kapitel 4.4 aus: Magie, Mystik und Moderne, ISBN 3-00-010444-5

Langeweile, Aufregung und erfüllte Zeit

Warum kauft sich eine Person das zwanzigste Paar Schuhe oder die tausendste CD? Übernimmt sie lediglich die Rolle der Anderen87 oder haben die gekauften Waren einen realen Gebrauchswert? Wie immer die Antwort auf diese Frage ausfallen mag, noch rätselhafter und vielfältiger scheinen die Motive von solchen Reaktionen wie dem Besuch eines Spielcasinos oder eines Fußballspiels zu sein.

Erving Goffman hat eine Theorie vorgelegt ...

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Tristan Garcias Essay „das intensive Leben“

Intensität statt Identität

Wirklich klar geworden ist mir nicht, warum Tristan Garcias Essay „das intensive Leben“ gegenwärtig in Frankreich Furore macht. In seinem Essay gibt Garcia eine Diagnose der ethischen Befindlichkeit, die seines Erachtens heute allgemein vorherrscht. Es gehe heute, so seine Diagnose, nicht mehr darum, bestimmte Ziele besonders gut zu erreichen oder in einem Kantischen Sin ...

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Radiovortrag vom 23.9.1969 und Transskript

Hannah Arendt - Wahrheit und Politik

I

Der Gegenstand dieser Überlegungen ist ein Gemeinplatz. Niemand hat je bezweifelt, daß es um die Wahrheit in der Politik schlecht bestellt ist, niemand hat je die Wahrhaftigkeit zu den politischen Tugenden gerechnet. Lügen scheint zum Handwerk nicht nur der Demagogen, sondern auch des Politikers und sogar des Staatsmannes zu geh ...

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Franz Rieder erklärt ...

Warum malt(e) Holubitschka?

Scheinbar eine einfache Frage, scheinbar leicht zu beantworten, also fragen wir Holubitschka doch einfach selbst. Wir fragen ihn nicht. Warum nicht? Weil seine Antwort vielleicht von seinen eigenen Erfahrungen, seiner Motivation, seiner Auseinandersetzung mit Gerhard Richter in der Zeit ihrer B ...

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Eine neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«

Peter Antes - Bibel und Koran - ein Vergleich

Wer die Zeit findet, sich vor dem Hintergrund heutiger politischer Kontroversen mit Problemen der islamischen Ethik zu beschäftigen und insbesondere an einem vergleichenden Bild mit der jüdischen und christlichen Tradition interessiert ist, dem geben Antes' Vorträge, die er im Rahmen der SommerUni 2013 bis 2015 in Hannover gehalten hat, eine sehr gute Einf& ...

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Peter Antes: Die Religionen und die Frauen

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen betont die Gleichheit von Mann und Frau. Sie stellt damit nicht nur Staaten sondern auch Religionen vor eine große Herausforderung. Dieser Gleichheitsgrundsatz steht im Widerspruch zu allen großen Religion ...

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Peter Antes: Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen

Viele unserer Zeitgenossen denken bei „Religion“ an Konflikte, ja nicht selten an Gewalt und Krieg. Der Religionswissenschaftler Jan Assmann sagt sogar, dass mit der Einführung des Monotheismus die Intoleranz in die Religionsgeschichte eingezogen sei. Des ...

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Peter Antes: Religion und Staat in Deutschland
angesichts von Atheismus und Islam

1950 waren 96 % der deutschen Bevölkerung Christen. 2014 betrug der Anteil der Christen nur noch 60 %. Über ein Drittel der Bevölkerung ist heute ohne Konfession, zudem leben etwas mehr als 4 % Muslime im Land. Diese gesellschaftlichen Veränderungen stellen da ...

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zwischen Heidi Luft und Michael Seibel anläßlich des Philosophietreffens am 7.12.2016

Dialog über das Glück

Sprechen wir darüber. Schriftlich diesmal, um eine weitere Chance wahrzunehmen, die Argumente zu ordnen und vielleicht ein wenig zu schärfen, was wir parallel dazu bespre ...

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in Indien unterwegs

Glück

„Wen bewachen sie“, fragte ich den Soldaten, der am Fuß der Holztreppe stand, die zu den Hotelzimmern auf der ersten Etage führte. „Den Polizeichef von Srinagar“, antwortete er und hielt das Gewehr noch etwas fester. Ich bedankte mich für die Auskunft und ging über den Hof des Hotels “Khangri“ auf das Tor zur Straße.

„Meine Güte“, dachte ich sorgenvoll, „dann gerate ich ja bei einem Angriff mitten zwischen die Waff ...

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(Faust II, 5. Akt, Szene 2) - eine der bis heute profiliertesten Thesen zum Thema Glück überhaupt

Fausts Tod

Faust

Die Sterne bergen Blick und Schein, Das Feuer sinkt und lodert klein; Ein Schauerwindchen fächelt's an, Bringt Rauch und Dunst zu mir ...

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Die Friedenspreisrede 2016 von Carolin Emcke

Zugehörigkeit
und die Freiheit, anders zu sein

Nicht alle, aber viele, die vor mir hier standen, haben nicht allein als Individuen, sondern sie haben auch als Angehörige gesprochen. Sie haben sich selbst verortet in einem Glauben oder einer Erfahrung, in der Geschichte eines Landes oder einer Lebensform – und darauf reflektiert, was das heißt, als chinesischer Dissident, als nigerianischer Autor, als Muslim, als Jüdin hier in der Paulskirche zu sprechen, in diesem Land, mit dieser Geschichte.

Für diejenigen, die hier oben, mit dieser Perspektive sprechen durften, bedeutete es oft auch, aus und von einer ...

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Parag Khanna:
Eine Welt ohne Grenzen

Ich möchte hier einen Beitrag des indisch-amerikanischer Politikwissenschaftlers Parag ...

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Franz Rieder - zur Fotokunst von Monika M. Seibel

Sic transit gloria mundi

Monika M. Seibel ist eine Fotografin, deren Gesamtwerk an zeitgenössischer Fotografie einen enormen Umfang aufweist. Geordnet nach „Zyklen“ zählt es einige Hunde ...

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'Das Hohe Haus' Szenische Lesung mit Roger Willemsen

In memoriam Roger Willemsen

Mit Roger Willemsen haben wir einen herausragenden Publizisten viel zu früh verloren. Hier noch einmal die Lesung seiner Parlamentsreportage 'Das Hohe Haus', die er am 29. Oktober 2014 gemeinsam mit der Schauspielerin Annette Schiedeck und dem Hörfunk-Moderator Jens-Uwe Krause im Nationalratssitzungssaal des österreichischen Parlaments ver ...

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John-Dylan Haynes:
Der menschliche Geist im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit

Diskussion zum gegenwärtigen Forschungsstand in Neurowissenschaften und Psychologie zu den engen Grenzen der Reproduzierbarkeit des Geistes. Veranstaltung der Akademie der Künste, 17.9. - ...

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Ästhetik: Interviews zur Regie

Regisseure über ihre Arbeit

Peter Stein - Ein Gespräch (2009) Peter Greenaway: The Cinema is Dead, Long Live the Cinema Max Reinhardts Rede über den Schausp ...

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Reinhard Hildebrandt - Das Verhältnis Staat und Zivilgesellschaft

Wie souverän ist das Volk?

1. Selbstrepräsentation der Repräsentanten

1.1 „Wir sind das Volk“ und die verlorene Souveränität

Die trotzige Herausforderung des SED-Staats, zum Ausdruck gekommen in dem vielstimmigen Ausspruch, „Wir sind das Volk!“, entzog zwar nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 dem von der Sowjetunion mit der Führung beauftragten Personenkreis die Hoheitsbefugnisse und leitete die ...

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Walter Tydecks - Technologien und offene Fragen – mit Schwerpunkt Enzymtechnik

Weiße Biotechnologie

Bioökonomie

Es gibt einen Trend von der erdöl- zur biobasierten Ökonomie. »In der Weißen Biotechnologie sehen viele bereits heute einen Motor des nächsten, innovationsgetragenen Wirtschaftszyklus.« (BRAIN, abgerufen am 3.6.2015) Es ist zu erwarten, dass die Bioökonomie schrittweise alle Phasen des Produktionsprozesses erfasse ...

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Henri Berners: CHARLIE HEBDO als mediale Inszenierung

Game Over!

Januar 2015: die Programmverantwortlichen von TF 1 saßen spätabends zusammen, kaum Appetit auf Canapées und Salate, nur dem Rotwein, Domaine St. Jacques d'Albas 2010 und Medoc bru Bourgeois, wurde k ...

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2015 Die Friedenspreisrede von Navid Kermani

Über die Grenzen -
Jacques Mourad und die Liebe in Syrien

An dem Tag, als mich die Nachricht vom Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erreichte, am selben Tag wurde in Syrien Jacques Mourad entführt. Zwei bewaffnete Männer traten in das Kloster Mar Elian am Rande der Kleinstadt Qaryatein und verlangten nach Pater Jacques. Sie fanden ihn wohl in seinem kargen kleinen Büro, das zugleich sein Wohnzimmer und sein Schlafzimmer ist, packten ihn und nahmen ihn mit. Am 21. Mai 2015 wurde Jacques Mourad eine ...

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Henri Berners: Love Missile Golgatha

Die trinitarische Bombe (INRI)

Ein nasskalter Novemberabend, kurz nach Martin. Gegen acht verließ ich meine Wohnung, war nach wenigen Schritten vor dem „Kreuzherreneck“, wo Tomy auf mich wartete. Er hatte mir ein Fax gesendet, „DUS“. Tomy besuchte stets am Abend das „Kreuzherreneck“, wenn er in Düsseldorf war. Weil ihn dort niemand kannte, w ...

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Gino Bühler Photoausstellung

PLAN - EINE SEMIOTIK ZUR SCHNEESCHMELZE

In regelmässiger Wiederholung, Ende April, Anfang Mai, beginnt die hochalpine Schneeschmelze – die Auflösung der Schneedecke, die die unter ihr liegende Pflanzenwelt nicht nur erdrückt, sondern als weisse < ...

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Harald Welzer über
totale Datensammler

Das Private, die Unverletzlichkeit der Person und der Wohnung, sind zentrale Angebote der modernen bürgerlichen Gesellschaft und als das Substa ...

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Gino Bühler - Eindruck beim Lesen von Gotthard Günthers Kybernetik

KYBERNETIK ! oder „ … der Apfel auf dem Tisch “ !

Eine kurzer Rundgang durch das Gedankengebäude von Gotthard Günter, dem Philosophen. !

Gotthard Günther (15.06.1900 Arnsdorf - 29.11.1984 Hambu ...

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Zum Ende der Ideengeschichte eines Konstrukts

Was es heißt, die Persönlichkeit zu kennen

Von Zeit zu Zeit ist es nötig, sich vor Augen zu halten, was Wissen in einer empirischen Sozialwissenschaft bedeutet, wie es dort generiert wird, und wo der wesentliche Unterschied zum Alltagswissen liegt. Denn das ist sehr unübersichtlich geworden. Wo liegen zum Beispiel die grundlegenden Unterschiede, ob ich etwas über bestimmte, mir bekannte Menschen weiß, oder ob ein Psychologe behauptet, die Persönlichkeitsmerkmale derselben Menschen zu kennen? Der erste gravierende Unterschied: Der Psychologe kennt diese Menschen gar nicht. Ich hingegen kenne sie. Ich lebe mit ihnen zusammen. Aber selbstverständlich muss er sie auch nicht kennen. Es reicht, wenn sie seine Fragebögen ausfüllen. Denno ...

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Heidi Luft zu Gerhard Roth und Nicole Strüber

Können wir nicht anders?

\"Macht\" das Gehirn die Seele?

HEIDI LUFT, im Januar 2015 Woher kommt meine Begeisterung für dieses Buch? Nach einem Radio-Interview mit den beiden Autoren war mein Interesse geweckt, das Wort „S ...

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Aki Kaurismäkis I Hired a Contract Killer

Liebe oder Tod

Du hast keine Wahl

Nach 25 Jahren ist der Film längst ein Klassiker. Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte ihn sich noch einmal anschauen. In Aki Kaurismäkis Tragikomödie 'I Hired a Contract Killer' von 1990 lebt ein alleinstehender Mann mittleren Al ...

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Franz Rieder: wider das Vergessen

Der Golem und das Judentum von Prag

Kann man einen Beitrag zu Tschechien und besonders zu Prag schreiben, ohne die Geschichte und das Schicksal des Judentums in dieser Stadt zu erwähnen? Ich glaube: Nein! < ...

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Gino Bühler: bisher unveröffentliches Gespräch

Joseph Beuys im Gespräch

Über den Begriff der Plastik und über Gesellschafts-Gestaltung (mit einem Exkurs zu Chancen und Gefahren der Informationsges ...

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a propos Beuys

Ich würde gern ein klareres Bild davon gewinnen, was an der Arbeit Josef Beuys' es eigentlich war, das ihm seine außerordentliche hohe Resonanz eingebracht hat und in welchem Umfeld es dazu kam. Mehr als eine vorläufige Plausibilisierung erwarte ich nicht. Ich geh& ...

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Ästhetik: Kontexte für Stillleben

Natur-Abbild? Trugbild? Sinnbild?

Geht es um Vortäuschung von Realität? Ja, manchmal... z.B. in der Trompe-l’œil Malerei (frz. „täusche das Auge“), einer absichtlich illusionistischen Malerei. Ist denn ausgemacht, dass man überhaupt die Chance hat, zu so etwas wie einer Realität zu kommen, es sei denn, man täuscht sie v ...

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Ästhetik: Rückblick auf Anfänge

Peter Brook macht seit 70 Jahren Theater

Zwei Videos zur Diskussion über Peter Brooks Reflexionen auf Regie ...

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Ästhetik: difference that makes a difference?

Schrumpfende Inhalte?

Bildende Kunst der Moderne und Gegenwart macht es Betrachtern und Interpreten nicht eben leicht, die Frage nach ihrem Inhalt zu stellen. Diese Schwierigkeit besteht nicht wegen der schieren Vielfalt möglicher Inhalte. Inhalt umfasst immer Mannigfaltigkeit. Ist die Unterscheidung von Form und Inhalt noch irgendwie hilfreich bei der Identifikation eines Objekts als ...

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Ästhetik: Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats ...

Peter Weiss
a la Peter Brook

Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade Verfilmung des Theaterstücks von Peter Weiss in der Regie von Peter Brook bei United Art ...

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Ästhetik: Zur Arbeit von Peter Brook

Der leere Raum

Wir sind dabei, einen philosophischen Begriff von Ästhetik zu erarbeiten. Und wir sind dabei ganz am Anfang. Nicht ganz natürlich. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass sich ein Kunstbegriff heute nicht mehr auf ein auch nur im mindesten allgemeingültiges Konzept der Schönheit mehr stützt und schon gar nicht auf bestimmte Abbildungsideale. Aber diese begründete Skepsis lässt sich nicht so ohne weiteres durch einen besseren Kunstbegriff füllen. Kann es heute überhaupt noch einen sinnvollen Begriff von Ästhetik geben? Das ist un ...

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Ästhetik: Zur Arbeit von Peter Brook

Five Truths

eine Installation des Victoria and Albert Museum von Katie Mitchell, in der die Inszenierungsstile von fünf bedeutenden Regisseuren des 20. Jahrhunderts anhand der 5. Szene im 4.Akt des Hamlet-Dramas veranschaulicht werden, in der Ophelias wahnsinnig wird, nachdem sie vom Tod des Polonius und der Abreise Hamlets erfahren hat. Die fünf Regisseure, auf die Katie Mitchell ziemlich kongenial abhebt, sind: Constantin Stanislavski, (1863- ...

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Harry Frankfurt über die Wahrheitsliebe

Harry Frankfurt „Die schwächste aller Leidenschaften“

Ist das jetzt ein 'leichter Text'? Wir haben ihn gleichsam in zwei Teile portioniert. Im ersten Teil ging es um Frankfurts These, dass dasjenige, was uns eigentlich verletzt, wenn uns jemand belügt, dreierlei ist ...

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Eine neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«

Schuld

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Link zum Text: Friedrich Nietzsche 'Zur Genealogie der Moral' Was also heißt 'Wert'? Insbesondere Wert des Lebens? Hat etwas Wert an sich, z.B. der Andere durch sein faktisches Mensch-Sein oder ist so etwas wie eine besondere Werterfahrung notwendig. Lévinas schien in diese Richtung zu weisen. Oder sind wertende Akte vorgängig? Und falls wertende Akte vorgä ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Wo die Moral herkommt

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

„Ulrich hatte jedoch damals keineswegs die Absicht, für Moosbruggers Schicksal auch im weiteren Verlauf zu sorgen. Die entmutigende Mischung von Grausamkeit und Erleiden, die das Wesen solcher Menschen ist, war ihm ebenso unangenehm wie die Mischung von Genauigkeit und Fahrlässigkeit, die das Merkmal der Urteile bildet, die man über sie zu fällen pflegt. Er wußte genau, (...) daß der Staat schließlich Moosbrugger umbringen wird, weil das in einem solchen Zustand der Unfertigkeit einfach das Klarste, Billigste und Sicherste ist.“ (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Hamburg 1970, S 244) ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Der Schwache

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Was heißt im Gegenteil schwach? Umgekehrt ist die Schwäche dreierlei: Sie ist 1) unmittelbares Gehemmt­sein durch eine äußere Kraft, nämlich durch den stärkeren anderen. Sie unterliegt einem erzwungenen Aufschub. Mit der Folge: „Alle Instinkte, welche sich nicht nach außen entladen, wenden sich nach innen – dies ist das, was ich die Verinnerlichung des Menschen nenne: damit wächst erst das an den Menschen heran, was man später seine »Seele« nennt.“ - Affektkontrolle kommt via Vergewaltigung von außen. (Und was ist mit der Affektkontrolle, die zu Zwecken der Verführung e ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Schaden und Schmerz

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Ich möchte auch diesmal meinem Protokoll der letzten Sitzung die Form eines Kommentars geben. Diesmal vor allem zur recht rätselhaften Äquivalenz von Schaden und Schmerz und zum Begriff des Tausches natürlich mit Blick auf Nietzsche, aber vor allem auch auf Marx. Die Äquivalenz von Schaden und Schmerz Wert ist eine (Un-)Gleichung. (Das ist so ziemlich das Schlimmste, was einem klassischen Logiker passieren kann. Aber es ist zugleich vollkommen alltäglich.) Kein Tausch tauscht Gleiches, sondern Glei ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Nietzsche gegen Marx

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Ein anderes verfehlt Nietzsche meiner Meinung nach allerdings völlig. Was hält die Märkte in Gang? Marx hatte dafür eine klare Antwort: Reproduktion des Lebens bedarf der Produktionsmittel. Diese sind jedoch Eigentum weniger. Die meisten Menschen bringen nur ihre mehr oder weniger gut ausgebildete Arbeitskraft in den Produktions­prozess ein. Der Markt, auf dem Menschen ohne Reserven auf Menschen mit Reserven treffen, relativ Ohnmächtige auf relativ mächtige, ist die gegenwärtig einzige gesellschaftliche Struktur, die die Koppelung von Arbeitskraft und Produktionsmitteln erlaubt. Märkte werden durch die ständige Notwendigkeit dieser Kopplung in Gang gehalten. Zumindest so lange, wie Gesellschaften keine anderen Strukturen, keine anderen Kopplungs­wege für die Verbindung von Arbeitskraft und Produktions­mitteln erfinden. Die Marxsche Antwort ist ziemlich plausibel. Vergleichen wir damit Nietzsches Antwort. Nietzsche schaut sich das Verhältnis von Glä ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Fesselung ... Selbstfesselung?

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Da sind wir also mitten in Nietzsches „Zur Genealogie der Moral“. Wir habe uns als Entrée noch einmal Abschnitt 1 aus der zweite Abhandlung: »Schuld«, »schlechtes Gewissen« und Verwandtes angesehen, um wieder ins Thema zu kommen und haben Nietzsches Aufgabenbeschreibung der Genealogie diskutiert: „Ein Thier heranzüchten, das versprechen darf“. Warum sagt er eigentlich nicht: Einen Menschen erziehen, der versprechen darf? Tiere können nicht versprechen. Hören wir auf, Tiere zu sein, indem wir versprechen lernen? ... mehr


Penderecki - Steve Reich

Musik - zum Genießen

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