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Last Updates:

21.09.2017    Termine
18.09.2017    Gefangen in der Filterblase?
02.09.2017    Heidegger lesen • Vom Wesen der Wahrheit
26.07.2017    Passing by
27.06.2017    Über Verantwortung
26.06.2017    Zitate über Langeweile
02.06.2017    Langeweile, Aufregung und erfüllte Zeit
26.05.2017    Intensität statt Identität
06.05.2017    Samuel Beckett: Endspiel
04.04.2017    Was uns bewegt...
04.04.2017    Herman Melville - Bartleby
22.03.2017    Zufall und Notwendigkeit
22.03.2017    Mit dem Nichts auf Wanderschaft
22.03.2017    Individuelle Macht gibt es nicht!
22.03.2017    Macht medium rare
22.03.2017    Macht politisch
22.03.2017    Zum Verbrechen geboren?
22.03.2017    Macht       Ein Grenzfall des Bewusstseins
22.03.2017    Größer als der Mount Everest
22.03.2017    Ground Zero
22.03.2017    Under my thumb
22.03.2017    Anthropologie der Macht
22.03.2017    Macht-Benefits
22.03.2017    Macht irre
22.03.2017    Allmacht und Beeinflussung
01.03.2017    Hannah Arendt - Wahrheit und Politik
24.12.2016    Die Sehnsucht des ewige Einen,
sich selbst zu gebären.
08.12.2016    Peter Antes - Bibel und Koran - ein Vergleich
08.12.2016    Peter Antes: Die Religionen und die Frauen
08.12.2016    Peter Antes: Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen
08.12.2016    Peter Antes: Religion und Staat in Deutschland
angesichts von Atheismus und Islam
07.12.2016    Dialog über das Glück
18.11.2016    Kraft, Impuls, Energie
05.11.2016    Goethe vom schönsten Augenblick
31.10.2016    Glück
31.10.2016    Walter Benjamin - Die Aufgabe des Übersetzers
27.10.2016    Das 'Glück' in der Moderne
27.10.2016    Fausts Tod
23.10.2016    Zugehörigkeit
und die Freiheit, anders zu sein
11.10.2016    Konfliktbarometer
10.10.2016    Parag Khanna:
Eine Welt ohne Grenzen
27.07.2016    Russellsche Antinomie und Paradoxien des Denkens
20.07.2016    Kurze Kritik der Gerechtigkeit
09.07.2016    Bitcoins - die Geldidee reloaded
24.05.2016     zu Jean-Luc Nancy: Dekonstruktion des Christentums
13.05.2016    Kauft Eintrittskarten!
12.05.2016    Sic transit gloria mundi
05.05.2016    ›Macht‹
12.04.2016    Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen
04.04.2016    Kultur und Identität
04.04.2016    Grenzen schließen
10.03.2016    Proposal zum Merkel-Plan
13.02.2016    In memoriam Roger Willemsen
12.02.2016    John-Dylan Haynes:
Der menschliche Geist im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit
12.02.2016    Regisseure über ihre Arbeit
12.02.2016    Aischylos - Orestie
15.01.2016    Wie souverän ist das Volk?
13.01.2016    Weiße Biotechnologie
10.01.2016    Kulturelle Identität 1
10.01.2016    Kulturelle Identität 2
06.01.2016    Game Over!
09.12.2015    autoritärer und liberaler Traum
01.11.2015    “Deutsche Leitkultur“ - zur Metaphysik des Ressentiments
28.10.2015    Der Diskurs der Besorgten
20.10.2015    Über die Grenzen -
Jacques Mourad und die Liebe in Syrien
20.10.2015    Asyl und Grundgesetz
10.10.2015    Welche Grenzen hat das Recht auf Asyl?
07.10.2015    Superintelligenz - Maschinenphantasmen
06.10.2015    Die trinitarische Bombe (INRI)
20.08.2015    Mensch 2.0
12.08.2015    Bewusstsein und Materie
20.07.2015    Big Data
Chancen und Gefahren des Datensammelns
18.06.2015    PLAN - EINE SEMIOTIK ZUR SCHNEESCHMELZE
20.05.2015    Harald Welzer über
totale Datensammler
15.04.2015    Freiheit denken ...
01.04.2015    Gruppe ZERO
18.03.2015    KYBERNETIK ! oder „ … der Apfel auf dem Tisch “ !
25.02.2015    Was es heißt, die Persönlichkeit zu kennen
18.02.2015    Können wir nicht anders?
09.02.2015    Bilderflut - starke Bilder
02.02.2015    Liebe oder Tod
08.01.2015    Lebendig oder tot?
Die Seele
07.12.2014    Alltägliche Überforderungen
Das Sisyphos-Christus-EGO
12.11.2014    Der Golem und das Judentum von Prag
17.10.2014    Joseph Beuys im Gespräch
17.10.2014    a propos Beuys
17.09.2014    Erinnerung - Aufmerksamkeit
27.08.2014    Warum malt Holubitschka?
08.08.2014    Natur-Abbild? Trugbild? Sinnbild?
01.08.2014    Die Lust, zu weit zu gehen ...
15.07.2014    Sokrates • Hippias
15.07.2014    Diotima • Sokrates
20.06.2014    Peter Brook macht seit 70 Jahren Theater
28.05.2014    Warum gerade diese?
27.05.2014    Schrumpfende Inhalte?
20.05.2014    Peter Weiss
a la Peter Brook
15.05.2014    Der leere Raum
20.04.2014    Five Truths
27.03.2014    Alltägliche Erfahrung und wissenschaftliche Erklärung
27.03.2014    Traditionelle und pragmatische Erkenntnistheorie
25.03.2014    Big Data
11.03.2014    Der Wunsch
24.02.2014    Harry Frankfurt „Die schwächste aller Leidenschaften“
24.02.2014    Sinn ... mit/gegen ... Wissen
24.02.2014    Schuld
24.02.2014    Wo die Moral herkommt
24.02.2014    Der Schwache
24.02.2014    Schaden und Schmerz
24.02.2014    Nietzsche gegen Marx
24.02.2014    Fesselung ... Selbstfesselung?
24.02.2014    Emmanuel Lévinas:
„Könnte es sein, dass die Moral uns zum Narren hält?“
24.02.2014    Emmanuel Lévinas:
„Der Krieg macht die Moral lächerlich.“
24.02.2014    Judith Butlers
Adornopreis-Rede
24.02.2014    Daten Sammelwut
24.02.2014    Urteil und Sein
24.02.2014    Das älteste System Programm des deutschen Idealismus
24.02.2014    116. Athenäums-Fragment
20.01.2014    Musik - zum Genießen
15.01.2014    Herrschaft und Knechtschaft
01.01.2014    Ueber Anmuth und Würde.
01.01.2014    Über das Marionetten Theater
01.01.2014    Der Mathematiker
01.01.2014    Wandel und Fortschritt in der Mathematik


Termine

Arbeitskreis Philosophie 51

Heidegger: Vom Wesen der Wahrheit, \"Richtigkeit\" und \"Freiheit\" ...

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Samuel Beckett: Endspiel

Personen

Nagg

Nell

Hamm

Clov

Innenraum ohne Möbel.

...

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Herman Melville - Bartleby

Ich bin, ich muß es gestehn, nicht mehr der Jüngste. Die Art meiner Berufsgeschäfte hat mich seit nunmehr dreißig Jahren in ungewöhnlich enge Berührung mit einer in mancher Hinsicht merkwürdigen, man kann wohl sagen sonderbaren Sorte von Menschen gebracht, über die meines Wissens noch nie etwas geschrieben worden ist – ich meine die Anwaltsschreiber, die Kopisten in den Kanzleien der Advokaten. Ich habe ihrer eine ganze Menge gekannt, beruflich sowohl wie privat, und könnte, wenn ich wollte, allerlei Historien zum besten geben, zur Erheiteru ...

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Auszug aus Schellings Freiheitsschrift

Die Sehnsucht des ewige Einen,
sich selbst zu gebären.

Die Schlüsselstelle aus Friedrich Wilhelm Schellings

Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit, 1809

„(…) Da nichts vor oder außer Gott ist, so muß er den Grund seiner Existenz in sich selbst haben. Das sagen alle Philosophen; aber sie reden von diesem Grund als einem bloßen Begriff, ohne ihn zu etwas Reellem und Wirklichem zu machen. Dieser Grund seiner Existenz, den Gott in sich hat, ist nicht Gott absolut ...

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Fausts Tod (mit Bruno Ganz) Die Sorge als Glückskiller und die große Priese Wahn im Glück

Goethe vom schönsten Augenblick

Faust

Die Sterne bergen Blick und Schein, Das Feuer sinkt und lodert klein; Ein Schauerwindchen fächelt's an, Bringt Rauch und Dunst zu mir heran. Geboten schnell, zu schnell getan! – Was schwebet schattenhaft heran ...

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Walter Benjamin - Die Aufgabe des Übersetzers

Nirgends erweist sich einem Kunstwerk oder einer Kunstform gegenüber die Rücksicht auf den Aufnehmenden für deren Erkenntnis fruchtbar. Nicht genug, daß jede Beziehung auf ein bestimmtes Publikum oder dessen Repräsentanten vom Wege ab ...

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(wie entsteht Macht?) Ein Urdemokrat vor 1550

Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen

Feigheit

»Mehrern Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm gar sehr, Nur ein einziger sei Herrscher, einer König und nicht mehr«, so sagt Ulysses bei Homer vor versammeltem Volke. Hätte er nur gesagt: »Mehreren Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm gar sehr«, so wäre das eine überaus treffliche Rede gewesen; aber anstatt daß er, wenn er mit Vernunft reden wollte, gesagt hätte, die Herrschaft von mehreren könnte nichts taugen, weil schon die G ...

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Ästhetik: Chor und Scherbengericht ...

Aischylos - Orestie

In Erinnerung an die Inszenierung von Peter S ...

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So absolut wie möglich - ein Neubeginn der Kunst nach 1945

Gruppe ZERO

„Das ruhige Leben ist verschwunden. Der Begriff der Geschwindigkeit ist konstant im Leben des Menschen. [...] Der Mensch wird immer gefühlloser erstarrten Bildern gegenüber, die keinen Sinn für Vitalität verraten. Die unbeweglichen Bilder von früher befriedigen nicht mehr die Wünsche des neuen Menschen, der geformt wird vom Aktionsdrang und vom Zusammenleben mit der Mechanik, was eine beständige Dynamik erfordert. Die Ästhetik organischer Bewegung ersetzt die ästhetische Kraftlosigkeit ersta ...

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Dialog über das Schöne

Sokrates • Hippias

Sokrates:Hippias, du herrlicher und weiser, wie seit gar langer Zeit kommst du uns endlich einmal wieder nach Athen! Hippias: Ich hatte eben nicht Muße, Sokrates. Denn wenn Elis irgend etwas auszurichten ha ...

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Dialog beim Gastmahl über Eros und das Schöne

Diotima • Sokrates

(...) Und so will ich dich denn jetzo lassen und eine Rede über den Eros welche ich einst von einer Mantineerin Namens Diotima gehört habe, welche hierin und auch sonst sehr weise war, auch den Athenern einst bei einem Opfer vor der Pest zehnjährigen Aufschub der Krankheit bewirkte, welche auch mich in Liebessachen unterrichtet hat, die Rede also welche diese gesprochen hat will ich versuchen euch zu wiederholen, von dem ausgehend worüber ich mit Agathon übereingekommen bin, sonst aber ganz für mich al ...

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Big Data

So selbstevident, wie es der Begriff vom Menschen als Vernunftwesen für Kant einmal war, erscheint die neue und offenbar unhintergehbare Notwendigkeit, Volume, Velocity und Variety riesiger Datenmengen ...

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Die primäre Tätigkeit des Unbewußten

Der Wunsch

Freud zur primären Tätigkeit des Unbewußten: »Wir zweifeln nicht daran, daß auch dieser Apparat& ...

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Sinn ... mit/gegen ... Wissen

Was war uns nach unserem Brainstorming zum Phänomen Glauben, so unvollständig und im einzelnen zufällig es auch sein mochte, aufgefallen? Glauben ist offenbar eine ausgezeichnete Form des mentalen Bezugs jedes Menschen auf Mannigfaltiges. Das ist u.a. aus folgendem Grund für einen Philosophen bemerkenswert: Die Philosophie hat sich die meiste Zeit über weit interessierter mit der menschlichen F&au ...

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Daten Sammelwut

Was wissen wir über einen einzelnen Menschen, wenn wir alle Datensätze, die heute über ihn gesammelt werden, zusammentragen: < ...

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Hölderlins Krypto-Romatik

Urteil und Sein

Urteil

ist im höchsten und strengsten Sinne die ursprüngliche Trennung des in der intellektualen Anschauung innigst vereinigten Objekts und Subjekts, diejenige Trennung, wodurch erst Objekt und Subjekt möglich wird, die Ur=Teilung. Im Begriffe der Teilung liegt schon der Begriff der ge ...

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Der romatische Urknall

Das älteste System Programm des deutschen Idealismus

– eine Ethik. Da die ganze Metaphysik künftig in die Moral fällt – wovon Kant mit seinen beiden praktischen Postulaten nur ein Beispiel gege ...

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Universalpoesie

116. Athenäums-Fragment

Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie. Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennte Gattungen der Poesie wieder zu vereinigen, und die Poesie mit der Philosophie und Rhetorik in Berührung zu setzen. Sie will, und soll auch Poesie und Prosa, Genialität ...

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über Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins

Herrschaft und Knechtschaft

Das Selbstbewußtsein ist an und für sich, indem und dadurch, daß es für ein Anderes an und für sich ist; d.h. es ist nur als ein Anerkanntes. Der Begriff dieser seiner Einheit in seiner Verdopplung, der sich im Selbstbewußtsein realisierenden Unendlichkeit, ist eine vielseitige und vieldeutige Verschränkung, so daß die Momente derselben teils genau auseinandergehalten, teils in dieser Unterscheidung zugleich auch als nicht unterschieden oder immer in ihrer entgegengesetzten Bedeutung genommen und erkannt werden m ...

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Friedrich Schiller

Ueber Anmuth und Würde.

Anmuth

Die griechische Fabel legt der Göttin der Schönheit einen Gürtel bei, der die Kraft besitzt, Dem, der ihn trägt, Anmuth zu verleihen und Liebe zu erwerben. Eben diese Gottheit wird von den Huldgöttinnen oder den Grazien begleitet. Die Griechen unterschied ...

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Heinrich von Kleist

Über das Marionetten Theater

Als ich den Winter 1801 in M... zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen Garten, den Herrn C. an, der seit kurzem, in dieser Stadt, als erster Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko außerordentliches Glück machte. Ich sagte ihm, daß ich erstaunt gewesen wäre, ihn schon mehrere Male in einem Marione ...

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John von Neumann über den empirischen Charakter der Mathematik

Der Mathematiker

Die Erörterung des Wesens intellektueller Arbeit ist in jedem Gebiet eine schwierige Aufgabe, selbst in solchen Bereichen, die nicht so weit vom Hauptfeld der gewöhnlichen intellektuellen Tätigkeit des Menschen entfernt sind, wie es die Mathematik immer noch ist. Es ist per se schwierig, das Wesen irgendeiner geistigen Leistung zu erörtern - auf jeden Fall schwieriger als diese besondere intellektuelle Leistung bloß zu vollbringen. Es is ...

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Michael F. Atiyah 1969 zum Thema:

Wandel und Fortschritt in der Mathematik

Der Mathematiker veröffentlicht die Ergebnisse seiner Forschungen in Fachzeitschriften. In diesen wissenschaftlichen Arbeiten werden Theoreme bewiesen, die vorher nicht bekannt waren. Für einen Laien scheint die mathematische Literatur erstaunlich umfangreich zu sein, glaubt er manchmal doch sogar, es gäbe in der Mathematik überhaupt nichts Neues mehr zu erforschen. In den Mathematical Reviews, die in den USA erscheinen, wer ...

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Eine Lesearbeit, ein Kommentar

Heidegger lesen • Vom Wesen der Wahrheit

Heideggers Vortrag Vom Wesen der Wahrheit von 1930 ist in 9 Teile unte ...

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Philosophische Grundlagen

Was uns bewegt...

Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die F&uu ...

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...sondern nur politische Macht

Individuelle Macht gibt es nicht!

Nicht immer macht es Sinn, das Ergebnis eines Gedanken oder die Antwort auf eine zentrale Frage wie die: Was ist Macht? so sie schon vorliegt, auch gleich niederzuschreiben. Nicht, wenn die Absicht wie in diesem Kapitel ist, dass jeder, der es liest und sich wirklich mit der Frage beschäftigen will, dies auch auf seine Art und Weise tun kann. Denn bei der Frage um die Macht geht es in unserer Zeit so sehr auch um die eigenen Überzeugungen, die, wenn sie ...

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Michael Seibel - zur Werthaltigkeit von Kryptowährung

Bitcoins - die Geldidee reloaded

Bitcoin ist eine von inzwischen über 3000 Kryptowährungen. Sie ist eine privat emittierte, virtuelle Währung. Sie kann sich im Gegensatz zu konventionellem Fiatgeld auf keinen Staat stützen und auf keine leistungsstarke Volkswirtschaft. Aber sie mach massiv für sich Reklame. Man fragt sich, wie solches Spielgeld an Wert kommt. Andererseits haben sich die sozio-kulturellen Kommunikationspraxen in den letzten zwanzig Jahren stark durch das Internet verändert, sodass zu fragen ist, ob dadurch nicht Währungen eine neue Grundlage bekommen, und ob nicht alte Vorstellungen von Werthaltigkeit obsol ...

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Michael Seibel

Über Verantwortung

Wir sprechen von Verantwortung. Wir meinen damit, dass sich jedermann für seine Tat einem richterlichen Urteil zu stellen hat. Verantwortlich sein heißt, sich vor einer richterlichen Instanz rechtfertigen müssen. Was für ein Gericht das ist, wollen wir zunächst genauso offenlassen wie die Frage, um was für Taten es ...

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Erkenntnistheorie und der Antagonismus der Zeit

Zufall und Notwendigkeit

Das Begriffspaar Zufall und Notwendigkeit markiert ein fundamentales, erkenntnistheoretisches Dilemma in der Philosophie, angefangen mit den verschiedenen Lesarten von Platons Timaios und gewiss auch innerhalb der platonischen Ontologie selbst. Sei’s drum, ob der Timaios der mittleren oder späten Schaffensphase Platons zugeordnet werden darf, das Problem war irgendwann unvermeidbar, ist es dem Denken seither doch immanent.

Der Streit unter Philosophie ...

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Aus dem Grund heraus philosophieren

Mit dem Nichts auf Wanderschaft

Blicken wir vom letzten Kapitel aus zurück zu Platon, dann fällt uns die gedankliche Nähe zwischen Platon und Kant bei der Frage nach der Entwicklung, aber auch nach der Verwandtschaft der philosophischen Auffassungen bezüglich der Grundlegung des menschlichen Denkens nicht schwer. Wir haben dabei nicht so sehr auf die zahllosen Details fokussiert, sondern sind einem Gedankenzug gefolgt, der uns zu einer der schwierigsten Fragestellungen der Erkenntnistheorie führte, den synthetischen Erkenntnissen a ...

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John Locke und die Staatsmacht

Macht medium rare

Zweifellos war Macht in England, Frankreich und Deutschland damals ganz unterschiedlich organisiert, unterschiedlicher wie es kaum unterschiedlicher geht. Dort eine Demokratie, hier Ludwig XIV und der Alte Fritz. Dort stand die Freiheit des Einzelnen im Vordergrund, sowohl im Denken wie auch in der Staatsverfassung, hier waren Denken und Staat nie weiter auseinander, als zu jener Zeit.

Das Denken wurde geprägt von einer Neuentdeckung der Schriften von Platon, die die Grundlage der Philosophie von Leibniz bildete, in England lagen ...

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Macht politisch

Der Begriff Macht bestimmt sich also allein aus seiner politischen Gültigkeit. Dies gilt geschichtsunabhängig, ist also für alle unterschiedlichen politischen Systeme gültig. Wir haben gesehen, dass politische Systeme sich stark wandeln können, der Begriff Macht aber unbeschadet dessen seinen Inhalt behalten hat.

Der Inhalt des Begriffs Macht bestimmt sich nicht von der jeweils bestehenden politischen Ordnung. Er ist jede bestehe ...

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Zum Verbrechen geboren?

War es in der Philosophie seit Hegel spätestens unumstritten, dass Freiheit zum Wesen der menschlichen Existenz gehört, was leider nicht heißt, dass dieser Erkenntnis auch immer in den folgenden philosophischen Systemen und Auffassungen der entsprechende Stellenwert eingeräumt wurde, so stellte sich nach der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und den damals noch weitgehend unembedded news vom Vietnamkrieg die Frage nach dem Ursprung des „Bösen& ...

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Macht       Ein Grenzfall des Bewusstseins

Wir bestimmen Macht als einen Grenzfall des Bewusstseins. Nicht, dass wir meinen, Macht wäre nicht ubiquitär, im Gegenteil. Als Vorstellung, wie als reale Macht, ist sie das. Wir müssen also fragen: woher kommt diese Vorstellung von Macht? Wie kommt es dazu, dass diese Vorstellung so verankert sein kann in unserem Bewusstsein, dass sie Handlungen motiviert, die andere Menschen das Leben kosten können? Und sie eben als diesen Grenzfal ...

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Es gibt keinen inneren Zwang in Gruppen, Zwang auszuüben

Größer als der Mount Everest

Macht ist gesetzgebend und steht daher gleichsam per definitionem ausserhalb des Gesetzes. Individuelle Machtphantasien haben immer auch etwas zu tun mit Gesetzlosigkeit. Der Outlaw, der Gesetzesbrecher träumt von einer Gesellschaft oder Welt, die von ihm allein bestimmt ist. Insofern ist der Outlaw auch gleichzeitig ein ‚Weltverbesserer‘. Die Bandbreite dieser Form von Machtphantasien umschließt Politiker und Pubertierende genau so wie Konzernvorstände, Literaten wie Country Sängerinnen. Zum Glück nicht alle aus den jeweiligen G ...

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in die Philosophiegeschichte zurück

Ground Zero

Vielleicht erinnern wir uns an dieser Stelle daran, was wir in den Eingangskapiteln immer wieder und immer wieder neu von verschiedenen Seiten aus betrachtet haben, nämlich die Erkenntnis, dass nichts ist, ohne Grund. Dieses principium rationis sufficientis1 steht heute stellvertretend als gemeinsamer Oberbegriff, als gemeinschaftliche Wurzel aller Arten von Relation, wie sie in der vorgestellten Welt erscheinen. Genauer gesagt, was immer wir denken und uns vorstellen, wir tun dies immer auch, indem wir Beziehungen, welcher Art auch immer, erkennen oder meinen ...

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Unterwegs zum vollkommenen Staat

Under my thumb

„Alles fließt“ einem in den Händen davon. Dies mag bis heute als eine der Urängste gelten, vielleicht die wesentlichste aller Ängste, mehr noch, als die Angst vor dem Tode. Aber wir haben uns bislang nicht auf die Seite derer begeben, die das Werden und Vergehen aus einer psychologischen Sicht heraus verstehen wollten. Die psychologische Sichtweise hat ihren Ursprung in der Philosophie des Aristoteles, genauer in seiner Schrift: De Anima. Hier ist die fundamentale Bestimmung der Psychologie des Menschen als ein Strukturzusammenhang bes ...

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Macht-Muster, Macht-Ausgleich, Macht-Nutzen

Anthropologie der Macht

Kommen wir zurück zum Milgram Experiment. Offen blieb die Frage, worin der Widerstand gegen das Experiment bei einigen der Probanden bestand? Was hat sich gegen die Vorstellung von Macht widersetzt? Wäre die Antwort einfach, würden wir sie an dieser Stelle sofort niederschreiben. Dem ist leider nicht so, aber angesichts des Sachverhalts und dessen Tragweite lohnt es sich mehr als genug, sich dieser Thematik erneut anzunähern. Alles, woran der Mensch im Sinne seiner Zivilisation glaubt, ist verbunden mit dem, was die antiken griechischen Philosophen Tug ...

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Macht-Metaphysik, Macht-Aufklärung, Macht-Ergreifung, Macht-Recht

Macht-Benefits

Jemandem zugute kommen (intransitiv), von etwas profitieren sind nur zwei von unzähligen Bedeutungen des Begriffs: Benefit, der heute den Begriff des Gemeinwohls aus aristotelischer Zeit substituiert hat. Und um weitere Missverständnisse zu vermeiden, operieren moderne utilitaristische Theorien, allen voran die Wirtschaftswissenschaften bzw. die Volkswirtschaft nicht mehr mit dem Begriff des Nutzens, sondern gleich mit dem viel weiteren Begriff des menschlichen Wohlergehens.

Glückseligkeit als höchstes Gut erkennt Ka ...

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Macht-Persönlichkeit • Das Andere in uns • Deklinationen des Anderen: Sprache und Religion

Macht irre

Im August 2012 entschied das Bundesverfassungsgericht, auch unter dem Eindruck des zunehmenden Terrorismus, dass unter strengen Auflagen Einsätze der Bundeswehr im Inland erlaubt seien. In seinen Ausführungen verlangt das Bundesverfassungsgericht für den Fall Tatsachen katastrophischen Ausmaßes. Es müsse ein katastrophaler Schaden unmittelbar bevorstehen, gewissermaßen ein Fall von annähernder Vaterlandsverteidigung (im Innern), der durch die „asymmetrische Kriegsführung ...

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Gottes Krieger • Gott ist tot • Es lebe Gott

Allmacht und Beeinflussung

Die Beziehung zwischen Gottes Souveränität und dem freien Willen der Glaubensgemeinschaft haben wir mit dem Begriff der Partizipation, Teilhabe, bestimmt. Partizipation funktioniert in der Religion ähnlich wie Katharsis bei Aristoteles1, von dem wahrscheinlich auch die Vorstellung der religiösen Teilhabe abgeleitet und ins Christentum und den Islam übernommen worden ist2.

Wesentlich in diesem Zusamm ...

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Walter Tydecks - Kraft, Impuls, Energie

Kraft, Impuls, Energie

Niemand kann Kraft, Impuls oder Energie sehen, aber jeder kennt und spürt sie: Kraft ist die Fähigkeit etwas zu verändern, z.B. die Kraft, einen Stein von einem Ort zu einem anderen zu bewegen. Unter Impuls wird meist ein äußerer Anstoß verstanden, etwas zu tun und auf den Impuls zu reagieren. Wird intuitiv versucht, Energie von Kraft zu unterscheiden, gilt Energie als das Vermögen, eigene oder fremde Kräfte erfolgreich mobilisieren zu können und an einer Aufgabe so lange dran zu bleiben, bis sie erfolgreich zu Ende gebracht ist. Energie, das sind im weiteren Sinn die Triebe, die Libido, Vitalität und die aufmerksame Lebendigkeit, die heute für die meisten das Glück bedeuten, das sie bis ins hohe Lebensalter genießen mö ...

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Materialien zum Philosophietreffen am 2.11.2016

Das 'Glück' in der Moderne

Glück ist seit jeher einer der wichtigsten Kandidaten für eine plausible Begründung ethischer Urteile. „Verhalte dich so, dass du weder dein eigenes Glück noch das Glück anderer gefährdest, sondern es i ...

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Walter Tydecks - Die Produktivität der Antinomie (1984) von Th. Kesselring, neu gelesen

Russellsche Antinomie und Paradoxien des Denkens

Die Russellsche Antinomie beschäftigt seit ihrer Veröffentlichung im Jahre 1903 die Mathematik, die Logik und die Philosophie. Seither ist das Vertrauen in die Sicherheit der Logik von Grund auf erschüttert mit Auswirkungen auf alle Wissenschaften und K ...

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Michael Seibel - Intimitäten aus dem Verhältnis von Recht und Tugend

Kurze Kritik der Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist bekanntlich die platonische Tugend par exellence und zugleich einer der großen normativen politischen Schlüsselbegriffe. Die Formel »suum cuique«, gerecht ist eine Handlung, wenn sie jedem das gibt, was ihm zukommt, dürfte neben der goldenen Regel („Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“) einer der zustimmungsfähigsten Formeln der gesamten Ethik sein ...

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Reinhard Hildebrandt - Das Gemeinsame aller Existenz: Zwischen sensorischer Wahrnehmung und Vorderseite des "Realen"

zu Jean-Luc Nancy: Dekonstruktion des Christentums

Der Philosoph Jean-Luc Nancy verlässt in seinem Buch "Die Anbetung - Dekonstruktion des Christentums (2)", Zürich 2012, die traditionellen Pfade der Philosophie. Er beginnt seine Analyse mit den vielfältigen Bezügen alles Existierenden untereinander. Die innere Verarbeitung der vielfältigen äußeren Einflüsse zur Bewahrung der Konstanz verändert das einzelne Existierende. Je nach der Eigenart der Verarbeitung und der daraus resultierenden inneren Veränderung ergeben sich neue Bezüge zu anderen Existierenden und bisher bestehende werden unterbrochen bz ...

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Michael Seibel - gönn dir 'ne Pause vom Krieg - oder: Zynische Normalisierungswut

Kauft Eintrittskarten!

Martin hatte vor ein paar Tagen ein Fernseh-Interview gesehen, über das er sich immer noch ausgesprochen ärgerte. Es kam ihm vor, als habe George Orwell Regie geführt. Es klang wie von einem anderen Stern! Und zugleich total alltäglich. Ein Muster an Selbstgefälligkeit. Zwei emeritierte Schweizer Wirtschaftsprofessoren (wer sonst?), eine Frau Osterloh und ein Herr Frey, hatten vorgeschlagen, von Flüchtlingen, die nach Europa wollten, Eintrittsgeld zu ...

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Kurzabriss zur Geschichte des Begriffs

›Macht‹

Der Begriff ›Macht‹ ist ein Grundbegriff beim Verständnis des Menschen als eines einerseits sozialen und andererseits handlungs- und entscheidungsfähigen Wesens. Er ist einigermaßen klar abgrenzbar gegen ›Herrschaft‹, ›Gewalt‹ und ›Terror‹. Gesellschaft, Handlung, Freiheit, Wille und Subjekt haben offenbar Querverweise zu Macht, Herrschaft, Gewalt un ...

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Protokoll vom 16.3.2016

Kultur und Identität

Mit vergleichsweise grober Axt haben wir den Begriff der Kulturellen Identität in zwei Teile zerlegt. Zwei Begriffe sind zusammen: Kultur und Identität. ...

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Michael Seibel - Grenze als letales Denkmodell

Grenzen schließen

Eine der ersten Assoziationen, die mit dem Wort Grenze verbunden sind, dürfte der Gedanke des Schutzes und des selektiven Austausches sein. Biologische Organismen etwa weisen Grenzen gegen die sie umgebende Außenwelt auf. Im Begriff des Organischen wird gedacht, dass es jeweils substantielle Kriterien dafür gibt, was als Organ zum Organismus gehört und was nicht. Organismen ohne Grenzen gibt es nicht. Im Begriff des Organismus macht man sich eine bestimmte Vorstellung vom Leben selbst. Man sieht Organismen vor sich im kontrollierten Austausch mit ihrer Umwelt, der sie Energie entnehmen. Die Regeln, nac ...

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Vorschlag der Europäischen Stabilitäts Initiative

Proposal zum Merkel-Plan

Zur Diskussion

Folgender Vorschlag des ESI zur Lösung des syrischen Flüchtlingsproblems wird gegenwärtig stark diskutiert. Es lohnt, ihn einmal im Detail zur Kenntnis zu nehmen.

The Merkel Plan ...

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Michael Seibel - schon wieder der clash of civilisation!

Kulturelle Identität 1

Neuerdings fällt wieder vermehrt der Begriff „kulturelle Identität“. Im Hintergrund stehen als eine Art »drole de guerre« Konflikte nicht miteinander vereinbarer Kulturen im Raum. Aber ist Konfliktursache wirklich eine Unvereinbarkeit von Kulturen? Kulturkontakte waren bislang meist ein Ergebnis von Expansion und Kolonisation, von Veränderungen in der Kommunikation und im Verkehr oder von Armutswanderung, eher Zusammenstöße als Berührungen. Die Konflikte dabei waren im Kern machtpolitische und wirtschaftliche und nicht primär kulturelle. Die Bedingungen von Kulturkontakten waren ungünstig. Kulturkontakte dürften ...

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Michael Seibel - Sprache der Fülle ... Fülle der Sprache

Kulturelle Identität 2

Ich möchte „kulturelle Identität“ in einem komplexeren, vielstimmigeren Zusammenhang aufsuchen, und ich möchte das anhand einer kurzen literarischen Erzählung tun. Sie hat wie jede Erzählung etwas Punktuelles, weil sie von der besonderen Situation einer fiktiven Person erzählt und man also keineswegs sicher sein darf, ihr etwas Allgemeines abzugewinnen. Es kommt auf der Ebene, die mich interessiert, aber nicht darauf an, dass das, was es von bestimmten Menschen zu sagen gibt, auch für andere gilt, sondern darauf, dass es für die besondere Person selbst die Art von Dichte und Unabweisbarkeit bekommt, die es mög ...

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Philipp Blom - 'Kultur' als fremdenfeindlicher Kampfbegriff

autoritärer und liberaler Traum

Charakteristisch für die gegenwärtige Entwicklung sei, so Blom, die Aufspaltung zwischen nostalgisch-autoritären Träumen und liberalen Träume. Rechts und links verlieren an Bedeutung. Standards, die bisher oft von Sozialisten erkämpft wurden, werden heute von Nationalisten verteidigt. Menschenrechte sind ein Traum und ein zentrales Narrativ der Moderne. Ein gerade 300 Jahre alter, schöner Traum, der auch wieder verschw ...

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Souveränitätsversprechen und Fremdenfeindlichkeit

“Deutsche Leitkultur“ - zur Metaphysik des Ressentiments

Die Verankerung des kulturellen Erbes in jedem von uns ist, so unterschiedlich sie ist, nicht prinzipiell unterschieden von der Verankerung einer Schuhmarke im gemeinsamen Geschmacksuniversum einer Schulklasse. Sie ist allerdings un(?)endlich verschlungener, facettenreicher, geschichtsdurchtränkter, in sich gefalteter, emergenter, aber durchaus nicht in Teilbereichen unentwirrbar. So wie man ein Fadenknäuel zumindest in Teilabschnitten entwirren kann, auch wenn man vielleicht am gesamten Knäuel scheitert, lässt sich auch das, was - wenn es sich um ein b ...

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Michael Seibel - Was berechtigt eine Sorge?

Der Diskurs der Besorgten

Bevor ich auf die Sorgen zu sprechen komme, die der Zustrom von Asylanten in Deutschland bei vielen auslöst, muss ich einige grundlegende Bemerkungen machen, die Zustimmung und Ablehnung in Diskursen betreffen. Zustimmung und Erfahrung in Diskursen < ...

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SWR-Rechtsredaktion

Asyl und Grundgesetz

Ist eine Obergrenze zulässig?

Die Stimmen, die eine zahlenmäßige Begrenzung des Grundrechts auf Asyl fordern, werden immer lauter. Einige wollen sogar die komplette Abschaffung. Doch ob das Grundgesetz eine Obergrenze erlaubt, ist bei Staatsrechtlern hoch umstritten. "Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze; das gilt au ...

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Michael Seibel: Auf der Suche nach einer Zahl

Welche Grenzen hat das Recht auf Asyl?

Es wird gesagt, die Möglichkeiten Deutschlands, Flüchtlinge aufzunehmen, seien begrenzt. Selbstverständlich sind alle Ressourcen begrenzt. Selbst Wasser und Luft. Die Aussage wird erst dann zu einem Argument, wenn man begründete Angaben darüber macht, wo die Grenzen liegen und warum sie d ...

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Nick Bostroms Vorstellung von superintelligenten Maschinen

Superintelligenz - Maschinenphantasmen

Auf Nick Bostroms Buch Superintelligenz, Frankfurt 2014, sind wir gestoßen, weil vorgeschlagen wurde, Gedanken zu verfolgen, die die sich offenbar rasant entwickelnden technischen Eingriffsmöglichkeiten ins menschliche Leben betreffen. Die Frage vermochte in diesem Zusammenhang Interesse auszulösen, was geschieht, wenn es gelingt, Maschinen zu entwickeln, die die menschliche Intelligenz übertreffen. Bostrom macht es dramatisch und sieht, wie sein Buch im deutschen ...

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Walter Tydecks zu: Biomedizinische Erneuerung des Menschen oder neuer Übermenschwahn?

Mensch 2.0

Einleitung Citizen Cyborg ist der Titel eines 2004 erschienenen Buches von James Hughes (seit 1984 buddhistischer Mönch, Soziologie-Abschluss in Chicago, unterrichtet Bioethik am Trinity College in Connecticut, 2004-2006 Präsident der World Transhumanist Association, Präsident des Institute for Ethics and Emerging Technologies). Citizen Cyborg könnte frei übersetzt werden mit »Bürgerrechte für künstliche intelligente Wes ...

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Ein paar Mindestanforderungen an einen philosophischen Diskurs über...

Bewusstsein und Materie

Beim letzten Treffen haben wir uns neuerlich über das Verhältnis von Bewusstsein und Materialität Gedanken gemacht. Wir haben uns von Searle an die alte Zweiteilung Descartes von res cogitans (Seele) und res extensa (Leib) erinnern lassen. Bei Descartes ist das in der Tat ein Dualismus. Und Searle beklagt entschieden, dass wir durch Descartes gewohnt sind, das Verhältnis von Leib und Seele, von Materie und Geist von dieser begrifflichen Trennung aus zu denken. Man reißt da etwas auseinander und bekommt dann im Nachgang allein dadurch ein Problem, sich solche Fragen stellen zu müssen wie die nach der Materialität der Seele oder die Frage, ob die Seele oder das Bewusstsein ein der realen Welt, die doch von Naturgesetzen beherrscht wi ...

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Walter Tydecks zu:

Big Data
Chancen und Gefahren des Datensammelns

Einleitung Mit Big Data sind Datenmengen gemeint, die so groß sind, dass sie nur mithilfe digitaler Datenverarbeitung ausgewertet werden können. In der Regel entstehen sie auch maschinell durch Sensoren oder andere elektronische Aufzeichnungen.< ...

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Schlüsseltexte aus der Geschichte des Freiheitsbegriffs

Freiheit denken ...

Ich möchte die Texte der sich entwickelnden Tradition des Freiheitsbegriffs dem Text eines heutigen amerikanischen Philosophen gegenüberstellen. Also knapp ausgewählt: Plato, Augustinus, Hume, Kant, Schelling gegen Searle. Bitte machen Sie sich selbst ein Bild, was dort vom Thema übrig geblieben ist. Exisiert Willensfreiheit empirisch (Searle) ist eine ebenso naive Frage wie die Frage, ob Gott empirisch existiert ...

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Bilderflut - starke Bilder

Die Metapher der Bilderflut Man warnt uns. Eine Welle habe uns überrollt. Man spricht von Bi ...

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Wie das Gehirn Klavierspielen lernt

Lebendig oder tot?
Die Seele

Protokoll vom 17.12.2014 Ich möchte unsere Einführung zum Begriff der Seele etwas vertiefen. Wir sagten: ›Seele‹, die griechische Übersetzung ist psyche, die lateinische anima, ist bei den alten Griechen der Begriff für das, was einen lebendigen Org ...

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Das Leben und seine ständigen Überforderungen

Alltägliche Überforderungen
Das Sisyphos-Christus-EGO

Tragikomik Fragen, die man falsch gestellt, Schafft man nicht mehr aus der Welt; Man verbringt dann seine Tage Grübelnd über solcher Frage, Und man kanns noch Gnade nennen, Stirbt man ohne zu erk ...

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Meditationen zum Kunstbegriff

Erinnerung - Aufmerksamkeit

Das Wissen darum, dass wir, wie Heraklit sagt, nicht zweimal in den selben Fluss steigen, begleitet seit Menschengedenken die Begriffsbildung. Wie kann man dem Fluss einen Namen geben und wie vor allem Tag für Tag den gleichen? Das Ungleiche, das Nicht-selbe ist ja offenbar das Wasser. Das Problem der Nicht-Selbigkeit bestünde offenbar nicht, wenn der Fluss einfach austrocknete. Er wäre, der Heraklitschen F ...

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München Venedig

Die Lust, zu weit zu gehen ...

Manchmal wird es gerade dann richtig interessant, wenn alle sagen: „Jetzt gehen Sie aber wirklich zu weit!“ Denn genau das bekommen Sie zu hören, wenn Sie vorhaben, zufuß von München nach Venedig zu gehen. Gehen wir los. Von München, am besten früh morgens - dann hat man noch den ganzen Tag - geht es die Isar entlang über Pullach bis Schäftlarn. Eigentlich gehört noch fast die H&au ...

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Ästhetik: Unbestechlicher Blickkontakt - Urteil des Paris

Warum gerade diese?

Die Spannweite des mit dem Wort „Ästhetik“ gemeinten ist extrem weit. Womit also beginnen? Mit dem Anfang. Mit einem ersten Blick. Der freundliche Blickkontakt einer Mutter mit ihrem Baby. Wer Kinder hat, weiß, wie in solchen frühen Kontaktsituationen der Gesichtsausdruck der Mutter den Säugling stimuliert und zugleich einen positiven Affekt einleitet. Und im Gegenzug kommuniziert das Kind der Mutter seinerseits seine schönen Gefühle z ...

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Helmut Pape leitet in die Wissenschaftstheorie ein

Alltägliche Erfahrung und wissenschaftliche Erklärung


Einführung in die Wissenschaftstheorie

Spüren, Wahrnehmen und Wissen: Die alltägliche Situation des Erkennens Warum allein das alltägliche Leben und alltägliche Erfahrungen der Erkenntnis und den Wissenschaften ihren Sinn und Zweck verleiht In diesem ersten Teil will ich Sie zu dem Thema, Gegenstand und der Fragestellung dieser Vorlesungsreihe hinführe ...

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Helmut Pape leitet in die Wissenschaftstheorie ein

Traditionelle und pragmatische Erkenntnistheorie

Einführung in die Wissenschaftstheorie

Das Wissen, das wir zum Handeln benötigen, wird häufig etwas verächtlich instrumentelles Wissen genannt. Der Zusammenhang, den ich zwischen einem Zweck des Handelns und dem Wissen hergestellt habe, kennzeichnet den darauf ...

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Harry Frankfurt über die Wahrheitsliebe

Harry Frankfurt „Die schwächste aller Leidenschaften“

Ist das jetzt ein 'leichter Text'? Wir haben ihn gleichsam in zwei Teile portioniert. Im ersten Teil ging es um Frankfurts These, dass dasjenige, was uns eigentlich verletzt, wenn uns jemand belügt, dreierlei ist: 1. Er spielt sich quasi auf wie ein Gott, indem er mit seinen Worten Welt erfindet. 2. Er führt uns aufs Glatteis und mindert unsere eigenen Chancen, uns in der Welt zurecht zu finden, indem er uns die Welt zeigt, wie sie nicht ist.
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Zur Begründung der Ethik bei Emmanuel Lévinas

Emmanuel Lévinas:
„Könnte es sein, dass die Moral uns zum Narren hält?“

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Ethik am Rande einer Lektüre von Emmanuel Lévinas, »Totalität und Unendlichkeit, Versuch über die Exteriorität«, Freiburg/München 1993 2002 (Original: »Totalité et Infini: essai sur l'extériorité«, 1961))

Download: Auszug aus Emmanuel Lévinas 'Totalität und Unendlichkeit' Wir haben begonnen, uns mit der Ausgangsfrage von 'Totalität und Unendlichkeit' von Emmanuel Lévinas zu befassen. Könnte es sein, so lautet diese Frage, dass die Moral uns zum Narren hält? In anderen Worten: Könnte es sein, dass Mensche ...

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Zur Begründung der Ethik bei Emmanuel Lévinas


Emmanuel Lévinas:
„Der Krieg macht die Moral lächerlich.“

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Ethik am Rande einer Lektüre von Emmanuel Lévinas, »Totalität und Unendlichkeit, Versuch über die Exteriorität«, Freiburg/München 1993 2002 (Original: »Totalité et Infini: essai sur l'extériorité«, 1961))

Nochmals zum Einstimmen die Textpassage „Das Selbe und das Andere“, aus Emmanuel Lévinas Buch 'Totalität und Unendlichkeit': »„Das wahre Leben ist abwesend.“ Aber wir sind auf der Welt. In diesem Alibi erhebt und hält sich die Metaphysik.« Vielleich ...

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Das richtige Leben im falschen?

Judith Butlers
Adornopreis-Rede

Judith Buttler

Nachdem wir uns über Emmanuel Lévinas Aussage aus 'Totalität und Unendlichkeit': »Das wahre Leben ist abwesend.« unterhalten haben, haben wir uns auf die Rede von Judith Butler anlässlich der Verleihung des Adorno Preises hinweisen lassen, in dem sie auch auf die einschlägige Behauptung Adornos eingeht „Es gibt kein richtiges Leben im falsch ...

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über fake news

Gefangen in der Filterblase?

Ein hörenswerter Beitrag der SRF-Reihe Sternstunde Philosophie zum Thema: Fake News, Filterblasen, Shitstoms. Was steckt hinter diesen Dynamiken? Und wie gefährlich sind sie für unsere Demokratie? Wolfram Eilenberger spricht mit dem Philosophen Vincent F. Hendricks, der in Kopenhagen das weltweit einzige Institut zur Erforschung von Filterblasen und Fake News leitet. ...

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die neuen Blöcke von Bernard Lokai

Passing by

Sinkt jeder Tag

hinab in jeder Nacht,

so gibt's einen Brun ...

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Von Michel Houellebecq bis Blaise Pascal

Zitate über Langeweile

Es scheint bisweilen, dass wir in einer Zeit leben, in der die Menschen weniger denn je bereit sind, Langeweile zu ertragen, und ohne jeden Zweifel füllen Abwechslung und „Action“ heute die Ka ...

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Kapitel 4.4 aus: Magie, Mystik und Moderne, ISBN 3-00-010444-5

Langeweile, Aufregung und erfüllte Zeit

Warum kauft sich eine Person das zwanzigste Paar Schuhe oder die tausendste CD? Übernimmt sie lediglich die Rolle der Anderen87 oder haben die gekauften Waren einen realen Gebrauchswert? Wie immer die Antwort auf diese Frage ausfallen mag, noch rätselhafter und vielfältiger scheinen die Motive von solchen Reaktionen wie dem Besuch eines Spielcasinos oder eines Fußballspiels zu sein.

Erving Goffman hat eine Theorie vorgelegt ...

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Tristan Garcias Essay „das intensive Leben“

Intensität statt Identität

Wirklich klar geworden ist mir nicht, warum Tristan Garcias Essay „das intensive Leben“ gegenwärtig in Frankreich Furore macht. In seinem Essay gibt Garcia eine Diagnose der ethischen Befindlichkeit, die seines Erachtens heute allgemein vorherrscht. Es gehe heute, so seine Diagnose, nicht mehr darum, bestimmte Ziele besonders gut zu erreichen oder in einem Kantischen Sin ...

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Radiovortrag vom 23.9.1969 und Transskript

Hannah Arendt - Wahrheit und Politik

I

Der Gegenstand dieser Überlegungen ist ein Gemeinplatz. Niemand hat je bezweifelt, daß es um die Wahrheit in der Politik schlecht bestellt ist, niemand hat je die Wahrhaftigkeit zu den politischen Tugenden gerechnet. Lügen scheint zum Handwerk nicht nur der Demagogen, sondern auch des Politikers und sogar des Staatsmannes zu geh ...

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Eine neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«

Peter Antes - Bibel und Koran - ein Vergleich

Wer die Zeit findet, sich vor dem Hintergrund heutiger politischer Kontroversen mit Problemen der islamischen Ethik zu beschäftigen und insbesondere an einem vergleichenden Bild mit der jüdischen und christlichen Tradition interessiert ist, dem geben Antes' Vorträge, die er im Rahmen der SommerUni 2013 bis 2015 in Hannover gehalten hat, eine sehr gute Einf& ...

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Peter Antes: Die Religionen und die Frauen

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen betont die Gleichheit von Mann und Frau. Sie stellt damit nicht nur Staaten sondern auch Religionen vor eine große Herausforderung. Dieser Gleichheitsgrundsatz steht im Widerspruch zu allen großen Religion ...

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Peter Antes: Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen

Viele unserer Zeitgenossen denken bei „Religion“ an Konflikte, ja nicht selten an Gewalt und Krieg. Der Religionswissenschaftler Jan Assmann sagt sogar, dass mit der Einführung des Monotheismus die Intoleranz in die Religionsgeschichte eingezogen sei. Des ...

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Peter Antes: Religion und Staat in Deutschland
angesichts von Atheismus und Islam

1950 waren 96 % der deutschen Bevölkerung Christen. 2014 betrug der Anteil der Christen nur noch 60 %. Über ein Drittel der Bevölkerung ist heute ohne Konfession, zudem leben etwas mehr als 4 % Muslime im Land. Diese gesellschaftlichen Veränderungen stellen da ...

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zwischen Heidi Luft und Michael Seibel anläßlich des Philosophietreffens am 7.12.2016

Dialog über das Glück

Sprechen wir darüber. Schriftlich diesmal, um eine weitere Chance wahrzunehmen, die Argumente zu ordnen und vielleicht ein wenig zu schärfen, was wir parallel dazu bespre ...

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in Indien unterwegs

Glück

„Wen bewachen sie“, fragte ich den Soldaten, der am Fuß der Holztreppe stand, die zu den Hotelzimmern auf der ersten Etage führte. „Den Polizeichef von Srinagar“, antwortete er und hielt das Gewehr noch etwas fester. Ich bedankte mich für die Auskunft und ging über den Hof des Hotels “Khangri“ auf das Tor zur Straße.

„Meine Güte“, dachte ich sorgenvoll, „dann gerate ich ja bei einem Angriff mitten zwischen die Waff ...

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(Faust II, 5. Akt, Szene 2) - eine der bis heute profiliertesten Thesen zum Thema Glück überhaupt

Fausts Tod

Faust

Die Sterne bergen Blick und Schein, Das Feuer sinkt und lodert klein; Ein Schauerwindchen fächelt's an, Bringt Rauch und Dunst zu mir ...

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Die Friedenspreisrede 2016 von Carolin Emcke

Zugehörigkeit
und die Freiheit, anders zu sein

Nicht alle, aber viele, die vor mir hier standen, haben nicht allein als Individuen, sondern sie haben auch als Angehörige gesprochen. Sie haben sich selbst verortet in einem Glauben oder einer Erfahrung, in der Geschichte eines Landes oder einer Lebensform – und darauf reflektiert, was das heißt, als chinesischer Dissident, als nigerianischer Autor, als Muslim, als Jüdin hier in der Paulskirche zu sprechen, in diesem Land, mit dieser Geschichte.

Für diejenigen, die hier oben, mit dieser Perspektive sprechen durften, bedeutete es oft auch, aus und von einer ...

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Konfliktbarometer

Konfliktpotential in der Welt wächst wieder: Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Welt friedlicher als ...

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Parag Khanna:
Eine Welt ohne Grenzen

Ich möchte hier einen Beitrag des indisch-amerikanischer Politikwissenschaftlers Parag ...

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Franz Rieder - zur Fotokunst von Monika M. Seibel

Sic transit gloria mundi

Monika M. Seibel ist eine Fotografin, deren Gesamtwerk an zeitgenössischer Fotografie einen enormen Umfang aufweist. Geordnet nach „Zyklen“ zählt es einige Hunde ...

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'Das Hohe Haus' Szenische Lesung mit Roger Willemsen

In memoriam Roger Willemsen

Mit Roger Willemsen haben wir einen herausragenden Publizisten viel zu früh verloren. Hier noch einmal die Lesung seiner Parlamentsreportage 'Das Hohe Haus', die er am 29. Oktober 2014 gemeinsam mit der Schauspielerin Annette Schiedeck und dem Hörfunk-Moderator Jens-Uwe Krause im Nationalratssitzungssaal des österreichischen Parlaments ver ...

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John-Dylan Haynes:
Der menschliche Geist im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit

Diskussion zum gegenwärtigen Forschungsstand in Neurowissenschaften und Psychologie zu den engen Grenzen der Reproduzierbarkeit des Geistes. Veranstaltung der Akademie der Künste, 17.9. - ...

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Ästhetik: Interviews zur Regie

Regisseure über ihre Arbeit

Peter Stein - Ein Gespräch ( ...

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Reinhard Hildebrandt - Das Verhältnis Staat und Zivilgesellschaft

Wie souverän ist das Volk?

1. Selbstrepräsentation der Repräsentanten

1.1 „Wir sind das Volk“ und die verlorene Souveränität

Die trotzige Herausforderung des SED-Staats, zum Ausdruck gekommen in dem vielstimmigen Ausspruch, „Wir sind das Volk!“, entzog zwar nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 dem von der Sowjetunion mit der Führung beauftragten Personenkreis die Hoheitsbefugnisse und leitete die ...

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Walter Tydecks - Technologien und offene Fragen – mit Schwerpunkt Enzymtechnik

Weiße Biotechnologie

Bioökonomie

Es gibt einen Trend von der erdöl- zur biobasierten Ökonomie. »In der Weißen Biotechnologie sehen viele bereits heute einen Motor des nächsten, innovationsgetragenen Wirtschaftszyklus.« (BRAIN, abgerufen am 3.6.2015) Es ist zu erwarten, dass die Bioökonomie schrittweise alle Phasen des Produktionsprozesses erfasse ...

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Henri Berners: CHARLIE HEBDO als mediale Inszenierung

Game Over!

Januar 2015: die Programmverantwortlichen von TF 1 saßen spätabends zusammen, kaum Appetit auf Canapées und Salate, nur dem Rotwein, Domaine St. Jacques d'Albas 2010 und Medoc bru Bourgeois, wurde k ...

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2015 Die Friedenspreisrede von Navid Kermani

Über die Grenzen -
Jacques Mourad und die Liebe in Syrien

An dem Tag, als mich die Nachricht vom Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erreichte, am selben Tag wurde in Syrien Jacques Mourad entführt. Zwei bewaffnete Männer traten in das Kloster Mar Elian am Rande der Kleinstadt Qaryatein und verlangten nach Pater Jacques. Sie fanden ihn wohl in seinem kargen kleinen Büro, das zugleich sein Wohnzimmer und sein Schlafzimmer ist, packten ihn und nahmen ihn mit. Am 21. Mai 2015 wurde Jacques Mourad eine ...

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Henri Berners: Love Missile Golgatha

Die trinitarische Bombe (INRI)

Ein nasskalter Novemberabend, kurz nach Martin. Gegen acht verließ ich meine Wohnung, war nach wenigen Schritten vor dem „Kreuzherreneck“, wo Tomy auf mich wartete. Er hatte mir ein Fax gesendet, „DUS“. Tomy besuchte stets am Abend das „Kreuzherreneck“, wenn er in Düsseldorf war. Weil ihn dort niemand kannte, w ...

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Gino Bühler Photoausstellung

PLAN - EINE SEMIOTIK ZUR SCHNEESCHMELZE

In regelmässiger Wiederholung, Ende April, Anfang Mai, beginnt die hochalpine Schneeschmelze – die Auflösung der Schneedecke, die die unter ihr liegende Pflanzenwelt nicht nur erdrückt, sondern als weisse < ...

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Harald Welzer über
totale Datensammler

Das Private, die Unverletzlichkeit der Person und der Wohnung, sind zentrale Angebote der modernen bürgerlichen Gesellschaft und als das Substa ...

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Gino Bühler - Eindruck beim Lesen von Gotthard Günthers Kybernetik

KYBERNETIK ! oder „ … der Apfel auf dem Tisch “ !

Eine kurzer Rundgang durch das Gedankengebäude von Gotthard Günter, dem Philosophen. !

Gotthard Günther (15.06.1900 Arnsdorf - 29.11.1984 Hambu ...

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Zum Ende der Ideengeschichte eines Konstrukts

Was es heißt, die Persönlichkeit zu kennen

Von Zeit zu Zeit ist es nötig, sich vor Augen zu halten, was Wissen in einer empirischen Sozialwissenschaft bedeutet, wie es dort generiert wird, und wo der wesentliche Unterschied zum Alltagswissen liegt. Denn das ist sehr unübersichtlich geworden. Wo liegen zum Beispiel die grundlegenden Unterschiede, ob ich etwas über bestimmte, mir bekannte Menschen weiß, oder ob ein Psychologe behauptet, die Persönlichkeitsmerkmale derselben Menschen zu kennen? Der erste gravierende Unterschied: Der Psychologe kennt diese Menschen gar nicht. Ich hingegen kenne sie. Ich lebe mit ihnen zusammen. Aber selbstverständlich muss er sie auch nicht kennen. Es reicht, wenn sie seine Fragebögen ausfüllen. Denno ...

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Heidi Luft zu Gerhard Roth und Nicole Strüber

Können wir nicht anders?

\"Macht\" das Gehirn die Seele?

HEIDI LUFT, im Januar 2015 Woher kommt meine Begeisterung für dieses Buch? Nach einem Radio-Interview mit den beiden Autoren war mein Interesse geweckt, das Wort „S ...

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Aki Kaurismäkis I Hired a Contract Killer

Liebe oder Tod

Du hast keine Wahl

Nach 25 Jahren ist der Film längst ein Klassiker. Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte ihn sich noch einmal anschauen. In Aki Kaurismäkis Tragikomödie 'I Hired a Contract Killer' von 1990 lebt ein alleinstehender Mann mittleren Al ...

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Franz Rieder: wider das Vergessen

Der Golem und das Judentum von Prag

Kann man einen Beitrag zu Tschechien und besonders zu Prag schreiben, ohne die Geschichte und das Schicksal des Judentums in dieser Stadt zu erwähnen? Ich glaube: Nein! < ...

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Gino Bühler: bisher unveröffentliches Gespräch

Joseph Beuys im Gespräch

Über den Begriff der Plastik und über Gesellschafts-Gestaltung (mit einem Exkurs zu Chancen und Gefahren der Informationsges ...

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a propos Beuys

Ich würde gern ein klareres Bild davon gewinnen, was an der Arbeit Josef Beuys' es eigentlich war, das ihm seine außerordentliche hohe Resonanz eingebracht hat und in welchem Umfeld es dazu kam. Mehr als eine vorläufige Plausibilisierung erwarte ich nicht. Ich geh& ...

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Franz Rieder erklärt ...

Warum malt Holubitschka?

Scheinbar eine einfache Frage, scheinbar leicht zu beantworten, also fragen wir Holubitschka doch einfach selbst. Wir fragen ihn nicht. Warum nicht? Weil seine Antwort vielleicht von seinen eigenen Erfahrungen, seiner Motivation, seiner Auseinandersetzung mit Gerhard Richter in der Zeit ihrer B ...

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Ästhetik: Kontexte für Stillleben

Natur-Abbild? Trugbild? Sinnbild?

Geht es um Vortäuschung von Realität? Ja, manchmal... z.B. in der Trompe-l’œil Malerei (frz. „täusche das Auge“), einer absichtlich illusionistischen Malerei. < ...

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Ästhetik: Rückblick auf Anfänge

Peter Brook macht seit 70 Jahren Theater

Zwei Videos zur Diskussion über Peter Brooks Reflexionen auf Regiekonzeption und zeitgenössisches Theater anläßlich der Lektüre von »Der leere Raum«, Berlin 1983(urspr. London 1968) < ...

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Ästhetik: difference that makes a difference?

Schrumpfende Inhalte?

Bildende Kunst der Moderne und Gegenwart macht es Betrachtern und Interpreten nicht eben leicht, die Frage nach ihrem Inhalt zu stellen. Diese Schwierigkeit besteht nicht wegen der schieren Vielfalt möglicher Inhalte. Inhalt umfasst immer Mannigfaltigkeit. Ist die Unterscheidung von Form und Inhalt noch irgendwie hilfreich bei der Identifikation eines Objekts als ...

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Ästhetik: Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats ...

Peter Weiss
a la Peter Brook

Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade< ...

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Ästhetik: Zur Arbeit von Peter Brook

Der leere Raum

Wir sind dabei, einen philosophischen Begriff von Ästhetik zu erarbeiten. Und wir sind dabei ganz am Anfang. Nicht ganz natürlich. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass sich ein Kunstbegriff heute nicht mehr auf ein auch nur im mindesten allgemeingültiges Konzept der Schönheit mehr stützt und schon gar nicht auf bestimmte Abbildungsideale. Aber diese begründete Skepsis lässt sich nicht so ohne weiteres durch einen besseren Kunstbegriff füllen. Kann es heute überhaupt noch einen sinnvollen Begriff von Ästhetik geben? Das ist un ...

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Ästhetik: Zur Arbeit von Peter Brook

Five Truths

eine Installation des Victoria and Albert Museum von Katie Mitchell, in der die Inszenierungsstile von fünf bedeutenden Regisseuren des 20. Jahrhunderts anhand der 5. Szene im 4.Akt des Hamlet-Dramas veranschaulicht werden, in der Ophelias wahnsinnig wird, nachdem sie vom Tod des Polonius und der Abreise Hamlets erfahren hat. Die fünf Regisseure, auf die Katie Mitchell ziemlich kongenial abhebt, sind: Constantin Stanislavski, (1863- ...

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Eine neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«

Schuld

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Link zum Text: Friedrich Nietzsche 'Zur Genealogie der Moral' Was also heißt 'Wert'? Insbesondere Wert des Lebens? Hat etwas Wert an sich, z.B. der Andere durch sein faktisches Mensch-Sein oder ist so etwas wie eine besondere Werterfahrung notwendig. Lévinas schien in diese Richtung zu weisen. Oder sind wertende Akte vorgängig? Und falls wertende Akte vorgä ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Wo die Moral herkommt

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

„Ulrich hatte jedoch damals keineswegs die Absicht, für Moosbruggers Schicksal auch im weiteren Verlauf zu sorgen. Die entmutigende Mischung von Grausamkeit und Erleiden, die das Wesen solcher Menschen ist, war ihm ebenso unangenehm wie die Mischung von Genauigkeit und Fahrlässigkeit, die das Merkmal der Urteile bildet, die man über sie zu fällen pflegt. Er wußte genau, (...) daß der Staat schließlich Moosbrugger umbringen wird, weil das in einem solchen Zustand der Unfertigkeit einfach das Klarste, Billigste und Sicherste ist.“ (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Hamburg 1970, S 244) ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Der Schwache

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Was heißt im Gegenteil schwach? Umgekehrt ist die Schwäche dreierlei: Sie ist 1) unmittelbares Gehemmt­sein durch eine äußere Kraft, nämlich durch den stärkeren anderen. Sie unterliegt einem erzwungenen Aufschub. Mit der Folge: „Alle Instinkte, welche sich nicht nach außen entladen, wenden sich nach innen – dies ist das, was ich die Verinnerlichung des Menschen nenne: damit wächst erst das an den Menschen heran, was man später seine »Seele« nennt.“ - Affektkontrolle kommt via Vergewaltigung von außen. (Und was ist mit der Affektkontrolle, die zu Zwecken der Verführung e ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Schaden und Schmerz

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Ich möchte auch diesmal meinem Protokoll der letzten Sitzung die Form eines Kommentars geben. Diesmal vor allem zur recht rätselhaften Äquivalenz von Schaden und Schmerz und zum Begriff des Tausches natürlich mit Blick auf Nietzsche, aber vor allem auch auf Marx. Die Äquivalenz von Schaden und Schmerz Wert ist eine (Un-)Gleichung. (Das ist so ziemlich das Schlimmste, was einem klassischen Logiker passieren kann. Aber es ist zugleich vollkommen alltäglich.) Kein Tausch tauscht Gleiches, sondern Glei ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Nietzsche gegen Marx

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Ein anderes verfehlt Nietzsche meiner Meinung nach allerdings völlig. Was hält die Märkte in Gang? Marx hatte dafür eine klare Antwort: Reproduktion des Lebens bedarf der Produktionsmittel. Diese sind jedoch Eigentum weniger. Die meisten Menschen bringen nur ihre mehr oder weniger gut ausgebildete Arbeitskraft in den Produktions­prozess ein. Der Markt, auf dem Menschen ohne Reserven auf Menschen mit Reserven treffen, relativ Ohnmächtige auf relativ mächtige, ist die gegenwärtig einzige gesellschaftliche Struktur, die die Koppelung von Arbeitskraft und Produktionsmitteln erlaubt. Märkte werden durch die ständige Notwendigkeit dieser Kopplung in Gang gehalten. Zumindest so lange, wie Gesellschaften keine anderen Strukturen, keine anderen Kopplungs­wege für die Verbindung von Arbeitskraft und Produktions­mitteln erfinden. Die Marxsche Antwort ist ziemlich plausibel. Vergleichen wir damit Nietzsches Antwort. Nietzsche schaut sich das Verhältnis von Glä ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Fesselung ... Selbstfesselung?

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Da sind wir also mitten in Nietzsches „Zur Genealogie der Moral“. Wir habe uns als Entrée noch einmal Abschnitt 1 aus der zweite Abhandlung: »Schuld«, »schlechtes Gewissen« und Verwandtes angesehen, um wieder ins Thema zu kommen und haben Nietzsches Aufgabenbeschreibung der Genealogie diskutiert: „Ein Thier heranzüchten, das versprechen darf“. Warum sagt er eigentlich nicht: Einen Menschen erziehen, der versprechen darf? Tiere können nicht versprechen. Hören wir auf, Tiere zu sein, indem wir versprechen lernen? ... mehr


Penderecki - Steve Reich

Musik - zum Genießen

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