Philosophische GrundlagenEinleitung
Einleitung
Heute eine Philosophie des menschlichen Daseins zu entwerfen, scheint
höchst zweifelhaft. Wer braucht so etwas? So fragen nicht nur
solche Menschen, die mit dem, was sie aus der philosophischen
Öffentlichkeit in jüngeren Zeiten erreicht hat, wenig
anfangen können; so fragen auch wir. Die phi ...
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ExcerptYuval
Harari, 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
(Im Folgenden werden die zentralen Thesen von Hararis Buch wiedergegeben,
ohne dass die Fundstellen im Einzelnen immer genau bezei ...
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Convergence – or not, Das englische Modell, Splendid Isolation, Party unter Palmen, Die Kleinen und die Großen (nicht lektorierter Rohentwurf)Das irische Modell
Betrachten
wir den Weg Irlands vom Armenhaus Europas zur „zweit-erfolgreichsten“
Volkswirtschaft in der EU und von dort in eine veritable Staatskrise
und wieder zurück an die Finanzmärkte und zum
Wirtschaftswachstum, dann fällt zunächst einmal das rasante
Tempo auf. Über all da, wo man solche temporeichen
Richtungswechsel erkennen kann, liegt die Vermutung nahe, dass die
Milliarden von Transaktionen von irgend woher „gesteuert“
werden. Dies kann man in China deutlich erkennen, in Eur ...
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Produktivkraft – Theoretische Ansätze, neue Wachstumstheorien, die Erfindung des Geldes (nicht lektorierter Rohentwurf)Produktivkräfte und Technischer Fortschritt
Die
Technik, die man gemeinhin mit technischen Fortschritt in Verbindung
bringt, ist allein deshalb schon mehr als sie ist. Nicht alles an
Technik wird mit technischem Fortschritt assoziiert, aber wenn, dann
trägt dieser technische Gegenstand schon eine Bedeutung, die
weit über ihn als Gegenstand hinausweist; ein Computer ist dann
eben nicht einfach mehr ein Computer, ein Auto kein Auto und ein Haus
kein Haus mehr. Es scheiden sich also irgendwo die Geister bzw. ein
technischer Gegenstand bleibt ein seelenloses Ding, ...
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Wandel der Wertschöpfung, Wachstum in Unordnung, Perpetuum immobile (nicht lektorierter Rohentwurf)Reich durch Verlust
Besonders
börsennotierte Großunternehmen schaffen es immer wieder,
hohe Renditen auszuschütten, obwohl sie negative Gewinne
bilanzieren. Schaut man auf die Passivseite der Bilanz, dann befinden
sich dort die Summen aller von Kapitalgebern dem Unternehmen zur
Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Diese imponierenden
Vermögensgüter sind also keine von den Eigentümern
einer Unternehmung zu dessen Finanzierung aufgebrachten oder als
wirtschaftlicher Gewinn im Unternehmen belassenen Verm&ou ...
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Eine Sozialkompetenz steht infrage.Lügen können
Mit Datenintegrität
ist folgendes Problem gemeint: Man stelle sich einen Augenblick vor,
die Fähigkeit, die Menschen nun einmal haben und ...
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Michael Seibel - schon wieder der clash of civilisation!
Kulturelle Identität 1
Neuerdings fällt wieder vermehrt der Begriff „kulturelle
Identität“. Im Hintergrund stehen als eine Art »drole
de guerre« Konflikte nicht miteinander vereinbarer Kulturen
im Raum. Aber ist Konfliktursache wirklich eine Unvereinbarkeit von
Kulturen? Kulturkontakte waren bislang meist ein Ergebnis von
Expansion und Kolonisation, von Veränderungen in der
Kommunikation und im Verkehr oder
von Armutswanderung, eher Zusammenstöße als Berührungen.
Die Konflikte dabei waren im Kern machtpolitische und wirtschaftliche
und nicht primär kulturelle. Die Bedingungen von Kulturkontakten
waren ungünstig. Kulturkontakte dürften ...
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Nick Bostroms Vorstellung von superintelligenten MaschinenSuperintelligenz - Maschinenphantasmen
Auf
Nick Bostroms Buch Superintelligenz,
Frankfurt 2014, sind wir gestoßen, weil vorgeschlagen wurde,
Gedanken zu verfolgen, die die sich offenbar rasant entwickelnden
technischen Eingriffsmöglichkeiten ins menschliche Leben
betreffen. Die Frage vermochte in diesem Zusammenhang Interesse
auszulösen, was geschieht, wenn es gelingt, Maschinen zu
entwickeln, die die menschliche Intelligenz übertreffen.
Bostrom
macht es dramatisch und sieht, wie sein Buch im deutschen ...
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Sinn ... mit/gegen ... Wissen
Was
war uns nach unserem Brainstorming zum Phänomen Glauben, so
unvollständig und im einzelnen zufällig es auch sein
mochte, aufgefallen?
Glauben
ist offenbar eine ausgezeichnete Form des mentalen Bezugs jedes
Menschen auf Mannigfaltiges. Das ist u.a. aus folgendem Grund für
einen Philosophen bemerkenswert: Die Philosophie hat sich die meiste
Zeit über weit interessierter mit der menschlichen F&au ...
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Anläßlich der Lektüre NietzschesDer Schwache
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
Was
heißt im Gegenteil schwach?
Umgekehrt
ist die Schwäche dreierlei: Sie ist 1) unmittelbares
Gehemmtsein
durch eine äußere Kraft, nämlich durch den stärkeren
anderen. Sie unterliegt einem erzwungenen Aufschub. Mit der Folge:
„Alle
Instinkte, welche sich nicht nach außen entladen, wenden sich
nach innen – dies ist das, was ich die Verinnerlichung des
Menschen nenne: damit wächst erst das an den Menschen heran, was
man später seine »Seele« nennt.“ -
Affektkontrolle
kommt via Vergewaltigung von außen. (Und was ist mit der
Affektkontrolle, die zu Zwecken der Verführung e ...
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Zur Begründung der Ethik bei Emmanuel Lévinas
Emmanuel Lévinas:
„Der Krieg macht die Moral lächerlich.“
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Ethik am Rande einer Lektüre von Emmanuel
Lévinas, »Totalität und Unendlichkeit, Versuch
über die Exteriorität«, Freiburg/München 1993
2002 (Original: »Totalité et Infini: essai sur
l'extériorité«, 1961))
Nochmals zum
Einstimmen die Textpassage „Das Selbe und das Andere“,
aus Emmanuel Lévinas Buch 'Totalität und Unendlichkeit':
»„Das wahre Leben ist abwesend.“ Aber wir sind auf
der Welt. In diesem Alibi erhebt und hält sich die Metaphysik.«
Vielleich ...
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