Empirie und Induktionsproblem, Henne oder Ei? Hinterm Horizont der MiniaturisierungKeine Erkenntnis ohne Ähnlichkeit
Man weiß es nicht, aber man
vermutet es stark: Für menschliches Denken, das zu
Entscheidungen welcher Art auch immer kommen will, ist das Erkennen
von Ähnlichkeiten der elementarste erste Schritt, mit dem alles
anfängt. Wenn Menschen offensichtlich im Laufe der
Evolutionsgeschichte für etwas großes Talent entwickelt
haben, dann für die Entdeckung von Ähnlichkeiten. Auch
Metaphern, entlang deren ganz generell Denken und Sprechen
fortschreiten, gründen nicht zufällig in Bewegun ...
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Technik – normativ? Vom Vorrang der Technischen Entwicklung (nicht lektorierter Rohentwurf)Der Normenstreit
Innerhalb
der Wissenschaft der Ökonomie hat Technik bislang einen
residualen Status. Sie steht lediglich unter einem Nutzenkalkül,
innerhalb einer Zweck-Mittel-Relation als wichtiger, sogar
wesentlicher Teil des ökonomischen Denkens, aber eben lediglich
als ein Teil. Technik wird daher in der Ökonomik lediglich
betrachtet als eine Investition, die sich auszahlt oder nicht. Nicht
jeder technischen Neuerung wird sogleich aus dem Grund, dass sie eine
Erneuerung darstellt, mit investivem Verhalten begegnet. ...
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Mangel vs. Sein (nicht lektorierter Rohentwurf)Angst vor dem Wettbewerb
Die Angst vor dem Wettbewerb scheint sich ins Unermessliche zu steigern,
betrachtet man die staatsdirigistischen Maßnahmen, die zur Zeit
in den großen Volkswirtschaften um sich greifen und wie in
einer Art Selbstansteckung die Märkte und die Institutuionen,
die zum Schutz des freien Wettbewerbs gegründet wurden,
infizieren. Renationalisierung der Wirtschaft, vor allem des Kapitals
und Protektionismus sind an der Tagesordnung und antworten auf die
inhärenten negativen Auswirkungen der sog. Globalisierung auf
die nationalen Volkswirtschaften. Mit den Ve ...
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Vier Vorbegriffe - Recht, Sitte, Ethik und Religion - das Böse, Teil 3Ist das Böse auf dem Rückzug?
„Im
Jahr 2004 wurde noch einer von 13 000 Menschen ermordet, bis zum
Jahr 2010 war es nur noch einer von 14 500. Bei Kriegen ist
Ähnliches zu verzeichnen. Ohne Frage wird noch immer gekämpft
(im Jahre 2012 starb jeder 400. Syrer im Bürgerkrieg), aber
Kriege zwischen Staaten – die im Regelfalle größten
und blutigsten Konflikte – finden fast nicht mehr statt. Es
gibt sogar Anzeichen dafür, dass auch Bürgerkrie ...
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Tristan Garcias Essay „das intensive Leben“Intensität statt Identität
Wirklich
klar geworden ist mir nicht, warum Tristan Garcias Essay „das
intensive Leben“ gegenwärtig in Frankreich Furore macht.
In seinem Essay gibt Garcia eine Diagnose der ethischen
Befindlichkeit, die seines Erachtens heute allgemein vorherrscht. Es
gehe heute, so seine Diagnose, nicht mehr darum, bestimmte Ziele
besonders gut zu erreichen oder in einem Kantischen Sin ...
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Herman Melville - Bartleby
Ich bin, ich muß es gestehn, nicht mehr der Jüngste.
Die Art meiner Berufsgeschäfte hat mich seit nunmehr dreißig
Jahren in ungewöhnlich enge Berührung mit einer in mancher
Hinsicht merkwürdigen, man kann wohl sagen sonderbaren Sorte von
Menschen gebracht, über die meines Wissens noch nie etwas
geschrieben worden ist – ich meine die Anwaltsschreiber, die
Kopisten in den Kanzleien der Advokaten. Ich habe ihrer eine ganze
Menge gekannt, beruflich sowohl wie privat, und könnte, wenn ich
wollte, allerlei Historien zum besten geben, zur Erheiteru ...
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Macht Ein Grenzfall des Bewusstseins
Wir bestimmen Macht als einen Grenzfall des Bewusstseins. Nicht,
dass wir meinen, Macht wäre nicht ubiquitär, im Gegenteil.
Als Vorstellung, wie als reale Macht, ist sie das. Wir müssen
also fragen: woher kommt diese Vorstellung von Macht? Wie kommt es
dazu, dass diese Vorstellung so verankert sein kann in unserem
Bewusstsein, dass sie Handlungen motiviert, die andere Menschen das
Leben kosten können? Und sie eben als diesen Grenzfal ...
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München VenedigDie Lust, weit zu gehen ...
Manchmal
wird es gerade dann richtig interessant, wenn alle sagen: „Jetzt
gehen Sie aber wirklich zu weit!“ Denn genau das bekommen Sie
zu hören, wenn Sie vorhaben, zufuß von München nach
Venedig zu gehen.
Gehen
wir los. Von München, am besten früh morgens - dann hat man
noch den ganzen Tag - geht es die Isar entlang über Pullach bis
Schäftlarn. Eigentlich gehört noch fast die H&au ...
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Herkunft und Kontext zweier GoethezitateHeideggers Goethe
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger,
Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Woher hat Heidegger
die beiden Textzeilen, die er in seiner Rede „der Satz vom
Grund“ zitiert?
„Doch
Forschung strebt und ringt, ermüdend nie, Nach dem Gesetz,
dem Grund, Warum und Wie.“
von da hat er sie
...
Chinesisch-Deutsche
Jahres- und Tageszeiten.
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Thomas Bernhards sarkastische Polemik gegen Heidegger
Nieder mit diesem schrecklichen Heidegger!
(Der im Text zitierte Reger ist
eine Kunstfigur in einer Kommödie von Thomas Bernhard)
"Tatsächlich erinnert
mich Stifter immer wieder an Heidegger, an diesen lächerlichen
nationalsozialistischen Pumphosenspießer. Hat Stifter die hohe
Literatur auf die unverschämteste Weise total verkitscht, so hat
Heidegger, der Schwarzwaldphilosoph Heidegger, die Philosophie
verkitscht, Heidegger und Stifter haben jeder für sich, auf
seine Weise, die Philosophie und die Literatur heillos verkitscht.
Heidegger, dem die Kriegs- und Nachkriegsgenerationen nachgelaufen
sind und den sie mit widerwärtigen und stupiden Doktorarbeiten
überhäuft haben schon zu Lebzeiten, sehe ich immer auf
seiner Schwarzwaldhausbank sitzen neben seiner Frau, die ihm in ihrem
perversen Strickenthusiasmus ununterbrochen Winterstrümpfe
strickt mit der von ihr selbst von den eigenen Heideggerschafen
heruntergeschorenen Wolle. Heidegger kann ich nicht anders sehen, als
auf der Hausbank seines Schwarzwaldhauses, neben sich seine Frau, die
ihn zeitlebens total beherrscht und die ihm alle Strümpfe
gestrickt und alle Hauben gehäkelt hat und die ihm das Brot
gebacken und das Bettzeug gewebt und die ihm selbst sei ...
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Michael F. Atiyah 1969 zum Thema:Wandel und Fortschritt in der Mathematik
Der Mathematiker veröffentlicht die Ergebnisse seiner Forschungen in
Fachzeitschriften. In diesen wissenschaftlichen Arbeiten werden
Theoreme bewiesen, die vorher nicht bekannt waren. Für einen
Laien scheint die mathematische Literatur erstaunlich umfangreich zu
sein, glaubt er manchmal doch sogar, es gäbe in der Mathematik
überhaupt nichts Neues mehr zu erforschen.
In den Mathematical Reviews, die in den USA erscheinen, wer ...
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