Logisch formales und wissenschaftliches Beweisen zwischen reiner Form, Diskurs und Wahrnehmung, Selbstbezüglichkeit und fakenewsWas macht Beweise zwingend?
Ein Beweis ist eine stichhaltige, zwingende
Begründung für die Wahrheit einer Behauptung. Eine
Behauptung hat immer sprachliche Form. Ein Beweis nicht unbedingt.
Man kann durchaus beweisen, dass ein Krug zerbrechlich ist, indem man
ihn zerbricht. Dadurch hat man allerdings nicht bewiesen, dass der
nächste Krug ebenfalls zerbrechlich ist. Der Beweis hat also
genau das vernichtet, dessen Eigenschaft er bewiesen hat.< ...
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Ein Faktor auf Wanderschaft, Produktivität und Investition, Investitionen und Steuern, Steuern und Realinvestitionen (nicht lektorierter Rohentwurf) Produktivität und Wohlstand
Was
einst in des Teufels Küche als Substanz der zweiten Revolution
der Wirtschaftsgeschichte buchstäblich zischte und brodelte,
dieses ganze Gemisch aus Kohle, Erz und Stahl hatte eine gehörige,
sinnliche Präsenz und drängte sich geradezu auf, sie in
Beziehung zu setzen mit den Schaaren schuftender Menschen in den
Stollen, Minen und an den Hochöfen. Was mit Hände Arbeit,
hinzugezählt die unsichtbare Hand von A. Smith, in Evidenz
produziert wurde, prangte wie ein Hochofen oder e ...
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Globalisierung (nicht lektorierter Rohentwurf)Japans Modell weltweit
Abenomics heißt
das, was Japans Wirtschaft als Medizin aus der Krankheit, die als
eine nationale Wirtschaftskrise diagnostiziert war, verordnet wurde.
Sewit nunmehr über 25 Jahren bekämpft die Bank of Japan die
Krise mit den stets gleichbleibenden Mitteln bzw. Instrumenten:
expansive Geldpolitik, kreditfinanzierte Konjunkturprogrammen und
Strukturreformen der Wirtschaft. Und seit dem Jahr 2013 stellen
Experten eine deutliche Forcierung der Geldschwemm ...
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unverzichtbare EmpathieHandlungsfreiheit
Die Freiheit zu
handeln, Entscheidungen praktisch werden zu lassen, ist stark von der
modernen Verdichtung der Arbeitsteilung betroffen. Im gängigen
Sprachgebrauch der Schulphilosophie besagt Handlungsfreihe ...
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das Böse, Teil 8alles ist gut - Platons Entdeckung: die Idee
Oben
haben wir uns vergewissert, dass sich das Netz möglicher
sprachlicher Differenzen beliebig dicht machen läßt,
allemal dicht genug, um über all das an Leid, Übel und
Unheil erschöpfend zu reden, dem wir uns als Menschen zu stellen
haben. Außerhalb dieses Netzes ist der Begriff des Bösen
einfach nur unscharf.
Im
Anschluß haben wir uns bei der Lektüre der Stor ...
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Von Michel Houellebecq bis Blaise PascalZitate über Langeweile
Es
scheint bisweilen, dass wir in einer Zeit leben, in der die Menschen
weniger denn je bereit sind, Langeweile zu ertragen, und ohne jeden
Zweifel füllen Abwechslung und „Action“ heute die
Ka ...
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John Locke und die StaatsmachtMacht medium rare
Zweifellos war Macht in England, Frankreich und Deutschland damals
ganz unterschiedlich organisiert, unterschiedlicher wie es kaum
unterschiedlicher geht. Dort eine Demokratie, hier Ludwig XIV und der
Alte Fritz. Dort stand die Freiheit des Einzelnen im Vordergrund,
sowohl im Denken wie auch in der Staatsverfassung, hier waren Denken
und Staat nie weiter auseinander, als zu jener Zeit.
Das Denken wurde geprägt von einer
Neuentdeckung der Schriften von Platon, die die Grundlage der
Philosophie von Leibniz bildete, in England lagen ...
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Franz Rieder erklärt ...
Warum malt(e) Holubitschka?
Scheinbar eine einfache Frage,
scheinbar leicht zu beantworten, also fragen wir Holubitschka doch
einfach selbst.
Wir fragen ihn nicht. Warum nicht?
Weil seine Antwort vielleicht von
seinen eigenen Erfahrungen, seiner Motivation, seiner
Auseinandersetzung mit Gerhard Richter in der Zeit ihrer B ...
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Ästhetik: Zur Arbeit von Peter Brook
Der leere Raum
Wir sind dabei, einen philosophischen Begriff von Ästhetik zu
erarbeiten. Und wir sind dabei ganz am Anfang. Nicht ganz natürlich.
Selbstverständlich ist uns bewusst, dass sich ein Kunstbegriff heute
nicht mehr auf ein auch nur im mindesten allgemeingültiges
Konzept der Schönheit mehr stützt und schon gar nicht auf
bestimmte Abbildungsideale. Aber diese begründete Skepsis lässt
sich nicht so ohne weiteres durch einen besseren Kunstbegriff füllen.
Kann es heute überhaupt noch einen sinnvollen Begriff von
Ästhetik geben? Das ist un ...
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Anläßlich der Lektüre NietzschesNietzsche gegen Marx
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
Ein anderes verfehlt Nietzsche
meiner Meinung nach allerdings völlig. Was hält die
Märkte in Gang? Marx hatte dafür eine klare Antwort:
Reproduktion des Lebens bedarf der Produktionsmittel. Diese sind
jedoch Eigentum weniger. Die meisten Menschen bringen nur ihre mehr oder weniger gut ausgebildete
Arbeitskraft in den Produktionsprozess ein. Der Markt, auf dem
Menschen ohne Reserven auf Menschen mit Reserven treffen, relativ
Ohnmächtige auf relativ mächtige, ist die gegenwärtig
einzige gesellschaftliche Struktur, die die Koppelung von
Arbeitskraft und Produktionsmitteln erlaubt. Märkte werden durch
die ständige Notwendigkeit dieser Kopplung in Gang gehalten.
Zumindest so lange, wie Gesellschaften keine anderen Strukturen,
keine anderen Kopplungswege für die Verbindung von
Arbeitskraft und Produktionsmitteln erfinden.
Die Marxsche Antwort
ist ziemlich plausibel. Vergleichen wir damit Nietzsches Antwort.
Nietzsche schaut sich das Verhältnis von Glä ...
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