Meinungsfreiheit und Klarnamenspflicht
Die Frage was der Mensch ist, ist eine
sehr alte Frage der Philosophie. Ich frage mich, ob folgendes nicht
eine gute Antwort wäre:
Der Mensch ist
das Wesen, das man nach seinem Namen fragen kann.
In allen mir bekannten Kulturen
erhalten Menschen individuelle Namen. Das heißt nicht, dass
jeder Mensch einen Namen hat, denn der individuelle Namen kann
Menschen von anderen verweigert werden, so wie er den Insassen von
KZs verweigert wurde oder in anderer Form staatenlosen Menschen ohne
Papiere. Es würde dennoch Sinn machen, sie nach ihren Namen zu
fragen, auch wenn ihre Antwort wäre, dass si ...
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Wettbewerb – Entdeckung und Disruption, Die Mitte ist nicht mehr Maß (nicht lektorierter Rohentwurf)Grenzen der Oekonomik
Im
marktwirtschaftlichen Wettbewerb ist nichts in Stein gemeißelt.
Hier gibt es keine lang anhaltenden Positionen oder Stellungen, die
man halten oder verteidigen könnte. Elastischer Mitgang mit den
Veränderungen auf den Märkten ist die einzige
Fortbewegungsart. Dies gilt für das Kapital, auch für den
Faktor Arbeit. Alles und jeder steht ständig unter dem Einfluss
von Veränderungen ...
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unverzichtbare EmpathieHandlungsfreiheit
Die Freiheit zu
handeln, Entscheidungen praktisch werden zu lassen, ist stark von der
modernen Verdichtung der Arbeitsteilung betroffen. Im gängigen
Sprachgebrauch der Schulphilosophie besagt Handlungsfreihe ...
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Jacques Derrida: Denken in und mit der Sprache
Die drei Autoren dieses Beitrags haben im
Rahmen ihrer Forschungen zum Thema Sprache gemeinsam einen Text von
Jacques Derrida gelesen, den sie im Folgenden versuchen zu
kommentieren und zu „entschlüsseln“. Es handelt sich
um Derridas Aufsatz „Babylonische Türme“, der selbst
ein Kommentar zu Benjamins berühmten Text „Die Aufgabe des
Übersetzers“ ist. Die folgenden Seiten si ...
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Vier Vorbegriffe - Recht, Sitte, Ethik und Religion - das Böse, Teil 3Ist das Böse auf dem Rückzug?
„Im
Jahr 2004 wurde noch einer von 13 000 Menschen ermordet, bis zum
Jahr 2010 war es nur noch einer von 14 500. Bei Kriegen ist
Ähnliches zu verzeichnen. Ohne Frage wird noch immer gekämpft
(im Jahre 2012 starb jeder 400. Syrer im Bürgerkrieg), aber
Kriege zwischen Staaten – die im Regelfalle größten
und blutigsten Konflikte – finden fast nicht mehr statt. Es
gibt sogar Anzeichen dafür, dass auch Bürgerkrie ...
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Anläßlich der Lektüre NietzschesWo die Moral herkommt
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
„Ulrich
hatte jedoch damals keineswegs die Absicht, für Moosbruggers
Schicksal auch im weiteren Verlauf zu sorgen. Die entmutigende
Mischung von Grausamkeit und Erleiden, die das Wesen solcher Menschen
ist, war ihm ebenso unangenehm wie die Mischung von Genauigkeit und
Fahrlässigkeit, die das Merkmal der Urteile bildet, die man über
sie zu fällen pflegt. Er wußte genau, (...) daß der
Staat schließlich Moosbrugger umbringen wird, weil das in einem
solchen Zustand der Unfertigkeit einfach das Klarste, Billigste und
Sicherste ist.“
(Robert Musil, Der
Mann ohne Eigenschaften, Hamburg 1970, S 244)
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