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Aus dem Inhalt:

Meinungsfreiheit und Klarnamenspflicht

Die Frage was der Mensch ist, ist eine sehr alte Frage der Philosophie. Ich frage mich, ob folgendes nicht eine gute Antwort wäre:

Der Mensch ist das Wesen, das man nach seinem Namen fragen kann.

In allen mir bekannten Kulturen erhalten Menschen individuelle Namen. Das heißt nicht, dass jeder Mensch einen Namen hat, denn der individuelle Namen kann Menschen von anderen verweigert werden, so wie er den Insassen von KZs verweigert wurde oder in anderer Form staatenlosen Menschen ohne Papiere. Es würde dennoch Sinn machen, sie nach ihren Namen zu fragen, auch wenn ihre Antwort wäre, dass si ...

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Soviel Filmgeschicht muss sein...

Luis Buñuel: Ein andalusischer Hund

Ein andalusischer Hund - Un chien andalou - Un perro andaluz, so der spanischer Titel Auf dieses Meisterwerk des surrealistischen Films von Luis Buñuel und Salvador Dalí noch einmal hinzuweisen, vielleicht zum hunderttausendsten Mal, konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Soviel Filmgeschicht muss einf ...

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>Monopol – ... ein Straftatbestand, ... ein Paradigmenwechsel, Das Missverständnis vom Wettbewerb       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Konkurrenz - Auf Leben und Tod

Konkurrenz konnotiert also nicht zufällig mit Krieg und die Begriffsrethorik ist dementsprechend auch nicht zufällig ähnlich. Ohne auf die endlose Reihe der Ausdrücke aus der Schlachtenplanung- und -taktik eingehen zu wollen, geht es hier wie dort nur um Sieg oder Niederlage. Den Konkurrenten aus dem Wettbewerb schlagen ist die Kurzformel für das wichtigste Ordnungsprinzip des Konkurrenzdenkens jener Jahre, die vom Kalten Krieg politisch und von der Konzentration des Industriekapitals geprägt ...

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Der überflüssige Mensch

Solidarisierungsdiskurs, Legitimationsdiskurs, Synthesisdiskurs, Kooperationsdiskurs

Ich habe Trojanows Traktat Der überflüssigen Mensch von 2013 zunächst als eine Anklageschrift gegen ein System der sozialen Ungleichheit gelesen, das nach wie vor jeden achten Menschen auf der Welt in extreme Armut zwingt, als eine Klageschrift. Aber das ist nicht der Kern.

Der Kern ist ein Begriff, der es seinen Lesern erlaubt, die unterschiedlichsten Inhalte miteinander zu amalgamieren, Überzählig ...

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hegemonialen Formationen und Staat • Der zerfallen(d)e Staat • „Good Governance“

Der zerfallende Staat, hegemoniale Formationen und die„Global Governance“-Theorie

1. Das Verhältnis zwischen hegemonialen Formationen und Staat

1.1. Freiwilliger oder erzwungener Verzicht des Staates auf die Erhaltung des formlosen Gegenhalts in der Gesellschaft

In diesem Aufsatz wird behandelt, dass und warum der schwächelnde Staat sich nicht mehr in der Lage sieht, die an ihn gerichtete Minimalanforderung – die Erhaltung des formlosen Gegenhalts in der Gesellschaft – durch sein Eingreifen sicherzustellen. Er verzichtet freiwillig auf die Erhaltung des formlosen Gegenhalts und ordnet sich den Aktionen und Reaktionen der hegemonialen und diskursiven Formationen nicht mehr als gl ...

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Heideggers Pointe hyperbolischer Rationalität

Mehr Professionalität = mehr Begründung?


(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger, Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997 (ursprünglich: 1955-1956))

Ist das so? Eine schwierige Frage. Die Vorstellung traf auf heftigen Protest, dass zunehmende Professionalisierung zugleich mit einem immer engmaschigeren Begründen einhergeht. Ganz im Gegenteil, wo dauernd nur begründet wird, läuft nichts. Wechselseitige Begründungsüberbietung der professionellen Akteure findet nicht statt. So wurde widersprochen. Letztens bin ich über auf ein Zitat des DS-Drogeriemarkt-Gründers Götz Werner gestoßen, des derzeit vielleicht bekanntesten Befürworters des bedingungslosen Grundeinkommens, der sinngemäß sagte: Wer etwas nicht will findet Gründe, wer ...

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Die primäre Tätigkeit des Unbewußten

Der Wunsch

Freud zur primären Tätigkeit des Unbewußten: »Wir zweifeln nicht daran, daß auch dieser Apparat& ...

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Zur Begründung der Ethik bei Emmanuel Lévinas


Emmanuel Lévinas:
„Der Krieg macht die Moral lächerlich.“

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Ethik am Rande einer Lektüre von Emmanuel Lévinas, »Totalität und Unendlichkeit, Versuch über die Exteriorität«, Freiburg/München 1993 2002 (Original: »Totalité et Infini: essai sur l'extériorité«, 1961))

Nochmals zum Einstimmen die Textpassage „Das Selbe und das Andere“, aus Emmanuel Lévinas Buch 'Totalität und Unendlichkeit': »„Das wahre Leben ist abwesend.“ Aber wir sind auf der Welt. In diesem Alibi erhebt und hält sich die Metaphysik.« Vielleich ...

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Thomas Bernhards sarkastische Polemik gegen Heidegger

Nieder mit diesem schrecklichen Heidegger!



(Der im Text zitierte Reger ist eine Kunstfigur in einer Kommödie von Thomas Bernhard)

"Tatsächlich erinnert mich Stifter immer wieder an Heidegger, an diesen lächerlichen nationalsozialistischen Pumphosenspießer. Hat Stifter die hohe Literatur auf die unverschämteste Weise total verkitscht, so hat Heidegger, der Schwarzwaldphilosoph Heidegger, die Philosophie verkitscht, Heidegger und Stifter haben jeder für sich, auf seine Weise, die Philosophie und die Literatur heillos verkitscht. Heidegger, dem die Kriegs- und Nachkriegsgenerationen nachgelaufen sind und den sie mit widerwärtigen und stupiden Doktorarbeiten überhäuft haben schon zu Lebzeiten, sehe ich immer auf seiner Schwarzwaldhausbank sitzen neben seiner Frau, die ihm in ihrem perversen Strickenthusiasmus ununterbrochen Winterstrümpfe strickt mit der von ihr selbst von den eigenen Heideggerschafen heruntergeschorenen Wolle. Heidegger kann ich nicht anders sehen, als auf der Hausbank seines Schwarzwaldhauses, neben sich seine Frau, die ihn zeitlebens total beherrscht und die ihm alle Strümpfe gestrickt und alle Hauben gehäkelt hat und die ihm das Brot gebacken und das Bettzeug gewebt und die ihm selbst sei ...

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