Umkehrung der Wertform – bilanziert (nicht lektorierter Rohentwurf)Geld als Wertform
Geld ist also nun verschwunden. Aus unserem Berufsalltag, aus unseren
geschäftlichen Aktivitäten, aus vielen privaten Bereichen.
Das Eigentums-Contracting ist in den Hintergrund eines
Interbanken-System-Contracting verbracht worden, auf dessen
Oberfläche Geld lediglich Geld als Buchgeld oder money of
account sichtbar ist. Diese Sichteinlagen repräsentieren
vordergründig money proper, aber, wie wir eben sahen, in einem
rechtlich nicht mehr eindeutigen Zustand, den man spätestens bei
einer Bank-Insolvenz erlebt. Der Wandel von einem ...
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Umkehrung der Wertform – Beschränkte Haftung, Volkswirtschaftliches Funktionsversagen (nicht lektorierter Rohentwurf)Umkehrung der Wertform – General Liability
Der
Blick vom Eigentum zum Geld hat sich gewandelt. Nun sieht man nur
noch den Markt. Was darauf passiert, drückt sich in Geld aus,
dessen individuelle Eigentumsform sich in eine allgemeine Wertform
verwandelt hat. Dies gilt universell. In der Theorie wie der Praxis,
in der Ökonomik wie der Geld- und der Finanzpolitik, weltweit.
Ohne Geld kein Markt und ohne Markt kein Geld, lautet die neue
Formel, die Denken und Handeln auf dem Feld der Wirtschaft
zusammen ...
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Wandel der Wertschöpfung, Wachstum in Unordnung, Perpetuum immobile (nicht lektorierter Rohentwurf)Reich durch Verlust
Besonders
börsennotierte Großunternehmen schaffen es immer wieder,
hohe Renditen auszuschütten, obwohl sie negative Gewinne
bilanzieren. Schaut man auf die Passivseite der Bilanz, dann befinden
sich dort die Summen aller von Kapitalgebern dem Unternehmen zur
Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Diese imponierenden
Vermögensgüter sind also keine von den Eigentümern
einer Unternehmung zu dessen Finanzierung aufgebrachten oder als
wirtschaftlicher Gewinn im Unternehmen belassenen Verm&ou ...
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Absolute und relative Konzentration, Konzentration und Konkurrenz, Krisen und Selbsterneuerungen, ... und Größen (nicht lektorierter Rohentwurf)Kapitalkonzentration – Monopolisierung
Marx geht, modern formuliert, von einer inhärenten Instabilität
marktwirtschaftlicher Systeme aus. Folgt man seinen Bestimmung der
Kapital- und der Arbeitsmarktprozesse, dann drängt sich die
These auf, dass sich marktwirtschaftliche System von der freien,
vollständigen Konkurrenz zu monopolkapitalistischen Systemen hin
entwickeln und sich im Prozess dieser Entwicklung die Monopole mit
dem Staat, mit den institutionellen Trägern staatlicher Macht
mehr oder weniger eng verschmelzen. Dem ist in dieser Allgemeinheit
aus historisch-empirischer Sicht nichts hinzu zu f&uu ...
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Generelles zu SymbolfunktionenDemokratie und Parlamentarismus
Grob eingeteilt haben
Parlamente
vier Grundfunktionen: eine Repräsentationsfunktion, als das
sollten sie nicht nur den Wählerwillen artikulier ... ... mehr
Soll man die Gründer verdammen? - das Böse, Teil 5Vom malum, das nicht böse ist
Ob
eine Bewertung ethisch gemeint ist, erkennt man in unserer Sprache
offenbar daran, dass bestimmte Wertausdrücke wie gut und böse
verwendet werden. Aber es reicht nicht, Billigung und Missbilligung
auszudrücken. Billigend und missbilligend sind auch Adjektive,
die mit ethischen Bewertungen nichts zu tun haben, sondern
Unzulänglichkeiten, Mängel und Übel der
unterschiedlichsten Art bezeichnen, zweckdienlich oder zweckwidrig,
kompetent oder inkompetent, geschickt oder ungeschickt. Mi ...
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Aus dem Grund heraus philosophierenMit dem Nichts auf Wanderschaft
Blicken wir vom letzten Kapitel aus
zurück zu Platon, dann fällt uns die gedankliche Nähe
zwischen Platon und Kant bei der Frage nach der Entwicklung, aber
auch nach der Verwandtschaft der philosophischen Auffassungen
bezüglich der Grundlegung des menschlichen Denkens nicht schwer.
Wir haben dabei nicht so sehr auf die zahllosen Details fokussiert,
sondern sind einem Gedankenzug gefolgt, der uns zu einer der
schwierigsten Fragestellungen der Erkenntnistheorie führte, den
synthetischen Erkenntnissen a ...
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Macht-Metaphysik, Macht-Aufklärung, Macht-Ergreifung, Macht-RechtMacht-Benefits
Jemandem zugute kommen (intransitiv), von etwas profitieren sind
nur zwei von unzähligen Bedeutungen des Begriffs: Benefit, der
heute den Begriff des Gemeinwohls aus aristotelischer Zeit
substituiert hat. Und um weitere Missverständnisse zu vermeiden,
operieren moderne utilitaristische Theorien, allen voran die
Wirtschaftswissenschaften bzw. die Volkswirtschaft nicht mehr mit dem
Begriff des Nutzens, sondern gleich mit dem viel weiteren Begriff des
menschlichen Wohlergehens.
Glückseligkeit als höchstes Gut erkennt Ka ...
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Das drohende Ende der repräsentativen Demokratie
Kooperationschancen und -hindernisse
zur Erhaltung des formlosen Gegenhalts in der Gesellschaft.
Die
repräsentative Demokratie ist entgegen einer weit verbreiteten
Meinung eine endliche Struktur. Gelingt es dem Staat nicht mehr, den
formlosen Gegenhalt zu erhalten, den die gesellschaftlichen
Formationen untereinander erzeugen, naht auch das vorzeitige Ende
der repräsentativen Demokratie. Denn ist der Staat maßlosen
„Gemeinwohlbelangen“ starker gesellschaftlicher Kräfte
ohne hilfreiche Kooperationspartner ausgeliefert, ...
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Michael Seibel - zur Werthaltigkeit von KryptowährungBitcoins - die Geldidee reloaded
Bitcoin ist eine von inzwischen über 3000 Kryptowährungen. Sie ist
eine privat emittierte, virtuelle Währung. Sie kann sich im
Gegensatz zu konventionellem Fiatgeld auf keinen Staat stützen
und auf keine leistungsstarke Volkswirtschaft. Aber sie mach massiv für sich Reklame.
Man fragt sich, wie solches Spielgeld an Wert kommt.
Andererseits haben sich die sozio-kulturellen Kommunikationspraxen
in den letzten zwanzig Jahren stark durch das
Internet verändert, sodass zu fragen ist, ob dadurch nicht
Währungen eine neue Grundlage bekommen, und ob nicht alte
Vorstellungen von Werthaltigkeit obsol ...
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Kurzabriss zur Geschichte des Begriffs›Macht‹
Der Begriff ›Macht‹ ist ein Grundbegriff beim
Verständnis des Menschen als eines einerseits sozialen und
andererseits handlungs- und entscheidungsfähigen Wesens. Er ist
einigermaßen klar abgrenzbar gegen ›Herrschaft‹,
›Gewalt‹ und ›Terror‹.
Gesellschaft,
Handlung, Freiheit, Wille und Subjekt haben offenbar Querverweise zu
Macht, Herrschaft, Gewalt un ...
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(wie entsteht Macht?) Ein Urdemokrat vor 1550Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen
Feigheit
»Mehrern Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm
gar sehr, Nur ein einziger sei Herrscher, einer König und nicht
mehr«, so sagt Ulysses bei Homer vor versammeltem Volke.
Hätte er nur gesagt: »Mehreren Herren untertan sein,
dieses find' ich schlimm gar sehr«, so wäre das eine
überaus treffliche Rede gewesen; aber anstatt daß er,
wenn er mit Vernunft reden wollte, gesagt hätte, die Herrschaft
von mehreren könnte nichts taugen, weil schon die G ...
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Michael Seibel - Grenze als letales Denkmodell
Grenzen schließen
Eine
der ersten Assoziationen, die mit dem Wort Grenze
verbunden sind, dürfte der Gedanke des Schutzes und des
selektiven Austausches sein. Biologische Organismen etwa weisen
Grenzen gegen die sie umgebende Außenwelt auf. Im Begriff des
Organischen wird gedacht, dass es jeweils substantielle Kriterien
dafür gibt, was als Organ zum Organismus gehört und was
nicht. Organismen ohne Grenzen gibt es nicht. Im Begriff des
Organismus macht man sich eine bestimmte Vorstellung vom Leben
selbst. Man sieht Organismen vor sich im kontrollierten Austausch mit
ihrer Umwelt, der sie Energie entnehmen. Die Regeln, nac ...
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Philipp Blom - 'Kultur' als fremdenfeindlicher Kampfbegriffautoritärer und liberaler Traum
Charakteristisch für die gegenwärtige Entwicklung sei, so Blom, die Aufspaltung
zwischen nostalgisch-autoritären Träumen und liberalen
Träume. Rechts und links verlieren an Bedeutung. Standards, die
bisher oft von Sozialisten erkämpft wurden, werden heute von
Nationalisten verteidigt.
Menschenrechte
sind ein Traum und ein zentrales Narrativ der Moderne. Ein gerade 300
Jahre alter, schöner Traum, der auch wieder verschw ...
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Franz Rieder: wider das Vergessen
Der Golem und das Judentum von Prag
Kann man einen Beitrag zu Tschechien und besonders zu Prag schreiben,
ohne die Geschichte und das Schicksal des Judentums in dieser Stadt zu erwähnen?
Ich glaube: Nein! < ...
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Die Verdoppelung der GegenwartDie Repräsentation und das Fort-Da-Spiel
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger,
Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Wieder
gleich mitten hinein in Heideggers Text „Der Satz vom
Grund“: ...
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Heinrich von KleistÜber das Marionetten Theater
Als ich den Winter 1801 in M...
zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen
Garten, den Herrn C. an, der seit kurzem, in dieser Stadt, als erster
Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko
außerordentliches Glück machte.
Ich sagte ihm, daß ich erstaunt
gewesen wäre, ihn schon mehrere Male in einem Marione ...
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