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KYBERNETIK ! oder „ … der Apfel auf dem Tisch “ !

Gino Bühler - Eindruck beim Lesen von Gotthard Günthers Kybernetik

Eine kurzer Rundgang durch das Gedankengebäude von Gotthard Günter, dem Philosophen. !

Gotthard Günther (15.06.1900 Arnsdorf - 29.11.1984 Hamburg) geht in seinem Hauptwerk -

„Das Bewusstsein der Maschine - eine Metaphysik der Kybernetik“ - von der abendländische Dualität „Geist“, „Materie“ als der klassischen Voraussetzung von Subjekt und Objekt aus. Dies bezeichnet er jedoch als Irrtum und setzt ihr ein dialektisches Drittes zur Seite: INFORMATION / KOMMUNIKATION !

Zitat: „die bisherige Annahme der klassischen Metaphysik, dass sich unsere „phänomenale Wirklichkeit“ in Spiritualität und Materialität erklären lasse, beruht auf einem Irrtum. Den gleichgültig wie sich Gegensätze wie Subjekt / Objekt, Leben / Tod, interpretieren lassen, stets bliebe ein Restbestand, der sich weder auf der „subjektiv-spirituellen“ noch auf der „physisch-materiellen“ Seite einordnen lässt, übrig.“ !

Diesen „Restbestand“, also unsere umfassend, benennbare „phänomenale Wirklichkeit“ (die Gesamtheit aller Informationen und deren Kommunikation), sieht Günther aufgehoben in der KYBERNETIK

Diese, als den einzig nennenswerten Versuch des 2o. Jahrhundert, eine methodische Metawissenschaft zu etablieren, benannt und definiert nach ihrem Erfinder Norbert Wiener (Mathematik, Neurophysiologie) 26.11.1894 Columbia - 18.03.1964 Stockholm,

Zitat: Ross Ashby; „ Kybernetik, die Untersuchung aller Phänomene unabhängig ihrer Substanz, so diese regelgeleitet und reproduzierbar, also einer Informationslogik folgen und dadurch kommunizierbar sind !“ !

Wie sollen wir uns diesen verbalen Überfall; „…..das Regelgeleitete und Reproduzierbare…!„ beim Konkreten, - z.B. dem „Apfel auf dem Tisch“ vorstellen ??

Dazu Günther mit einer Abwandlung Hegels; „es besteht alles und jedes aus einer beinahe unendlichen „Informationsvielfalt“ !

Alleine das Gewicht so eines Apfels! Welches Gewicht ? Diese in welcher Scalengenauigkeit ? Aufteilungsfaktoren des Gewichtes in chemisch/physikalische Einheiten. Die wiederum in einzelne Temperaturdifferenzen, abhängig von jahreszeitlichen Gegebenheiten. Nebst ihrer innerzeitlich, molekularen Veränderungen (Alterungs - Wasserverlust in Nanozeiteinheiten), also unendlich beliebiges etc. etc. etc. etc…!

Alles feststellbare Informationen, die kommuniziert werden können. !

und ?….wie schmeckt der Apfel ? !

Auch hier beantwortet unsere neu definierte Zauberformel KYBERNETIK die doch etwas menschelnde Frage nur zu genau:

Er schmeckt Flora Apfelbaum nach genau benenn - und berechenbaren Kriterien: Alter von Flora. Bis dahin entsprechender Apfelkonsum. Apfelvorlieben. Herkunft und Benennung v. diesen. Analyse s.o..

Proportion davon zum hauptsächlichem Lebensraum von Flora. Import oder lokaler Apfelkonsum ? Menge des Konsums. Proportion davon zum allg. Lebensmittelkonsum von Flora. Analyse von diesem. Verhältnisse der gesamten Kalorienverwertung von Flora. Diese jeweils bei unterschiedlichen Voraussetzungen wie Alter, und Gesundheitszustand. Auch hier etc.etc.etc…!

so weit, so schlecht…..!

Eine unendliche Informationsvielfalt als „Regelgeleitete“ und „Reproduzierbare“ ?

Regelgeleitet im Sinne von mathematisch/hermeneutisch bekannten Zahlen - und Symbolgesetzen.

Übersetz - und abrufbar durch „Algorithmen“ und entsprechend „Reproduzierbar“ im Sinne von wiedererkenn - wiederherstell - und wiederholbar, die zweite Heiligsprechung von Kybernetik !

Nach Günther, hebt diese Informationskontextualität fundamental jene oben erwähnte Subjekt/Objekt „Zweiwertigkeit“ in einer „Dreiwertigkeit“ auf!

Über etliche, tiefsinnige Buchseiten fällt es ihm dann relativ leicht, unsere phänomenale Wirklichkeit (da ist sie wieder) in ein übergeordnetes „meta-mehrwertesystem“ umzuwandeln, welches folgerichtig im absoluten Geist endet. !

Dort wird unser „Apfel auf dem Tisch“ dann zur „Polykontexturalen Systemstruktur!

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